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Formel-1-Newsticker

Formel 1 Silverstone 2019: Der Qualifying-Tag in der Chronologie

Formel-1-Live-Ticker zum Nachlesen: +++ Mercedes dominiert Silverstone-Qualifying +++ Vettel deutlich von Leclerc geschlagen +++ Unterschiedliche Reifentaktik +++

23:54 Uhr

Heute war knapp - wird es morgen auch knapp?

Wir verabschieden uns für heute aus dem Ticker. Mit 0,006 Sekunden haben wir das engste Qualifying seit 2010 gesehen. Aus diesem Anlass haben wir mal geschaut, bei welchen Rennen es noch so knapp war (oder knapper) und eine Top 10 der letzten 20 Jahre erstellt.

Übrigens: Stolze 15 Mal war der Abstand von der Pole zum Zweiten offiziell 0,0 Sekunden. Allerdings gab es in den Anfangsjahren noch keine drei Nachkommastellen - deswegen gab es diesen Fall nach 1974 nur ein einziges Mal. Doch ob in Jerez 1997 alles so richtig gelaufen ist, daran zweifelt noch heute so mancher. (Und deswegen haben wir uns auch auf die vergangenen 20 Jahre beschränkt)

Damit wünschen wir eine Gute Nacht und hoffen, dass uns morgen ein ähnlich enger Grand Prix bevorsteht. Rennstart ist um 15:10 Uhr. Vorher begrüßt dich hier wieder Stefan Ehlen.


Fotostrecke: Top 10: Die knappsten Formel-1-Qualifying der letzten 20 Jahre


20:46 Uhr

Rätselraten bei Haas

Zwei unterschiedliche Auto-Spezifikationen, aber mehr Rätselraten denn je: Haas-Teamchef Günther Steiner sagt am Samstagabend in Silverstone, seine Mannschaft tappe weiter im Dunkeln, warum der Speed nicht da ist. "Wir kratzen uns am Kopf und haben keine Ahnung, was passiert ist", erklärt er. Denn eigentlich hatte Romain Grosjean das Auto noch als "fantastisch" beschrieben. Kurz darauf war Feierabend für Haas.

"Das Auto war nicht schlecht zu fahren oder so, sondern einfach nicht schnell genug", sagt Steiner, dessen Team ausgehend von den Positionen in der Startaufstellung eine Aufholjagd zeigen muss, will es am Sonntag noch WM-Punkte mitnehmen.

Und bis nach dem Rennen will Steiner "keine finalen Schlüsse ziehen", wie er meint. "Wir studieren die Daten und überlegen uns, was wir zu tun haben, und da kommen wir ganz gut voran." Möglich sei, dass Haas Grosjean auch in Hockenheim mit der alten Aerodynamik an den Start schicke.


20:36 Uhr

Im 1.007 WM-Rennen als 007

Gelungener PR-Gag von Aston Martin und Red Bull in Silverstone: Im 1.007 Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft treten Max Verstappen und Pierre Gasly im 007-Look auf. Und das James-Bond-Motiv wird am Sonntag nicht nur auf den RB15-Autos zu sehen sein, sondern ...


20:33 Uhr

Verstappen-Verschwörung? "Einfach nur dumm!"

Michael Bleekemolen aus der niederländischen Rennfahrer-Dynastie hat nach dem Österreich-Grand-Prix eine Verschwörungstheorie geäußert: Mercedes sei gebeten worden, seine Motoren in Spielberg herunterzudrehen, um für mehr Spannung zu sorgen.

"Schwachsinn", sagte Jos Verstappen als Vater von Rennsieger Max Verstappen daraufhin sinngemäß auf Twitter. Der Sohnemann legte nun in Silverstone ebenfalls nach und sagte: "Das ist wirklich dumm, finde ich. Wenn man so argumentiert, dann wird es nur unsinnig. Aber vielleicht sollten wir ihn als Strategen ins Team holen." Letzteres verstand sich freilich als Scherz.

Was genau es mit der "Verschwörung" auf sich hat, was Bleekemolen in "etwa fünf Jahren" aufdecken will und warum er sich zu Wort gemeldet hat? Das alles erfährst du in dieser Story!


