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  • 08.10.2013 · 14:14

  • von Stefan Ziegler

Grosjean & Räikkönen: Weiter freie Fahrt für das Lotus-Duo

Freie Fahrt: Lotus-Teamchef Eric Boullier verzichtet im Kampf um wichtige WM-Punkte darauf, seine beiden Piloten durch eine Teamorder einzubremsen

(Motorsport-Total.com) - Kimi Räikkönen gegen Romain Grosjean. Das war eines der spannenden Duelle beim Großen Preis von Südkorea. Doch was den Fans auf den Rängen und vor den TV-Bildschirmen gefällt, muss nicht immer im Sinne des Teams sein. In diesem Fall aber begrüßt Lotus-Teamchef Eric Boullier, dass sich seine Fahrer auf der Strecke miteinander messen. Und er wird dergleichen auch in Zukunft zulassen.

Romain Grosjean, Kimi Räikkönen

Freies Fahren: Romain Grosjean und Kimi Räikkönen dürfen sich weiter duellieren Zoom

"Wir wollen, dass unsere Piloten das beste Ergebnis für das Team herausholen. Wenn sie also auf den Positionen zwei und drei liegen, dann denken wir nicht an die Fahrerwertung, sondern wir lassen sie um die Plätze kämpfen", sagt Boullier vor dem fünftletzten Rennen des Jahres. "Da verlassen wir uns ganz auf den gesunden Menschenverstand, dass sie sich nicht gegenseitig abräumen."

"Natürlich: Es gab schon Szenarien, in denen ein Pilot auf einer anderen Strategie war. Da kannst du den langsameren Fahrer darum bitten, er möge eine sinnvolle Entscheidung treffen. In Südkorea hatten wir aber kein solches Szenario. Wir lassen Kimi und Romain einfach um die Positionen kämpfen. Auch wenn wir deshalb an der Boxenmauer vielleicht etwas nervöser waren als sonst."

Räikkönen und Grosjean hätten sich jedoch gut verhalten und dem Team ein solides Ergebnis eingebracht, so Boullier. Ein Eindruck, den Grosjean bestätigen kann: "Wir sind immer fair miteinander umgegangen", meint der Franzose, der sich in Südkorea jedoch recht rustikal gegen Räikkönen zur Wehr gesetzt hatte. Grosjean hatte seinen Rang aber nach einem Fahrfehler doch räumen müssen.

Die Form von Südkorea sieht er trotz allem als "positives Zeichen" für Lotus. "Wenn wir beide um die gleiche Position kämpfen, dann bedeutet das, wir holen das Maximum aus dem Auto heraus", so der französische Rennfahrer vor dem Japan-Grand-Prix. "Hoffen wir einfach, dass wir weiterhin um Podestergebnisse kämpfen können. Ich werde dann alles daran setzen, weiter vorn zu landen."