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Formel 1 oder IndyCar: So stehen die Chancen für Long Beach

Ein Promoter möchte die Formel 1 zurück nach Long Beach holen, die Stadt muss sich nun entscheiden, ob man die Königsklasse oder die IndyCar-Serie möchte

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 könnte ab 2019 zurück nach Long Beach kehren, wo bereits zwischen 1976 und 1983 ein Grand Prix stattgefunden hat. Zwar hatte Kevin Kalkhoven, der mit seiner Grand Prix Association of Long Beach noch einen Vertrag mit der IndyCar-Serie besitzt, gesagt, dass ein Formel-1-Rennen unrentabel und daher nicht interessant für die Stadt wäre, doch wie nun bekannt wurde, wurde laut 'AutoWeek' tatsächlich ein Angebot abgegeben, die Königsklasse zurückzuholen.

Rene Arnoux, Niki Lauda

Bis 1983 fuhr die Formel 1 in Long Beach, kommt sie 2019 wieder? Zoom

So wurde im vergangenen Oktober eine Ausschreibung gestartet, in der ein Promoter für einen jährlichen Formelsport-Event gesucht wird. Dieser Event soll neben Rahmenrennen auch ein Programm mit weiteren Aktivitäten bieten, das ein Weltklasse-Autorennen mit familienfreundlicher Unterhaltung verspricht, wie es heißt - dabei ist explizit nur von Formel 1 und IndyCar die Rede.

Mit dem Event möchte man die lokale Wirtschaft stärken, nationale und internationale Aufmerksamkeit auf die Stadt lenken und mehr Fans anlocken - rund 180.000 zieht die IndyCar-Serie an drei Tagen zum Event. Allerdings sind diese meist Einheimische und sorgen so nicht gerade für Umsatz in Restaurants und Hotels in der Gegend - die Formel 1 könnte diesen Umstand ändern.


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Eigentlich wurde die Deadline der Ausschreibung für den 28. Oktober 2016 gesetzt, aber aufgrund der "komplizierten Regularien für die Formel 1" noch einmal ausgeweitet - ein deutlicher Hinweis, dass man sich um ein Formel-1-Rennen bemüht. Zwar sind die Angebote geheim, doch es heißt, dass es zwei Vorschläge geben soll: Die Grand Prix Association of Long Beach möchte die IndyCar-Serie austragen, die World Automobile Championship of California (WACC), die vom früheren Long-Beach-Organisator Chris Pook geführt wird, die Formel 1.

Die Stadt muss sich nun entscheiden, welchen Event sie gerne an der Westküste der USA haben möchte. Allerdings hat man schon angekündigt, kein Rennen akzeptieren zu wollen, das sich nicht finanziell selbst trägt und der Stadt keine Möglichkeiten gibt, von Nebeneinkünften zu profitieren. Daran hakt es bei der Formel 1 im Vergleich zur günstigeren IndyCar-Serie.

Womöglich könnte der Besitzerwechsel zu Liberty Media aber einen Vorteil bieten, weil die Amerikaner gerne einen weiteren Lauf in den Vereinigten Staaten hätten - schon Ex-Boss Bernie Ecclestone war darauf aus und hatte bereits mit mehreren Kandidaten gute Aussichten. Pook wollte die Formel 1 schon vor drei Jahren zurückholen und machte der Stadt das Projekt schmackhaft: Modernisierung des Kurses und Renngebühr würde der Promoter zahlen, man selbst müsste lediglich für ein neues Boxengebäude sorgen, das man außerhalb der Formel 1 für andere Zwecke nutzen könnte.

"Sie haben noch keine Entscheidung getroffen", erklärt Stadtsprecher Traci Fitzharris. Es bleibt außerdem abzuwarten, wie Liberty Media die Formel 1 aufstellen will. Aktuell können sich nur Städte einen Grand Prix leisten, die bereit sind, viel Geld für ihre Bekanntschaft zu zahlen. Wenn an dieser Schraube etwas gedreht wird, dann könnten auch die Fans ein Revival von Long Beach erleben - das steht aber in den Sternen.

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