20:26 Uhr

Heute vor 33 Jahren in Brands Hatch

Und noch ein Jubiläum gibt's, passend zum Großbritannien-Grand-Prix an diesem Wochenende. Denn eben dieser wurde 1986 zum letzten Mal in Brands Hatch ausgetragen. Der Sieger damals: Nigel Mansell, sehr zur Freude der englischen Fans. Und so sah die Startaufstellung dort vor über drei Jahrzehnten aus:

Nigel Mansell Gerhard Berger Williams ROKiT Williams Racing F1Lotus Lotus F1 Team F1 ~Nigel Mansell und Gerhard Berger ~

20:23 Uhr

Heute vor 22 Jahren in Silverstone

Ein bisschen Geschichte gehört auch dazu. Und hier ist was für die Fans aus Österreich: Heute vor 22 Jahren erzielte Alex Wurz in Silverstone sein erstes Formel-1-Podium, in seinem erst dritten Rennen!

Schau in die Formel-1-Datenbank, wenn du wissen willst, wie viele Rennen er insgesamt bestritten hat und wie oft er danach noch auf dem Treppchen stand!

Alexander Wurz Jacques Villeneuve Williams ROKiT Williams Racing F1 ~Alexander Wurz und Jacques Villeneuve ~

20:07 Uhr

Mut zur Lücke bei Renault

Daniel Ricciardo lobt Renault für dessen "Mut zur Lücke". Denn das Werksteam hat einige seiner jüngsten Entwicklungsteile wieder beiseitegelegt, weil sie nicht wie gedacht funktioniert hatten. "So was passiert. Es ist aber frustrierend, weil das Team hart dafür arbeitet. Wenn es dann nicht passt auf der Strecke, ist das natürlich ärgerlich für die gesamte Mannschaft. Doch manchmal muss man das akzeptieren und zurückrüsten", sagt Ricciardo.

Froh sei er darüber, dass Renault nach Österreich Antworten auf die entscheidenden Fragen gefunden habe. Denn in Silverstone sei der R.S.19 auf einmal wieder Top-10-fähig. "Das ist ermutigend", meint Ricciardo. "Das bestätigt das Team darin, ein Auto zu haben, das grundsätzlich funktioniert."

Ricciardo erklärt außerdem: "In Frankreich hatten wir Updates eingeführt, die wir in Österreich ans Limit getrieben haben. Vielleicht sind wir damit ein bisschen über das Limit hinausgeschossen und haben zu wenig konventionell gedacht. Das Auto war damit nicht zufrieden. Deshalb sind wir nun zurückgegangen auf eine Spezifikation, die wir gut kennen. Und deshalb fühlen wir uns jetzt etwas wohler."


19:52 Uhr

Teste dein Formel-1-Wissen!

Du bist ein Hardcore-Formel-1-Fan? Du kennst die Statistiken in- und auswendig und jeden Weltmeister beim Vornamen? Dann beweise uns das!

Hier an unserem neuen Formel-1-Quiz teilnehmen!

Auf dich wartet eine spezielle Aufgabe, die es in sich hat: Du musst einige Formel-1-Weltmeister nach der Reihenfolge ihrer ersten WM-Triumphe sortieren. Aber Achtung: Das geht einmal quer durch die komplette Formel-1-Historie seit 1950! Also toi, toi, toi ... ;-)


19:47 Uhr

Die Bilder des Tages am Samstag

Auch heute hat's wieder gestaubt in Silverstone: Zahlreiche Piloten waren neben der Fahrbahn unterwegs, der eine mehr als der andere. Und unsere Fotografen von Motorsport Images waren bei vielen dieser Zwischenfälle mit der Kamera zur Stelle!

Diese und weitere Höhepunkte des Silverstone-Samstags findest du jetzt in unserer Bildergalerie!


Fotos: Grand Prix von Großbritannien, Samstag



19:37 Uhr

Grosjean: Melbourne-Auto besser als Neuversion

Haas wagt in Silverstone ein besonderes Experiment: Romain Grosjean fährt mit dem Melbourne-Paket vom Saisonauftakt, Kevin Magnussen mit der aktuellen Spezifikation der Aerodynamik. Und in der Startaufstellung steht Grosjean vor Magnussen.

