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Formel-1-Live-Ticker: Ferrari dachte über Platztausch nach!

Aktuell im Formel-1-Live-Ticker: +++ Vettel mit erstem Saisonsieg 2019 +++ Leclerc kritisiert Team für Strategie +++ Platztausch war Option für Ferrari +++

18:46 Uhr

Ferrari dachte über Platztausch nach

Nachdem Sebastian Vettel mittels eines Undercuts an Charles Leclerc vorbeigekommen war, hat Ferrari laut Teamchef Mattia Binotto in Erwägung gezogen, einen Platztausch zwischen den beiden Piloten anzuordnen. Am Ende aber entschied man sich dagegen - und ringt jetzt mit dieser Entscheidung, ob sie gut gewesen sei oder nicht. Das sagte der Teamchef in der Ferrari-Medienrunde nach dem Rennen in Singapur. Man habe schlicht unterschätzt, wie groß der Vorteil des Undercuts sein könnte.

20:57 Uhr

Und noch einer kommt gelaufen ...

TV-Bilder des französischen Senders Canal+ zeigen, wie Mercedes-Sportchef Toto Wolff ein Interview abbricht, als Lewis Hamilton nach dem Rennen in die Box zurückkehrt. Wolff sieht Hamilton und sagt nur schnell: "Warte mal eben eine Sekunde", dann hetzt er Hamilton hinterher.

Später sagte er: "Wir sind an einen Punkt gekommen, an dem wir Fehler zugeben. Wir entschuldigen uns beieinander. Die Fahrer untereinander, uns gegenüber, wir ihnen gegenüber. […] All die Jahre haben wir versucht, eine Umgebung zu schaffen, in der es erlaubt ist, auszusprechen, dass wir nicht gut genug waren."


20:46 Uhr

Respekt beruht auf Gegenseitigkeit

Lewis Hamilton ist nach der Siegerehrung und nach der Pressekonferenz noch einmal "privat" zu Sebastian Vettel gegangen, um ihm zu gratulieren. Hier ist die Szene im Video, aus dem sogenannten Bullring für TV-Medien!

Hamilton sagt: "Glückwunsch, Mann! Klasse gemacht. Ich freue mich wirklich für dich."

Anschließend umarmen sich die beiden Formel-1-Piloten noch.


20:34 Uhr

Vettel: Titelkampf gegen Hamilton "sehr schwierig"

Angesichts der Situation in der Fahrerwertung scheint Sebastian Vettel nur geringe Chancen zu sehen, dass Lewis Hamilton 2019 nicht erneut Weltmeister wird. Nach Singapur sagte Vettel: "Ich bin sicher, es wird sehr schwierig, ihm diesen Titel in diesem Jahr noch zu nehmen. Wenn es klappt für ihn, hat er das total verdient."

"Wenn man sich Lewis' Rekorde ansieht in den vergangenen Jahren, dann ist das sehr beeindruckend. Ich kann nur meinen allergrößten Respekt zollen vor seinen Leistungen."


20:24 Uhr

Natürlich geht's noch um was!

Ferrari scheint nach den jüngsten Erfolgen auf Kurs zu WM-Platz hinter Mercedes zu liegen, hat Red Bull derzeit gut im Griff. Doch in der Fahrerwertung ist tatsächlich noch einiges zu holen, nämlich P2 hinter Lewis Hamilton, dem aktuellen WM-Spitzenreiter.

Dessen Vorsprung scheint vor den noch ausstehenden Rennen zu groß zu sein, aber Valtteri Bottas muss eventuell um seinen Verfolgerrang zittern: Mit Charles Leclerc, Max Verstappen und Sebastian Vettel schielen gleich drei weitere Fahrer auf die Position "Best of the Rest" hinter Hamilton!


20:16 Uhr

Und wofür das Ganze?

Geht es Ferrari eigentlich noch um den Titelkampf 2019 oder hat man die Saison schon lange abgeschrieben? Eine berechtigte Frage nach dem Aufschwung der vergangenen Wochen. So antwortet Ferrari-Teamchef Mattia Binotto: "Wir fahren hier nicht um die Ehre. Wir versuchen Rennen für Rennen, jedes einzelne davon zu gewinnen."

"Es geht nicht darum, sich Gedanken über die Meisterschaft zu machen", so Binotto weiter. "Wir wollen in dieser Saison unser Bestes geben. Unser Bestes ist, sicherzustellen, dass wir uns ordentlich auf die nächste Saison vorbereiten."

