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GP Türkei

Formel 1 Istanbul 2020: Der Freitag in der Chronologie

Aktuell im Formel-1-Liveticker: +++ Viele Dreher, langsame Zeiten und harte Kritik +++ Wären weichere Reifen die Lösung gewesen? +++ Erste Gridstrafe der Saison +++

16:49 Uhr

Albon: Fühlt sich nicht normal an

"Es ist seltsam, weil es sich nicht normal anfühlte", berichtet der Red-Bull-Pilot und erklärt: "Es ist ein bisschen, als würde man ein Driftauto fahren. Man rutscht herum, was Spaß macht, aber so fühlt sich ein Formel-1-Auto normalerweise nicht an." Er schildert: "Man muss aus seiner Komfortzone gehen und pushen, damit die Reifen funktionieren. Man rutscht überall, aber das ist der einzige Weg, sie zum Funktionieren zu bringen." Hört sich nicht besonders spaßig an.

18:19 Uhr

Das war's für heute!

Damit drehen wir unseren Ticker nach dem frühen Start für heute auch zu. Auf unserem Portal geht es am Abend aber natürlich noch weiter, und wir lesen uns dann morgen zu einer neuen Ausgabe wieder. Zur Erinnerung: FT3 startet bereits um 10:00 Uhr, dementsprechend früh geht es auch bei uns wieder los. Das Qualifying startet um 13:00 Uhr. Wir lesen uns dann hoffentlich wieder. Hab noch einen schönen Abend, schlaf gut und bis morgen!


Fotos: Grand Prix der Türkei, Freitag



18:13 Uhr

Coronazahlen der Formel 1

Die Formel 1 hat ihre übliche Coronabilanz der vergangenen Woche veröffentlicht. Insgesamt habe man zwischen dem 6. und 12. November 2.543 Tests durchgeführt, von denen neun positiv ausgefallen seien. Allerdings haben wir gestern ja bereits darüber berichtet, dass diese Statistik nicht die privaten Tests der Teams beinhaltet. Die Dunkelziffer der positiven Fälle dürfte also höher sein.


18:06 Uhr

Albon: Red Bull lässt sich weiter Zeit

Noch immer ist nicht klar, ob Albon auch 2021 an der Seite von Verstappen fahren wird. Und laut Teamchef Christian Horner wird sich eine Entscheidung auch noch etwas ziehen. Man wolle Albon "so viel Zeit wie möglich" geben, sich zu beweisen. Und weil es sonst sowieso keine anderen Cockpits für 2021 mehr gebe, könne man sich auch noch etwas Zeit lassen. "Alex' Vertrag erlaubt es uns, diese Entscheidung erst nach Saisonende zu treffen", verrät Horner. Könnte also noch dauern.


17:57 Uhr

Mercedes erwartet schwieriges Wochenende

Mercedes nur dritte Kraft? Klingt nicht wirklich wahrscheinlich, doch Andrew Shovlin warnt: "Obwohl wir während der Trainings einige Lösungen versucht haben, blieb der Performance-Unterschied zu Red Bull bestehen, und auch Ferrari schien oft vor uns zu liegen." Für das Qualifying sei man aktuell "in keiner großartigen Verfassung", so Shovlin, der erklärt: "[Wir] müssen mit einer harten Zeit rechnen, wenn wir über Nacht keine deutlichen Fortschritte erzielen können."


17:48 Uhr

Track-Limits ab morgen in drei Kurven überwacht

Die FIA hat bei der Überwachung der Track-Limits noch einmal nachgebessert. Ab morgen werden diese am Ausgang der Kurven 1, 6 und 14 elektronisch überwacht. Da dürfen wir uns im Qualifying wohl wieder auf einige gestrichene Zeiten "freuen". Heute wurden die Limits lediglich in den Kurven 1 und 14 gecheckt.


17:40 Uhr

Vettel über sein Helmdesign

Auch dazu hat sich der viermalige Weltmeister geäußert. Er erklärt: "Es ist die Nachricht, die entscheidend ist. Wir haben sehr viel darüber gesprochen Anfang der Saison, und wie immer geht sowas dann oft schnell verloren. Damit das eben nicht passiert, ist es auch der richtige Ort, um die Nachricht zu senden. Stichwort Diversität. Ich glaube, dass man die Scheuklappen wegnimmt und einerseits akzeptiert, dass es Unterschiede gibt, aber dass man eben keine Unterschiede macht und jeden so nimmt, wie er ist, und nicht schon in eine Kiste steckt aufgrund von irgendwelchen unterschiedlichen äußerlichen Merkmalen."


Fotostrecke: Fotostrecke: Sebastian Vettels Helmdesign "Together As One"


17:33 Uhr

Vettel: Warum lief es heute besser?

Der Deutsche beendete den Tag auf P8 und war zwischenzeitlich sogar noch weiter vorne dabei. Das ist für seine Verhältnisse in diesem Jahr bereits ein Erfolg. Woher kam dieser Sprung? "Ich bin nicht sicher", grübelt er und erklärt: "Es war so rutschig, dass es mehr darum ging, einen Rhythmus zu finden und auf der Strecke zu bleiben. Es wurde immer schneller. Ich glaube nicht, dass es einen besonderen Grund gibt."

