powered by Motorsport.com
  • 29.10.2013 · 16:56

  • von Christian Schrader

Für Stewart bleibt Fangio der Größte

Der Schotte sieht den fünffachen Weltmeister vorne, weil der Argentinier seine Titel mit vier verschiedenen Boliden einfahren konnte

(Motorsport-Total.com) - Mit seiner nun vierten Weltmeisterschaft konnte Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel Altmeister Jackie Stewart, der sich insgesamt dreimal (1969,'71, '73) krönen konnte, übertrumpfen. Die Diskussion, die bei Erfolgen wie die des Heppenheimers stets auftreten: Wer ist der beste Fahrer aus dem aktuellen Starterfeld? Und: Wer ist der beste Fahrer der Formel-1-Geschichte? Bei letzterer müsste die Antwort laut Stewart eindeutig Juan Manuel Fangio heißen.

Jackie Stewart

Für Stewart bleibt Fangio der größte Pilot der Formel-1-Geschichte Zoom

Der Schotte hebt den legendären Argentinier hervor, weil dieser seine fünf Weltmeistertitel mit vier verschiedenen Teams (Alfa Romeo, Mercedes, Maserati, Ferrari) einfahren konnte, wie Stewart gegenüber der 'APA' zu Protokoll gibt. "Er war sehr schnell, dabei aber auch sehr sicher", lobt der 74-Jährige die Fahrkünste Fangios.

Doch nicht nur auf der Piste war der Argentinier eine Klasse für sich, so Stewart, sondern auch, als er sich 1958 mit einer Handvoll Weltmeisterschaften (1951,'54,'55,'56,'57) aus dem Motorsport verabschiedete.

"Nach seinem Rücktritt wurde er Präsident von Mercedes-Benz in Argentinien und leitete den Sport mit großartiger Würde", betont Stewart. Bei lediglich 51 Grand-Prix-Starts siegte Fangio 24 Mal, also bei fast jedem zweiten Rennen. Diese Quote ist bis heute unerreicht und wohl eine für die Ewigkeit.

Vor Fangio thront aktuell Michael Schumacher mit sieben Weltmeisterschaften (zwei für Benetton, fünf für Ferrari), dahinter konnte Vettel (vier mit Red Bull) mit Alain Prost (drei mit McLaren, eine mit Williams) gleichziehen. Stewart (eine mit Matra, zwei mit Tyrrell) kommt neben Ayrton Senna (alle mit McLaren), Jack Brabham (zwei mit Cooper, einer mit Brabham), Niki Lauda (zwei mit Ferrari, einer mit McLaren) und Nelson Piquet (zwei mit Brabham, einer mit Williams) auf insgesamt drei Titel.