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GP Europa

Formel-1-Live-Ticker: Der Sonntag in der Chronologie

Aktuell im Formel-1-Live-Ticker: +++ Nico Rosberg gewinnt in Baku vor Sebastian Vettel und Sergio Perez +++ Funkverbot im Fokus nach Hamilton-Problem +++

19:42 Uhr

Auch Alonso über Funkverbot sauer: "Geben uns Raumschiffe"

Fernando Alonso hat sich ebenfalls zum Funkverbot geäußert. Der Spanier erklärt nach dem Rennen: "Diese Regel hat von Anfang an keinen Sinn gemacht!" Er erläutert: "Die geben uns ein Raumschiff zum Fahren mit der ganzen Technik, die wir haben, und dann bekommt du keine Informationen. Manchmal ist es schwer zu verstehen, was gerade mit dem Auto passiert und was die Lösung dafür wäre."


19:39 Uhr

Button mit Gedanken bei seinem Vater

Jenson Button gedenkt heute am Vatertag seinem verstorbenen Dad John Button. Er schreib auf Instagram: "Bin mir die Seele aus dem Leib gefahren für diese Legende. Happy Vatertag Papa, vermisse dich so sehr." Am Ende hat aber auch diese beherzte Fahrt nur für den elften Platz gereicht. "Ich musste mich hart nach vorne kämpfen", schildert der Brite. "Die Williams zu schlagen ist im Moment die größte Aufgabe für uns, erst recht auf so einem Kurs wie hier. Ich bin dennoch zufrieden, was wir erreicht haben. Das Auto lief ziemlich gut. Auf so einem Kurs hatten wir ein paar Vorteile. Der Anpressdruck war ganz gut, die Reifen liefen auch gut. Wir müssen jetzt weiter pushen und dürfen nicht aufgeben."


19:29 Uhr

Alonso: "Hatten Problem mit dem Getriebe"

Baku-Botschafter Fernando Alonso musste in Aserbaidschan das Rennen vorzeitig beenden. Er wurde in Runde 44 in die Box geschoben. Schon zuvor hat er gefunkt, dass er in manchen Kurven nicht runterschalten konnte. Nach dem Rennen erklärt der Spanier: "Wir hatten ein Problem mit dem Getriebe. Es wurde immer schlimmer, sodass wir uns entschieden haben, das Rennen zu beenden, um nichts am Motor zu beschädigen. Das ist schade. Aber wir waren sowieso raus aus den Punkten, sodass es nicht ganz so schlimm ist." Vor dem Ausfall lag er auf der 14. Position.



Fernando Alonso McLaren McLaren Honda F1 ~Fernando Alonso (McLaren) ~

19:24 Uhr

Williams trotz Topspeeds nur im Mittelfeld

Valtteri Bottas und Felipe Massa konnten das Potenzial des Mercedes-Antriebs mit ihrem Williams an diesem Wochenende nicht ausschöpfen. Aus dem Ziel aufs Podium zu fahren, ist nichts geworden. Bottas erklärt im Nachhinein auch warum: "Der Grip in den Kurven (hat gefehlt; Anm. d. Red.). Die Höchstgeschwindigkeit war gut, wodurch ich am Anfang einige Autos überholen konnte. Aber der Grip in den Kurven hat nicht gut funktioniert", so der Finne, der am Ende Sechster wird.

Teamkollege Massa (10.) wird noch deutlicher: "Ein schreckliches Rennen, eines zum Vergessen. Ich hatte große Probleme mit den Reifen, sie haben nicht funktioniert. Die Hinterreifen bauten viel stärker ab als gedacht." Rob Smedley fügt hinzu: "Das Team arbeitet sehr gut, aber die Pace des Autos passt nicht. Wir nehmen von diesem Rennen mit, dass wir im Vergleich zu Force India nicht die Pace haben."

Felipe Massa Williams Williams Martini Racing F1 ~Felipe Massa (Williams) ~

19:17 Uhr

Vettel bedankt sich bei Räikkönen

Sebastian Vettel stoppte im Gegensatz zu seinen Konkurrenten erst in Runde 21 und holte sich einen frischen Soft-Satz ab. Er wurde eigentlich schon früher an die Ferrari-Box gebeten, blieb aber nach Diskussionen mit dem Team noch auf der Strecke. "Wir waren uns dem Risiko bewusst, dass uns der Red Bull überholt. Aber ich war mir ziemlich sicher, dass wir auf den frischeren Reifen gut vorbeikommen können. So weit kam es aber gar nicht."