Die Erkenntnis daraus? Grosjean: "Ich fühle mich mit der älteren Variante einfach wohler. Mit dem neuen Paket hatte ich vor allem in schnellen Kurven kein gutes Gefühl. Doch dieses Gefühl ist mit der alten Spezifikation zurückgekommen. Jetzt kriege ich die schnellen Kurven wieder gut gebacken. Wir müssen uns das jetzt mal im Detail ansehen. Denn das neue Paket bringt nicht so viel Verbesserung, wie wir uns das vorstellen."

Was aus dem Experiment in Silverstone folgt, sei trotzdem noch unklar. "Wir haben eine erste Idee, die wir aber erst noch bestätigen müssen." Bis dahin werde Haas weiter alle Möglichkeiten austesten.

Magnussen wiederum findet es "ein bisschen verwirrend", dass Grosjean mit der älteren Ausbaustufe des Fahrzeugs schneller war. "Am wichtigsten ist jetzt einfach, dass wir möglichst viel darüber lernen." Einen Wechsel auf das alte Auto für sich selbst schließt der Däne indes aus: "Es gibt wohl keinen Grund, warum man die Dinge mehr als nötig verkomplizieren sollte."


19:21 Uhr

Und ganz am Ende: Williams

Neue Strecke, altes Lied: Formel-1-Traditionsteam Williams bildet auch beim Heimspiel des Rennstalls in Silverstone das klare Schlusslicht, und das vor den Augen von Teamchef Frank Williams, der sonst kaum mehr selbst zu Grands Prix fährt. Robert Kubica, im Qualifying wieder mal Letzter, bewertete den Samstag in Silverstone aber als "ziemlich okay".

Auch Dave Robson als leitender Ingenieur bei Williams bezeichnet das Abschneiden seiner Mannschaft als "nicht zu schlecht". Man mache "langsam Fortschritte", betont er, vor allem im Vergleich zum Saisonbeginn.

Die Zahlen sprechen allerdings gegen Williams: Im Silverstone-Qualifying lagen George Russell 2,7 und Kubica 3,1 Sekunden hinter der Bestzeit zurück. Beim Auftakt in Melbourne waren es 2,3 beziehungsweise 4,0 Sekunden gewesen. Mehr als die Positionen 17 und 18 in der Startaufstellung hat Williams bisher nicht erzielt.

Wie sich Robson die nahe Zukunft vorstellt? Er hat "nichts Spezielles" im Sinn für den FW42, sondern sagt nur: "Wir wollen das Auto weiter verbessern. Wichtig ist, dass die Updates das tun, was wir uns davon versprechen, damit wir eine solide Basis für das nächstjährige Auto haben. Das ist eigentlich unser Hauptziel. Wenn uns das dabei hilft, zu den Autos vor uns aufzuschließen, dann ist das fast ein Nebenprodukt."


19:05 Uhr

Das deutlichste Teamduell der Formel 1

Wenn du dich bei 8:2 gefragt hast, ob Daniel Ricciardo den Teamkollegen so abserviert hat wie kein anderer Fahrer im Feld, dann muss ich dich enttäuschen: Es gibt 2019 in der ersten Saisonhälfte noch deutlichere Teamduelle.

Sergio Perez war bei Racing Point im Qualifying nämlich in allen zehn Fällen besser als Lance Stroll, gleiches gilt für George Russell gegen Robert Kubica bei Williams. Maßgeblich dafür war jeweils die Leistung auf der Strecke, spätere (eventuelle) Startplatzstrafen werden hier nicht mitgezählt.

Ein klares 9:0 bei der Rennleistung gibt es übrigens auch: In den bisherigen neun Rennen hat Max Verstappen gegen Pierre Gasly stets besser abgeschnitten.

Und ausgeglichen gibt's ebenfalls: Im Qualifying steht's 5:5 zwischen Alexander Albon und Daniil Kwjat bei Toro Rosso, im Rennen 4:5. Ebenfalls auf 5:4 im Rennen kommen Ricciardo und Hülkenberg sowie Kevin Magnussen und Romain Grosjean bei Haas.

Weitere Statistiken dieser Art findest du natürlich in unserer Formel-1-Datenbank!


18:58 Uhr

Apropos Hülkenberg ...

