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GP Russland

Formel 1 Sotschi 2020: Der Freitag in der Chronologie

Aktuell im Formel-1-Liveticker: +++ Mehrere Dreher und Unfälle +++ Stefano Domenicali neuer Formel-1-Boss +++ Mercedes in Russland wieder in eigener Welt +++

16:54 Uhr

Reifenwahl in Q2 wird spannend

Zumindest laut Mario Isola von Pirelli. Denn in Q2 entscheidet sich bereits, mit welchen Reifen die Top 10 am Sonntag ins Rennen gehen werden. Er erklärt: "Hinter den Mercedes, die auf den härteren Mischungen besonders beeindruckend waren, scheint die Pace sehr eng zu sein. Die Lücke bei der Performance zwischen den Mischungen deutet an, dass verschiedene Strategien möglich sein werden."

"Diese Strategien beginnen bereits morgen im Qualifying. Es wird interessant sein, welche Teams selbstbewusst genug sind, mit der Medium-Mischung durch Q2 zu kommen", so Isola. Bei Mercedes ginge das wohl locker, wenn man das denn möchte. Alle anderen Teams könnten bei den engen Abständen eher auf Soft angewiesen sein, um auf der sicheren Seite zu sein. Aber warten wir mal ab.


16:43 Uhr

Auch Bottas sieht noch Luft nach oben

Wie auch Hamilton sagt der Finne, dass es nicht einfach gewesen sei, eine komplette Runde fehlerfrei zusammenzubringen. "Da ist also noch etwas drin. Doch heute waren es schwierige Bedingungen. Wohl auch deshalb haben wir so viele Fehler gesehen", erklärt er und ergänzt: "Im Augenblick scheinen wir ziemlich stark aufgestellt zu sein. Wir können aber noch was machen beim Set-up. Sektor eins fühlt sich besonders gut an. Im dritten Sektor ist das Auto aber noch zu nervös. Wenn wir das richtig hinkriegen, dann ist da noch Rundenzeit zu holen."


16:33 Uhr

Hamilton vom Vorsprung überrascht

Die beiden Mercedes-Piloten waren heute wieder einmal in einer eigenen Welt unterwegs. "Ich hatte nicht den Eindruck, heute besonders schnell zu sein", sagt Hamilton allerdings und verrät: "Das Gripniveau ist ziemlich schlecht. Man rutscht sehr viel herum. Ich bin daher schon überrascht von diesem Abstand. Es muss ja noch schlimmer sein für die, die hinter uns liegen. Je mehr Grip auf die Strecke kommt, umso enger könnte es morgen werden."

"Im ersten und im zweiten Sektor liege ich ein bisschen zurück. Sektor drei war schon prima. Ich muss also erst noch alles zusammenbringen und Fortschritte machen, sowohl fahrerisch als auch beim Set-up. Da liegt über Nacht viel Arbeit vor mir, wie immer. Das Auto funktioniert aber gut", so Hamilton. Wie schon gesagt: Im schlechtesten Fall wird es damit dann wohl trotzdem noch P2 morgen.


16:24 Uhr

Darum gab es so viele Ausrutscher

Hier haben wir den Fast-Crash von Hamilton noch einmal im Video. Wolff erklärt dazu bei 'Sky': "Die Strecke ist üblicherweise immer sehr rutschig. Das hat man auch bei anderen Autos gesehen, viele Dreher und Verbremser. Die Oberfläche ist ein bisschen wie ein Spiegel. Und wird auch nicht oft benutzt im Jahr, deswegen haben hier die meisten Fahrer Probleme. Aber um einfach ans Limit heranzukommen, muss man manchmal zu spät bremsen."


16:16 Uhr

Wolff: Erste Kurve könnte entscheidend sein

Läuft alles normal, dann stehen Hamilton und Bottas am Sonntag in der ersten Reihe - in welcher Reihenfolge auch immer. Heute hatte der Finne die Nase vorne. "Ich glaube, das ist Valtteris stärkste Strecke. Er kommt unheimlich gut zurecht", lobt Toto Wolff bei 'Sky'. "Aber am Ende des Tages wird's wichtig sein, wer in der ersten Kurve vorne liegt, der hat eine gute Chance, das Rennen zu gewinnen", so der Österreicher. Und da lautet die Frage, ob die Pole wegen des langen Weges bis zur ersten echten Kurve wirklich ein Vorteil ist. Ähnlich wie auch zuletzt in Mugello ...


16:07 Uhr

Albon: Alle anderen sind schnell ...

Verstappens Teamkollege rechnet morgen ebenfalls mit einem harten Kampf gegen die Verfolger aus dem Mittelfeld. "Es fühlte sich nicht schlecht an. Aber es sind einfach alle sehr schnell", erklärt Albon im Hinblick auf seine Shortruns. Er landete heute nur auf P12, weshalb man noch "einige Hausaufgaben" vor sich habe. Die Pace bei den Longruns habe sich nicht besonders gut angefühlt.

"Auf einer Strecke wie dieser geht es nur darum, auf die Reifen zu achten", erklärt er und ergänzt: "Man braucht einfach eine wirklich gute Balance. Wenn man auf dem Shortrun gut ist, dann wird man auch im Longrun gut sein. Aber bei beiden fehlt uns noch ein bisschen."


15:58 Uhr

Verstappen: Renault der größte Gegner

Bei Red Bull schaut man an diesem Wochenende eher nach hinten statt nach vorne. Deswegen erklärt Verstappen, dass Renault morgen wohl der größte Gegner wird. "Heute waren sie sehr konkurrenzfähig", warnt er und erklärt: "Zunächst einmal müssen wir auf uns selbst schauen." Denn heute lief es bei den Bullen noch etwas wackelig. "Es wird hart, im Qualifying auf P3 zu landen", glaubt Verstappen daher. Für das Rennen sehe Red Bull aber etwas besser aus. Heute habe man verschiedene Abtriebslevel ausprobiert. Für morgen habe man nun "einige Ideen".


15:41 Uhr

Was bringt der Windschatten im Qualifying?

Auch Sotschi ist wieder eine dieser Strecke, auf der der Windschatten einen Vorteil bringen kann - zumindest auf den langen Geraden. McLaren-Teamchef Seidl erklärt dazu bei 'Sky': "Wir haben das im Training probiert, um Daten zu sammeln und uns anzusehen, ob das eigentlich einen Vorteil bringt für die gesamte Runde. Denn das haben wir schon auf anderen Strecken in diesem Jahr gesehen."

"Es ist immer ein schwieriges Unterfangen, den richtigen Kompromiss zu finden", erklärt Seidl und ergänzt: "Natürlich gewinnt man im Windschatten dazu, aber man kann auch wieder sehr viel Zeit verlieren in den Kurven danach, wenn man zu nahe am Vordermann fährt. Das müssen wir uns am Abend anschauen."

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