Dass sich Vettel und Räikkönen gut verstehen, konnte man heute auch auf der Strecke sehen. Der Finne konnte Vettel durch seinen Boxenstopp zuerst überholen, ließ den Deutschen dann aber durch, weil dieser auf einer anderen Strategie unterwegs war. Vettel kommentiert im Nachhinein: "Kimi hat uns überholen können, weil er auf frischeren Reifen war. Als Team haben wir dann versucht das beste Ergebnis für uns beide herauszuholen. Zu dem Zeitpunkt, als Kimi uns durchgelassen hat, war noch nicht ganz klar, wie viel Druck noch von hinten kommen würde. Ich konnte zu dem Zeitpunkt schneller fahren und bin dankbar, dass es so einfach geklappt hat. Ich habe mir selbst noch gedacht, dass ich ihn wieder vorbei lassen würde, wenn ich nicht die Pace gehabt hätte, um davonzuziehen."


19:10 Uhr

Thema Plastikplanen: "Es fehlen Mülltonnen"

Zu Beginn des Rennens haben blaue Plastikplanen für Aufregung gesorgt. Diese haben sich an den Flügeln der Boliden verfangen. Sebastian Vettel war ein Leidtragender: "Gott sei Dank habe ich sie nicht ins Gesicht bekommen, sonst hätte ich nichts mehr gesehen. Aber dann hätte ich sie wenigstens wegreißen können. Es ist ein toller Ort hier und eine tolle Strecke, aber es fehlen irgendwie die Mülltonnen. Es gab unheimlich viel Dreck - Plastikflaschen und Plastiktüten auf der Strecke. Das kann wie in meinem Fall in die Hose gehen, es kann aber noch viel schlimmer kommen, wenn es irgendwie in die Kühlung kommt. Dann ist das Rennen zu Ende. Daran kann man mit Sicherheit noch arbeiten", fordert der vierfache Weltmeister.

Sebastian Vettel Ferrari Scuderia Ferrari F1 ~Sebastian Vettel (Ferrari) ~

19:02 Uhr

Vettel gibt sich als Journalist aus & sorgt für Lacher

In der FIA-Pressekonferenz wird üblicherweise nach den einleitenden Fragen das Wort an die anwesenden Journalisten übergeben. Die erste Frage aus dem Publikum kam diesmal aber von Sebastian Vettel, der sich sogar mit "Sebastian Vettel – Scuderia Ferrari" vorstellte.

Vettel: "Frage an alle: Wer hat in Le Mans gewonnen?"

Antwort: "Porsche."

Vettel: "Wie konnte Toyota das noch verlieren?"

Antwort: "In der letzten Runde ausgeschieden."

Vettel: "Ausgeschieden? Fuuuuuck, ah Entschuldigung."

Sebastian Vettel Ferrari Scuderia Ferrari F1 ~Sebastian Vettel (Ferrari) ~

18:57 Uhr

Probleme mit der Radaufhängung bei Toro Rosso

"Wir konnten das Ziel mit beiden Autos nicht erreichen, da wir Probleme mit der hinteren Radaufhängung hatten. Wir müssen die Autos nun auseinander bauen, um den genauen Grund dafür herauszufinden. Es sieht danach aus, als wären die Dämpfer steckengeblieben, wodurch die normale Bewegung der Aufhängung gestört wurde", erklärt Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost nach dem Baku-Grand-Prix. Daniil Kwjat musste bereits in Runde acht aufgeben, Carlos Sainz in Runde 33.


18:47 Uhr

Thema Funkverbot: "Ein Witz" findet Vettel

Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen mussten heute im Rennen erfahren, was es heißt, dass die Renningenieure keine Auskünfte über die Autos geben dürfen. Hamilton steckte im falschen Motorsetting, Räikkönen wollte ebenfalls etwas zum Ferrari wissen. Sebastian Vettel kommentiert die Thematik bei 'Sky Sports F1' wie folgt: "Es ist ein Witz, weil es nicht viel ändert. Es gibt vieles, was du fragen willst, aber nicht darfst. Gleichfalls gibt es vieles, was uns das Team gerne sagen würde. Ich denke nicht, dass du schneller fährst, wenn dir das Team sagt, was gerade passiert. Manche haben aber auch eine andere Meinung dazu. Wie gesagt, es ändert nicht viel. Man hat nur weniger Funkverkehr zum Übertragen, und daher auch weniger für die Leute draußen."