Daniel Ricciardo hat das Renault-Teamduell auch in Silverstone für sich entschieden und auf 8:2 zu seinen Gunsten gestellt. Das macht Nico Hülkenberg an den Kurven 16 und 17 fest. Dort hätten seine Reifen im entscheidenden Moment überhitzt.

Und so erklärt Hülkenberg diese Niederlage gegen Ricciardo: "Ich habe ein bisschen zu wenig Flügel draufgepackt für den letzten Run. Die Autocharakteristik ist ein bisschen anders am Eingang der Kurve. Ich habe einfach zu viel Untersteuern in der Kurve. Da breche ich den Reifen ein bisschen auf, der zerbröselt. Und in Kurve 17 war es schwierig, denn das Auto muss umlenken, aber der linke Vorderreifen war schon ziemlich mit der Zunge raus. Dann kommst du nicht so gut ans Gas."

Ergebnis: Hülkenberg startet zwar wie Ricciardo aus den Top 10 ins Rennen, aber in der Startaufstellung drei Positionen hinter dem Renault-Kollegen.


18:48 Uhr

Ist der Reifen erst mal hinüber ...

Renault-Fahrer Nico Hülkenberg erklärt, was passiert, wenn in Silverstone die Pirelli-Reifen in die Knie gehen. Und er sagt auch: Dieses Problem wird im Rennen jeder Fahrer bekommen.

"Mit genug Runden wirst du irgendwann bei jedem die Karkasse sehen, weil es hier halt so viele schnelle Rechtskurven gibt. Da kriegt der linke Vorderreifen so viel auf die Fresse, dass er irgendwann tot ist", erklärt der Deutsche.

Man spüre im Auto gut, wie der Reifen abbaue. "Dann erreicht er ein Plateau, wo er zehn, 15 Runden konstant fährt. Aber wenn du dann wirklich kein Gummi mehr hast, dann merkst du einfach, dass die Vorderachse komplett weggeht. Dann kommst du nicht mehr um die Ecken rum."


18:36 Uhr

Pirelli schließt Einstoppstrategie in Silverstone aus

Das ist doch mal was Neues: Formel-1-Lieferant Pirelli geht davon aus, dass der Sieger im Grand Prix am Sonntag keine Einstoppstrategie hinlegen wird. Eine solche Taktik sei in Silverstone "praktisch ausgeschlossen", heißt es von der italienischen Firma. Der Grund: Die härtesten Reifen im Sortiment (in Silverstone sind das die Versionen C1, C2 und C3) verschleißen zu sehr, als dass ein Reifenwechsel ausreicht.

Die besten Rennstrategien für die 52 Runden im Grand Prix sehen daher folgendermaßen aus, wie immer in absteigender Attraktivität:

- Start auf Soft-Reifen für 13 Runden, dann Wechsel auf Soft für 13 Runden, dann Wechsel auf Hard für 26 Runden

- Start auf Medium-Reifen für 15 Runden, dann Wechsel auf Soft für 13 Runden, dann Wechsel auf Hard für 24 Runden

- Start auf Soft-Reifen für 8 Runden, dann Wechsel auf Soft für 11 Runden, dann Wechsel auf Soft für 11 Runden, dann Wechsel auf Hard für 22 Runden

Theoretisch würde auch eine Taktik mit 2x Hard funktionieren, meint Pirelli. Doch das ist ebenfalls ausgeschlossen: Kein Fahrer hat mehr als einen Hard-Reifensatz geordert.


18:23 Uhr

Formel 2: Schumacher ohne Punkte im Hauptrennen

Die deutsche Nachwuchshoffnung Mick Schumacher ist im Hauptrennen der Formel 2 in Silverstone ohne Punkte geblieben. Schumacher verbesserte sich ausgehend von einem Startplatz in der zweiten Hälfte des Feldes nicht in die Top 10, weshalb er in der Gesamtwertung nicht weiter aufholen konnte.

Hier das komplette Rennergebnis abrufen!

Der Sohn von Formel-1-Rekordchampion Michael Schumacher hat am Sonntag noch eine weitere Chance, dann im Sprintrennen der Formel 2. Aber: Punkte gibt es im Sonntagsrennen nur für die Top 6. Die Aufgabe für Schumacher wird also nicht einfacher ...

Mick Schumacher Prema Prema Theodore Racing F2 ~Mick Schumacher (Prema) ~