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Gespräch mit Mateschitz: Die Zeichen stehen auf Vergne

Jean-Eric Vergne scheint viele Fürsprecher für einen Verbleib bei Toro Rosso zu haben - Carlos Sainz jun. bereitet sich auf Enttäuschung vor

(Motorsport-Total.com) - Toro-Rosso-Pilot Jean-Eric Vergne hat wieder Grund zu Lächeln. Nachdem der Franzose mit der Verpflichtung von Max Verstappen für 2015 seinen Sitz im Team so gut wie verloren hatte und nebenher eine durchwachsene Saison 2014 erlebt, spricht mittlerweile immer mehr für seinen Verbleib. Die Tendenz für die Besetzung des Cockpits von Daniil Kwjat, der zu Red Bull aufsteigt, geht in Richtung des erfahrenen Piloten, statt neben Teenager Verstappen noch einen Rookie an Bord zu holen.

"Im Vergleich zu der Situation vor einem Monat sieht es schon viel positiver aus", sagt Vergne gegenüber dem französischen 'RMC' selbst. "Viele Leute bei Red Bull und Toro Rosso würden mich gerne halten, wir werden also sehen, wie sich das entwickelt. Ich habe in Russland auch mit Dietrich Mateschitz gesprochen und ich denke, im Moment geht es in die richtige Richtung. Ich bin noch immer ein Mitglied der Red-Bull-Familie und die Zeichen stehen gerade auf Grün."

Neben dem Gespräch mit dem Red-Bull-Boss gab es auch ermutigende Worte von Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost, der in der vergangenen Woche zugab, lieber mit dem erfahrenen Vergne weiterarbeiten zu wollen, als ein weiteres Nachwuchstalent anlernen zu müssen. (Hier mehr dazu)

Was gute Nachrichten für den einen sind, könnte zur großen Enttäuschung für andere werden. Einer der Topfavoriten auf den Einstieg in die Königsklasse ist der spanische Formula-Renault-3.5-Champion Carlos Sainz jun.

"Das wäre ein herber Schlag", sagt der 20-Jährige gegenüber 'El Confidencial' zu der Möglichkeit, dass ihm der Formel-1-Coup im kommenden Jahr noch nicht gelingen könnte. "Ich glaube nicht, dass ich in diesem Jahr etwas hätte besser machen können. Es war immer mein Traum, seit ich als Siebenjähriger um drei Uhr morgens aufgestanden bin, um Fernando Alonso in Melbourne fahren zu sehen. Es bliebe mein Traum, aber ich würde es mit anderen Augen betrachten."