18:38 Uhr

Glock kritisiert Räikkönen & glaubt nicht an Ferrari-Angriff

Timo Glock war an diesem Wochenende wieder für 'RTL' im Einsatz und hat in der Analyse über die Leistung von Ferrari gesprochen. Mit Kimi Räikkönen war er nicht zufrieden - im Gegensatz zu Sebastian Vettel: "Sebastian hat das Maximum rausgeholt und hat es dem Team wieder gezeigt, auch gegenüber Kimi, der sich wieder einen Fehler erlaubt hat, den er sich nicht erlauben darf. Erst recht nicht, wenn der große Chef hier ist. Da hat Sebastian den perfekten Job gemacht, hat alles optimal umgesetzt und hat das absolute Maximum rausgeholt", lobt er den Deutschen. "Jetzt muss Ferrari schauen, dass man diesen Speed auch im Qualifying hinbekommt. Dann kann man Mercedes vielleicht mal in der einen oder anderen Situation mehr ärgern."

Der DTM-Pilot glaubt nicht daran, dass die Roten den Silbernen in diesem Jahr noch richtig gefährlich werden könnten: "Von der ersten Runde an war Mercedes hier überlegen. Da hat Mercedes den Vorteil, man hat so viel in der Hinterhand. Nico ist heute eine Sekunde schneller gefahren als Ferrari und der Rest, da kann man sich das gut einteilen. Man ist nie diesem Druck ausgesetzt, man müsse unbedingt etwas tun. Man hat immer genug in der Hinterhand, um einen Schritt nachzulegen. Daher wird sich Ferrari sehr schwer tun, dieses Loch bis Ende des Jahres aus eigener Kraft zu schließen."


18:32 Uhr

Perez: "Wochenende hat mich fünf Jahre älter gemacht"

Sergio Perez hat bei 'Sky Sports F1' nun ausführlicher zu seinem siebten Formel-1-Podest Stellung genommen: "Ich bin so zufrieden, dass dieses Wochenende so toll gelaufen ist. Gleichzeitig hat mich dieses Wochenende glaube ich fünf Jahre älter gemacht", scherzt er. "Gestern waren schon so viele Emotionen dabei mit meinen Fehler im Freien Training und der Strafe." Perez crashte am Vormittag, woraufhin sein Getriebe gewechselt werden musste und er fünf Startplätze zurückverstetzt wurde - sonst wäre er von Platz zwei aus ins Rennen gegangen.

"Wir wussten, dass wir die Pace haben, aber wir mussten ein perfektes Rennen abliefern, um auf das Podium zu kommen. Nach so einem schwierigen Wochenende so etwas zu schaffen, ist ein unglaubliches Gefühl" schildert der Mexikaner.


18:16 Uhr

Ricciardo: "Zwei Stopps waren nicht geplant"

Und auch Daniel Ricciardo (7.) spricht den hohen Verschleiß bei Red Bull an. Er wechselte in Runde sieben von Supersoft auf Soft und in Runde 23 auf den Medium. "Wir hatten zu Beginn massive Probleme mit den Hinterreifen, kein Grip. Es hat sich so angefühlt, als wären sie einfach zu heiß geworden. Das kam sehr unerwartet. Die zwei Stopps waren nicht geplant, wir waren dazu gezwungen. Mit dem, was wir hatten, hätten wir nichts besser machen können. Das war das Maximum heute."

Mit dem Medium konnten beide Red Bull sogar noch Nico Hülkenberg hinter sich halten: "Das war das Highlight für mich. Ich war ein paar Sekunden hinter Hülkenberg für eine recht lange Zeit und mir nicht sicher, ob ich ihn einholen können würde", schildert Ricciardo. "Doch am Ende kam ich ihm immer näher. Das hat mich etwas glücklicher gemacht. Mit dem Mediumreifen hatten wir eine bessere Pace. Mit den eigentlichen Rennmischungen Soft und Supersoft ging gar nichts. Das müssen wir verstehen. Es ist nicht so sehr der siebte Platz, der so enttäuschend ist, sondern die Tatsache, dass wir zweimal stoppen mussten."


