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  • 24.03.2011 · 13:38

  • von Christian Nimmervoll & Dieter Rencken

Hamilton hofft auf Japan-Grand-Prix

Lewis Hamilton hofft, dass in Suzuka plangemäß gefahren werden kann - McLaren-Stars bieten Hilfe an - FOTA-Treffen auf Freitag angesetzt

(Motorsport-Total.com) - Eigentlich sollte am 9. Oktober der Grand Prix von Japan in Suzuka stattfinden, doch ob die Formel 1 dieses Jahr im Land der aufgehenden Sonne an den Start gehen wird, ist derzeit äußerst unsicher. Nach der verheerenden Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe haben die Japaner im Moment andere Sorgen, als sich um ein Autorennen zu kümmern.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton möchte 2011 in Japan fahren und den Japanern helfen

Morgen soll zum Thema Japan-Grand-Prix ein Treffen der Teamvereinigung FOTA stattfinden, um die weitere Vorgangsweise zu diskutieren. Dennoch kann Peter Sauber "überhaupt nicht beurteilen", ob realistische Hoffnung auf die Austragung eines Rennens in Suzuka besteht: "Ich gehe nicht davon aus, dass der Tsunami direkt eine Auswirkung auf das Rennen hat, aber eine indirekte natürlich schon", vermutet der Schweizer Teamchef.

Lewis Hamilton wünscht sich jedenfalls, auf der beliebten Fahrerstrecke antreten zu dürfen: "Mutter Natur nimmt dir den Atem. Das zeigt, wie klein wir eigentlich sind. Ich hoffe aber wirklich, dass wir am Ende des Jahres dort fahren werden, denn Japan ist eines meiner absoluten Lieblingsrennen. Ich gehe dort gerne aus und esse Teppanyaki und all dieses großartige Essen", so der McLaren-Pilot, der den Menschen im Katastrophengebiet seine tiefste Betroffenheit ausdrückt.

¿pbvin|512|3533||0|1pb¿Hamiltons Teamkollege Jenson Button, dessen Freundin Jessica Michibata zum Zeitpunkt des Erdbebens in Tokio war, findet die TV-Bilder "äußerst bedrückend. Ich gehe davon aus: In der Realität ist es noch viel schlimmer. In Japan ist man zwar an Erdbeben gewöhnt, doch Tsunamis sind etwas komplett anderes. Im Hinblick auf die anderen Gefahren scheint es fast so, als sei Japan gleich dreifach von großem Unheil heimgesucht worden."

"Viele Leute fragen sich, wie sie helfen können", sagt er. "Wahrscheinlich ist es das Beste, Geld zu spenden. Ich arbeite mit einigen Wohltätigkeits-Organisationen zusammen, die Spendengelder sammeln. Ich habe auch selbst gespendet. Einige Organisationen erfahren bereits großen Zuspruch und tragen Millionen zusammen, doch das ist nicht genug. Es wird viele Jahre brauchen, um alles wieder aufzubauen. Dafür kann man gar nicht genug Geld zur Verfügung haben."


Fotos: McLaren, Großer Preis von Australien


Button zeigt aber nicht nur Mitleid mit der japanischen Bevölkerung, sondern bewundert auch deren Disziplin: "In meinen Augen haben sich die japanischen Menschen in dieser Katastrophe einfach großartig verhalten. Der Rest der Welt kann viel von ihnen lernen", findet er und spielt damit auf die ausbleibende Massenhysterie in Tokio oder auch das heldenhafte Verhalten der Helfer beim Atomkraftwerk in Fukushima an.

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