Was sich durchaus interpretieren lässt als: An die eigenen Titelchancen glaubt Ferrari nicht mehr, wohl aber an eine Entwicklungsarbeit, die Hoffnung für 2020 macht.


20:00 Uhr

Ferrari hat sich selbst verschätzt

Toto Wolff attestiert Ferrari, selbst nicht genau geahnt zu haben, was der Undercut von Sebastian Vettel anrichten würde. Teamchef Mattia Binotto bestätigt diese Annahme und erklärt: "Der Undercut war deutlich effektiver als erwartet. Wir reden von 3,9 Sekunden [, die Vettel damit gewonnen hat]. Mit so viel hatten wir nicht gerechnet. Wir waren eher davon ausgegangen, dass Charles [Leclerc] vor Sebastian bleiben würde."

Das Timing des Undercuts von Vettel sei unstrittig, meint Binotto weiter. "Verstappen war bereit für den Boxenstopp. Das wussten wir. Die beste Möglichkeit, Sebastians Position zu verteidigen, war ebenfalls einen Stopp einzulegen. Da gibt es keine Diskussion. Anschließend haben wir auch den Stopp von Charles richtig getimt."


19:48 Uhr

Mercedes-Stratege übernimmt Verantwortung

James Vowles übernimmt die Verantwortung für das Abschneiden von Mercedes in Singapur, wie Toto Wolff berichtet. "James kam nach der Strategieentscheidung mit breiter Brust zu uns und sagte als erstes: 'Ich habe Mist gebaut.' So machen wir das aber schon seit Jahren. Wir haben ein Umfeld geschaffen, in dem du sagen kannst, dass wir nicht gut genug gewesen sind. Man darf Fehler zugeben, wir entschuldigen uns ständig beieinander. Und heute war es eben kein Fehler auf Seiten der Fahrer", sagt Wolff.

Die Entscheidung, mit Lewis Hamilton sieben Runden länger zu fahren als die Konkurrenz, sei rückblickend "nicht besonders toll" gewesen, so der Mercedes-Sportchef weiter. "Der Undercut [von Ferrari] war aber auch viel besser als alle es erwartet hatten."


19:34 Uhr

Auch Mercedes "hat es vermasselt"

Mercedes-Sportchef Toto Wolff teilt das Gefühl von Max Verstappen: Auch sein Team habe in Singapur nicht das Maximale herausgeholt, sagt Wolff. "Ich kann euch sagen, wir alle sind verärgert. Gerade hatten wir ein Treffen mit den Ingenieuren und den Fahrern. Unser Eindruck ist: Wir haben es an diesem Wochenende einfach vermasselt."

Am meisten grämt sich Wolff wegen des verpassten Undercuts im Rennen, der andererseits Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel zum Sieg verholfen hat. "Diese Chance ist uns entgangen", sagt Wolff.

"Danach sind wir das Risiko eingegangen, P3 zu verlieren, indem wir unsere Position gegen Max verteidigen wollten. Das war ein Risikospiel, unsere einzige Chance zum Overcut. Doch dann fielen die Rundenzeiten von Lewis [Hamilton] in den Keller, ganz plötzlich, und damit war es Game Over für uns."


19:21 Uhr

Verstappen: Singapur als "kleiner Weckruf" für Red Bull

Eigentlich hatte sich Red Bull in Singapur Siegchancen ausgerechnet, doch was folgte, war Ernüchterung. Max Verstappen fasst zusammen: "Im Qualifying hat uns klar die Pace gefehlt, das Podium ist aber schlussendlich noch ein gutes Ergebnis."

Alles in allem sei Red Bull in Singapur hinter den Erwartungen zurückgeblieben. "Vielleicht war das ein kleiner Weckruf", meint Verstappen. "Wir müssen einfach weiter pushen. Es gibt noch Arbeit zu tun."

Bereits vor dem Rennen hatte Verstappen erklärt, die Chassis-Dominanz seines Teams aus vergangenen Jahren gäbe es in dieser Form nicht mehr.


19:11 Uhr

Statistik: Leclerc verpasst Siegfolgen-Rekord

Damon Hill hat es geschafft, auch Mika Häkkinen. Doch Charles Leclerc ist es nicht gelungen, seinem ersten Formel-1-Sieg gleich noch zwei weitere folgen zu lassen. Diesen Rekord halten also weiterhin die beiden Ex-Champions.

