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Lopez: Zuckerbrot und Peitsche für Grosjean

Alles deutet darauf hin, dass Romain Grosjean auch 2013 im Lotus sitzen wird, doch Teambesitzer Gerard Lopez stellt klare Forderungen an den fehleranfälligen Piloten

(Motorsport-Total.com) - In der ersten Saisonhälfte 2012 zweifelte kaum jemand daran, dass Romain Grosjean auch 2013 im Lotus sitzen wird. Doch durch eine nicht enden wollende Serie an Kollisionen in den ersten Runden der Rennen geriet der Franzose zunehmend unter Beschuss, nach dem gefährlichen Startcrash in Belgien wurde er sogar für ein Rennen gesperrt. Danach schien er zunächst geläutert, doch in Japan, Abu Dhabi und beim Qualifying in Brasilien war er erneut in Kollisionen verwickelt.

Romain Grosjean

Romain Grosjean muss seine Fehlerquote 2013 in den Griff kriegen Zoom

Das ist auch der Grund, warum sein Vertrag im Gegensatz zu Teamkollegen Kimi Räikkönen bisher nicht verlängert wurde, auch wenn die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass dies passieren wird, schließlich gibt es auf dem Fahrermarkt für ein Topteam wie Lotus kaum ernsthafte Alternativen. "Der Grund, warum er noch nicht für 2013 bestätigt wurde, ist, dass wir noch nicht die Zeit hatten, uns mit den Ingenieuren zusammensetzen", erklärt Teambesitzer Gerard Lopez gegenüber 'AFP'. "Dann sehen wir weiter."

Er deutet aber an, dass es für Grosjean gut aussieht: "Ich würde Romain gerne im Auto sehen, aber das hängt mehr von ihm ab als von mir." Damit stellt er klar, dass er sich von ihm eine klare Leistungssteigerung erwartet: "Er zählt zu den schnellsten Piloten der Formel 1, er versteht das Auto, er weiß, wie er das Maximum herausholt, aber er hat nicht alles getan, was wir von ihm erwartet haben, vor allem, was die Konstanz angeht."

Er wirft seinem Schützling vor, seinem Team in der Konstrukteurs-WM geschadet zu haben: "Hätte er mehr Punkte geholt, dann hätten wir um Platz drei in der Konstrukteurs-WM gekämpft." Fahrer vom Kaliber Grosjeans "wachsen nicht auf Bäumen", aber er erwarte in Zukunft von ihm, "dass er seine Fähigkeiten zu besseren Leistungen nutzt und bessere Ergebnisse einfährt."

Doch wie lange sitzt der Franzose jetzt noch auf Nadeln, bevor er sich auf die kommende Saison einstellen kann? Lotus-Teamchef Eric Boullier, der auch als sein Manager fungiert, spricht gegenüber 'RMC Sport' von "Tagen und Wochen, um zu überlegen". Man wolle Grosjean "nicht zu Grabe tragen, denn er hat drei Podestplätze eingefahren. Das schafft nicht jeder".

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