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Grosjean: "In der Formel 1 gibt es keine Gnade"

Kandidaten für das Lotus-Cockpit von Romain Grosjean gibt es einige - Der Franzose selbst lässt sich davon nicht ablenken und bezeichnet das Wetteifern als "normal"

(Motorsport-Total.com) - Fährt Romain Grosjean auch in der Saison 2013 an der Seite von Kimi Räikkönen für Lotus oder entscheidet sich das Team, den Franzosen vor die Tür zu setzen? Eine Antwort auf diese Frage werden die kommenden Wochen bringen. Kandidaten für das Grosjean-Cockpit gibt es jedenfalls mehr als einen.

Eric Boullier, Romain Grosjean und Kimi Räikkönen © xpbimages.com
Romain Grosjean macht sich keine Sorgen um seinen Platz im Lotus-Team

Kamui Kobayashi, der sein Sauber-Cockpit für den jungen Testfahrer Esteban Gutierrez räumen musste und Heikki Kovalainen, dessen Verbleib bei Caterham immer unwahrscheinlicher wird, sind die beiden hoffnungsvollsten Anwärter auf eine Anstellung als Stammfahrer bei Lotus.

Kobayashi kann in diesem Zusammenhang auf seine Fans zählen. Auf der zu Beginn dieser Woche live geschalteten Spenden-Website des Japaners sind inzwischen umgerechnet rund 800.000 Euro zusammengekommen. "Nach nur fünf Tagen ist das ein riesiger Ausdruck der Unterstützung", zeigt sich Kobayashi gegenüber der Nachrichtenagentur 'AFP' hocherfreut und versichert, dass die Gelder an die Spender zurücküberwiesen werden, sollte es mit einem Stammcockpit für ihn doch nicht klappen.

Unterdessen könnte sich Kovalainen nach drei Jahren in den hinteren Regionen des Feldes auch mit einem Abschied aus der Königsklasse anfreunden, sollten sich seine Hoffnungen auf das zweite Lotus-Cockpit zerschlagen. "Sollte es so kommen, wäre das zwar schade, aber so ist das Leben", hatte der Finne vor zwei Wochen im Hinblick auf einen möglichen Abschied verlauten lassen und unterstreicht nun abermals: "Es gibt ein Leben außerhalb der Formel 1."

Grosjean jedenfalls zeigt sich vom Wetteifern um seinen Arbeitsplatz unbeeindruckt. "Das ist normal für die höchste Ebene. Im Bankengeschäft oder in der Uhrmacherei ist es doch genauso", merkt der in Genf geborene Franzose gegenüber der in französischer Sprache erscheinenden Schweizer Tageszeitung 'Le Matin' an und unterstreicht die Härte im Formel-1-Business: "Es gibt keine Gnade und keine Geschenke."