Das ist nur eine interessante Statistik aus dem Singapur-Grand-Prix 2019. Dann hätten wir noch die Führungsrunden von Antonio Giovinazzi im Alfa Romeo C38, den ersten Führungsrunden eines Fahrzeugs in diesem Jahr, das nicht von Ferrari, Mercedes oder Red Bull eingesetzt wird. Es waren sogar die ersten Führungsrunden für das Team (Sauber) seit Barcelona 2013 und die ersten für Alfa Romeo seit Spa 1983!

Außerdem ging eine Serie bei Red Bull zu Ende: Erstmals seit 2009 erzielte das Team in Singapur keinen ersten oder zweiten Platz, sondern wurde mit Max Verstappen "nur" Dritter.

Mehr solcher Daten und Fakten findest du in unserer Formel-1-Datenbank!


19:02 Uhr

Video: Die entscheidende Szene

Hier ist zu sehen, wie Sebastian Vettel und Charles Leclerc nacheinander zum Boxenstopp abbiegen und anschließend in umgekehrter Reihenfolge wieder auf der Strecke landen. Inklusive Erstreaktion von Leclerc am Funk!


18:41 Uhr

Premiere: Kein Bonuspunkt für schnellste Runde!

Das hatten wir in diesem Jahr noch nicht: Sollte ein Fahrer die schnellste Rennrunde drehen, der aber nicht in den Top 10 abgewinkt wird, dann wird die schnellste Rennrunde nicht mit einem Bonuspunkt belohnt. In Singapur war es soweit: Weil Haas-Fahrer Kevin Magnussen auf frischen Reifen die Bestzeit markierte und keine Punkte holte, ist die schnellste Rennrunde für ihn nichts wert.

Was an der Magnussen-Bestzeit mit Blick auf 2018 besonders ist, wer dieses Jahr die meisten schnellsten Rennrunden hingelegt hat und wo der Allzeit-Rekord seit Einführung des Awards in der Saison 2014 steht, das erfährst du in unserer Übersicht!


18:37 Uhr

Untersuchungen abgeschlossen!

Die restlichen Untersuchungen der Rennkommissare in Singapur sind abgeschlossen. Es gibt keine weiteren Strafen.

Im Fall Daniil Kwjat vs. Kimi Räikkönen und im Fall Romain Grosjean vs. George Russell stellten die FIA-Offiziellen ihre Ermittlungen ohne Ergebnis ein. Begründung: Bei beiden Kollisionen habe es nicht einen Fahrer gegeben, den sie hätten als Hauptschuldigen ausmachen können. Daher: Rennunfall, abgehakt.


18:20 Uhr

Die animierte Rundentabelle

Ergänzend zur Auflistung der jeweiligen Reifenstrategien hier noch unsere animierte Rundentabelle. Anhand dieser kannst du nachvollziehen, welcher Fahrer wann welche Position übernommen hat und wie sehr die diversen Zwischenfälle die Reihenfolge durcheinander gebracht haben!

Hier die animierte Rundentabelle abrufen!


18:11 Uhr

Giovinazzi erhält Zehn-Sekunden-Strafe

Alfa-Romeo-Fahrer Antonio Giovinazzi hat eine nachträgliche Zehn-Sekunden-Zeitstrafe erhalten, die allerdings keine Auswirkung auf seine Position im Rennergebnis hat. Der Vollständigkeit halber aber sei die Sanktion hier erwähnt.

Giovinazzi hat nach Ansicht der Rennkommissare bei einem Zwischenfall in Kurve 8 nicht ausreichend Platz gelassen zur Unfallstelle. In der Urteilsbegründung heißt es: "Der Rennleiter hatte alle Autos angewiesen, aufgrund der Arbeiten durch Kran und Sportwarte auf der rechten Seite der Stelle zu bleiben. Es wurde doppelt Gelb geschwenkt. [...] Giovinazzi fuhr in den Augen von Rennleiter und Rennkommissaren zu dicht an den Kran und die Sportwarte heran." Weil es sich um eine "potenziell gefährliche Situation" gehandelt habe, gab es die Zeitstrafe.


18:04 Uhr

Die Reifenstrategien im Rennen

Wie war das noch gleich mit den Boxenstopps? Wer kam wann zum Service und hat dann welche Reifen mitgenommen? Die folgende Grafik gibt Aufschluss und beantwortet genau diese Fragen!

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