18:12 Uhr

Verstappen: "Vergangene zwei Wochen waren nicht die besten"

Max Verstappen (8.) stimmt Helmut Marko vollständig zu mit seinen Schilderungen: "Am Ende konnte ich auf die Fahrer vor mir ordentlich aufholen", da hatte er schon die Mediums drauf. "Die Soft- und Supersoftreifen sind uns hinten völlig eingegangen. Auf dem Mediumreifen waren wir dann konkurrenzfähig. Ich wäre fast Siebter geworden - und das von ziemlich weit hinten. Mit dem letzten Stint können wir zufrieden sein." Nur Romain Grosjean und Pascal Wehrlein fuhren sonst den Medium im Rennen.

Das Problem müsse man sich anschauen, fordert der Niederländer. "Die letzten zwei Wochen waren nicht die besten für uns, was das Renntempo angeht."


18:09 Uhr

Was war bei Red Bull los?

Red Bull hat sich viel ausgerechnet in Baku. Daniel Ricciardo startete auf der zweiten Position und landete am Ende nur auf Platz sieben, einen vor Max Verstappen, der als Neunter ins Rennne ging. Helmut Marko äußert sich im 'ORF' enttäuscht über die Leistung seines Teams: "Wir haben ein Problem mit den Supersoft- und den Soft-Reifen gehabt. Die sind nach wenigen Runden komplett eingebrochen. Pirelli hat keine Erklärung, wir auch nicht. Wenn wir gleich auf den harten Reifen gewechselt hätten, dann wäre Platz drei, vier drin gewesen. Aber warum, wissen wir nicht", gibt sich der Österreicher ratlos.

"Max Verstappen ist zum Schluss die Zeiten von der Spitze gefahren mit einem Reifen, der mindestens eine halbe Sekunde langsamer ist. Also irgendwas im Setup haben wir vielleicht zu sehr auf Qualifying getrimmt, weil beide Softreifen nicht funktioniert haben." Ricciardo und Verstappen fuhren jeweils eine Zweistoppstrategie mit Supersoft-Soft-Medium.


18:03 Uhr

Hülkenberg: "Aus dem letzten Loch gepfiffen"

Nachdem Nico Hülkenberg sich gestern durch die Qualifikation auf den zwölften Rang einiges verbaut hatte, folgte im Rennen der nächste Dämpfer. Dass sein VJM09 schnell ist, hat Teamkollege Perez bewiesen, der Deutsche konnte daraus aber nur mäßig Kapital schlagen. Im Interview mit dem 'ORF' erklärt der Le-Mans-Sieger: "Beim Start bin ich eigentlich gut weggekommen, aber am Ausgang der ersten Kurve hat mich jemand getroffen und ich habe mich fast gedreht. Ich habe direkt wieder ein paar Positionen verloren und musste erst durch den Verkehr durch."

Er startete auf den Soft-Reifen und wechselte in Runde 20 auf Supersoft: "Selbst auf den Soft-Reifen, auf denen ich gestartet bin, kam die Pace aber nicht so richtig zum Tragen. Wir dachten eigentlich, dass die Pace kommt, wenn ich erst mal durch den Verkehr durch bin. Aber irgendwie hat sich das Auto heute sehr schwierig angefühlt, das Heck war sehr nervös. Dann mussten wir etwas riskieren und sind sehr früh auf die Supersofts. Es war ein Risiko, weil es fast 30 Runden auf den Supersofts waren und am Ende waren die Reifen ziemlich rasiert."

Bei 'Sky' fügt er hinzu: "Wir hatten die klare Intention, die Einstopp-Strategie zu machen." 31 Runden auf dem Supersoft waren schlussendlich aber doch zu viel des Guten: "Das ging eine Zeit lang gut - aber am Ende habe ich dann aus dem letzten Loch gepfiffen und war froh, das Auto überhaupt auf der Strecke zu halten."


17:56 Uhr

Fernley: Räikkönen-Manöver wäre nicht notwendig gewesen

Bob Fernley von Force India hat im Gespräch mit 'Sky Sports F1' erklärt, dass sich das Team am Ende des Rennens Sorgen gemacht hat: "Dass er Kimi am Schluss überholt hat, machte uns etwas Sorgen. Er hätte eigentlich bleiben können, wo er war. Aber für das Team ist das natürlich ein weiterer großer Boost. Es zeigt, dass unser Team in der Spur ist." Da Kimi Räikkönen am Ende fünf Sekunden aufgebrummt bekam, hätte es keinen Unterschied gemacht, ob Perez ihn noch auf der Strecke überholt oder nicht.