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  • 09.09.2022 · 14:59

  • von Kevin Hermann, Co-Autor: Filip Cleeren

Fünfte Verwarnung: Yuki Tsunoda kassiert Gridstrafe für Monza

Gridstrafen-Chaos in Monza: Yuki Tsunoda erhält eine doppelte Gridstrafe, während auch Verstappen, Perez, Sainz, Hamilton und Bottas zurückversetzt werden

(Motorsport-Total.com) - Yuki Tsunodas Strafe von zehn Plätzen in der Startaufstellung für den Großen Preis von Italien an diesem Wochenende wurde von der FIA nach der fünften Verwarnung des AlphaTauri-Fahrers im Jahr 2022 bestätigt. Die Strafe nutzte sein Team, gleich noch eine neue Power-Unit zu verbauen, sodass der Japaner aus der letzten Reihe starten muss.

Yuki Tsunoda

Yuki Tsunoda während des ersten Freien Trainings in Monza Zoom

Tsunoda erhielt seine letzte Verwarnung beim Großen Preis der Niederlande am vergangenen Wochenende, weil er mit gelösten Sicherheitsgurten an die Box fuhr, nachdem er auf der Strecke angehalten hatte.

Es war Tsunodas fünfte Verwarnung in der Saison 2022, und da vier dieser Verwarnungen für fahrerische Vergehen ausgesprochen wurden, wurde der Japaner in Monza mit einer Startplatzstrafe von zehn Plätzen belegt.

Tsunoda: "Konnte das nicht kontrollieren"

Zuvor hatte Tsunoda eine Verwarnung erhalten, weil er im Qualifying zum Großen Preis von Australien unnötig langsam gefahren war und Sebastian Vettel im Training in Australien, Charles Leclerc in Bahrain und Kevin Magnussen in Monaco behindert hatte.

Am Donnerstag sagte Tsunoda, es sei schade, dass er in den Niederlanden eine weitere Verwarnung erhalten habe, und er sei enttäuscht, dass die meisten seiner Verwarnungen für Vergehen in Freien Trainings ausgesprochen wurden.

"Es ist schade, dass ich verwarnt wurde. Die Situation konnte ich nicht so gut kontrollieren", so Tsunoda. "Außerdem habe ich die meisten Verwarnungen in der ersten Saisonhälfte bekommen, wo es meist um Verkehrsverstöße im Freien Training ging und die Regeln noch nicht einmal festgelegt waren."

Nach Monaco, wo Tsunoda bereits zum dritten Mal wegen einer Behinderung im Freien Training verwarnt wurde, argumentierte die Rennleitung zwar, dass es "nicht üblich ist, Strafen für Behinderungen im Freien Training zu verhängen", aber sie war der Meinung, dass seine Aktion gegen Haas-Pilot Magnussen "schwerwiegend genug war, um die verhängte Strafe zu rechtfertigen."

Gridstrafen-Chaos in Monza: Beide Red Bulls zurückversetzt!

Tsunoda ist nicht der einzige Fahrer, der in Italien mit einer Gridstrafe belegt wurde. Lewis Hamilton wird in der Startaufstellung ganz hinten stehen, nachdem er sein viertes Mercedes-Aggregat in dieser Saison genommen hat.

Auch Formel-1-Weltmeister Max Verstappen wird in Monza wegen eines Motorwechsels in der Startaufstellung um fünf Plätze zurückversetzt, während Teamkollege Sergio Perez und Carlos Sainz von Ferrari ebenfalls bestraft werden.

Zwei Wochen nach dem Einsatz einer komplett neuen Power-Unit in Belgien hat Red Bull beschlossen, Verstappens Motorenpool um einen neuen Verbrenner zu erweitern, was eine Strafe von fünf Plätzen für den Großen Preis von Italien am Sonntag zur Folge hat.


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Monza wird als erstklassige Gelegenheit gesehen, neue Antriebseinheiten einzuführen und eine Startplatzstrafe zu kassieren, da die langen Geraden das Überholen im Feld viel einfacher machen sollten als bei den nächsten Rennen in Singapur und Japan.

Daher wird Verstappen einen frischen, fünften Verbrennungsmotor in seinen Pool aufnehmen und dabei nur eine minimale Strafe hinnehmen müssen. Wie allgemein erwartet, hat Verstappens Teamkollege Perez ebenfalls einen neuen V6-Motor eingebaut bekommen.

Da es das erste Mal ist, dass Perez seine erlaubten drei Vebrennungsmotoren überschritten hat, wird er in der Startaufstellung zunächst um zehn Plätze zurückversetzt. Perez hat auch sein viertes Getriebe eingebaut, was noch innerhalb der Limits liegt. Es könnten aber noch weitere neue Teile für den Mexikaner verbaut werden.

Auch Carlos Sainz mit Startplatz-Strafe

Am Freitag wurde außerdem bekannt, dass Ferrari-Pilot Carlos Sainz einen neuen Energiespeicher, eine MGU-K und ein neues Getriebe erhält, was ihn 20 Startplätze kosten wird. In den letzten Rennen hat Ferrari seine Motorenstrafen jedoch gestaffelt, sodass Sainz' Strafe noch in einen Startplatz in der letzten Reihe umgewandelt werden könnte, wenn Ferrari sich für den Austausch weiterer Teile entscheidet.

Schließlich hat auch Valtteri Bottas von Alfa Romeo das Glücksrad der Formel 1 gedreht und wurde in der Startaufstellung um 15 Plätze zurückversetzt, weil er einen neuen Motor, einen Turbolader und eine MGU-H von Ferrari erhalten hatte.

Da seine direkten Konkurrenten in der Startaufstellung bestraft wurden, sind Charles Leclercs Chancen auf seinen zweiten Sieg beim Großen Preis von Italien auf Ferrari-Heimatboden gestiegen, obwohl die Strafen für Sainz, Perez und Hamilton Verstappen einen leichteren Weg an die Spitze ermöglicht haben.

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