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Podestmuffel: Boullier erfreut über Grosjeans Ärger

Romain Grosjean war mit der ihm verwehrten Teamorder nicht einverstanden, was Eric Boullier als gutes Zeichen sieht: "Das ist, was wir wollen"

(Motorsport-Total.com) - Romain Grosjean musste nach Zieldurchfahrt erst über Funk gesagt werden, dass er auf dem Podest lächeln muss und dass man über die Vorkommnisse während des Rennens im Anschluss diskutieren werde. Dabei müsste man eigentlich meinen, dass der Franzose über jede Podestplatzierung überglücklich sein müsste. Doch wie immer in dieser Saison stand Teamkollege Kimi Räikkönen noch ein Treppchen über Grosjean.

Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen, Romain Grosjean

Glücklich sieht anders aus: Romain Grosjean "feiert" auf dem Podium Zoom

Und darüber war der ehemalige GP2-Meister alles andere als begeistert. Grosjean fühlte sich das gesamte Wochenende über als der schnellere Lotus-Pilot, wie er unter anderem im Qualifying mit Startplatz drei (gegenüber Startplatz neun von Räikkönen) unter Beweis gestellt hat. Doch im Rennen wendete sich das Blatt, als der Franzose einen kleinen Fehler machte und den Finnen so angreifen ließ. Den fälligen Konter konnte er aufgrund Gelber Flaggen und des Safety-Cars nicht mehr anbringen.

Seinen verlorenen Platz wollte er über Teamorder wiederhaben, doch seine Crew verwehrte ihm diesen Wunsch. "Ja, er war schneller, aber manchmal reicht das nicht aus um eine Position zu gewinnen", erklärt Teamchef Eric Boullier. Grosjean war von der Entscheidung nicht gerade angetan, da er Räikkönen schon häufiger Platz machen musste, weil der Iceman schneller war. Boullier kann den Ärger seines Piloten aber verstehen und freut sich sogar darüber.

"Es ist schön zu sehen, dass die Fahrer mit den Plätzen zwei und drei unglücklich sind, denn das ist, was wir wollen", so Boullier, der die Reaktion für vollkommen normal hält. "Sie sind Wettkämpfer und das wollen wir sehen. Da werden mir alle zustimmen", ist sich der Franzose sicher. Das Verhalten Grosjeans sieht der Teamchef als gutes Zeichen: "Wir können sagen, dass er nun der Romain ist, den wir wollten. Wir sind ein Risiko eingegangen und er liefert nun ab, was wir von ihm erwarten."

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