"Ich denke, das Feld wird sich morgen zusammenschieben", prophezeit er zudem und erklärt: "Im ersten Training haben wir große Abstände gesehen. Viele hatten Probleme, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Da waren wir heute halt auf der etwas besseren Seite. Wenn es morgen bewölkt ist, wird das natürlich noch schwerer. Heute hat es bei uns ganz gut geklappt, und ich hoffe, dass das morgen auch der Fall ist."


17:22 Uhr

Stroll: Wird nicht viel besser werden ...

Die große Frage lautet nun, ob es morgen besser wird oder nicht. Der Racing-Point-Pilot glaubt nicht daran und erklärt: "Ich würde nicht davon ausgehen, dass es im Laufe des Wochenendes signifikant besser wird." Damit schließt er sich der Meinung von Hamilton an. Andere Piloten haben dagegen noch Hoffnung. Stroll-Teamkollege Perez erklärt übrigens, dass man trotz der Bedingungen "eine Menge gelernt" habe. Auch wenn es sich angefühlt habe, als fahre man auf einem "Marmorboden" ...


17:12 Uhr

Ocon schildert: "Wie auf Intermediates"

"Es war ein schwieriger Tag", berichtet auch der Renault-Pilot und erklärt: "Es waren wahrscheinlich die schwierigsten Bedingungen, bei denen ich je gefahren bin. Es war sehr rutschig. Ich würde es am ehesten so vergleichen, dass es sich angefühlt hat, als würde man auf Intermediates fahren - nur dass wir auf Slicks waren." Teamkollege Ricciardo findet es derweil "frustrierend", denn eigentlich sei Istanbul eine gute Strecke. Ohne Grip macht es aber natürlich nur halb so viel Spaß.


17:01 Uhr

Grosjean fürchtet: Überholen wird schwierig

Die Strecke wird zwar immer besser, doch das gilt nur für die Ideallinie. "Das wird das Überholen schwierig machen", grübelt Grosjean daher und erklärt: "Wenn man von der Ideallinie abkommt, dann ist das Gripniveau wieder so wie heute morgen." Keine guten Aussichten also. Teamkollege Magnussen ergänzt: "Es war ziemlich verrückt, aber auch irgendwie auch eine coole Erfahrung." Die Haas-Piloten landeten auf P18 und P19. Also da, wo man sie auch bei normalen Bedingungen erwarten würde.


16:37 Uhr

Sainz: "Seltsamster Freitag meines Lebens"

Auch der Spanier schließt sich der grundsätzlichen Kritik an. "Es war die seltsamste Session, die ich in meinem Leben gefahren bin, der seltsamste Freitag", erklärt er und verrät: "Wir hatten erwartet, hier 1:23 oder 1:24 zu fahren. Am Morgen war es 1:45. Man kann sich vorstellen, wie schwierig es war." Teamkollege Norris fühlte sich wie in der "Driftschule", hatte aber zumindest Spaß.

Zudem hofft das Geburtstagskind, dass die schwierigen Bedingungen Möglichkeiten für Überraschungen bieten könnten. So war es ja zum Beispiel in Portimao, als Sainz nach dem Start plötzlich in Führung lag. "Es wird nicht leicht, aber wir haben an diesem Wochenende eine Chance, einige Punkte mitzunehmen", hofft Norris. Auch das Wetter könne dabei eine Rolle spielen.


16:27 Uhr

Weichere Reifen? Verstappen widerspricht Hamilton

Der Niederländer glaubt übrigens nicht, dass es mit weicheren Reifen besser laufen würde. Er erklärt: "Der Asphalt bietet einfach keinen Grip. Natürlich könnte man noch weichere Reifen verwenden, aber die würden zu Tode grainen. Das ist also nicht die Lösung." Er hoffe daher einfach, dass die Strecke sich am Samstag verbessere. Allerdings rechnet er auch damit, dass Mercedes morgen wieder auf der Höhe sein wird. Für Red Bull natürlich eher schlecht.


16:16 Uhr

Verstappen: "Positiver Tag" für Red Bull

Obwohl es kaum Grip gegeben habe, sei es "ein ziemlich positiver Tag" gewesen, berichtet der Red-Bull-Pilot, der die Tagesbestzeit setzte. "Das Auto hat ziemlich gut funktioniert", zeigt er sich zufrieden. Im Hinblick auf die Bedingungen erklärt er: "Schlimmer als beim Start von FT1 kann es nicht mehr werden."

Zwar habe es sich anschließend verbessert, doch man sei noch immer "meilenweit" von normalen Zeiten weg und fahre noch immer wie auf Eis. "Aber das ist für alle gleich, also müssen wir uns einfach daran anpassen", zuckt er die Schultern und witzelt: "Vielleicht müssen wir zu Reifen mit Spikes oder so wechseln. Das wäre ziemlich interessant ..."


16:03 Uhr

Bottas: "Es hat Spaß gemacht"

Der Finne fuhr - beziehungsweise rutschte - zu Beginn von FT1 mehrere Runden, als die Strecke in ihrem schlimmsten Zustand war. "Ich habe etwas herumgespielt, es hat Spaß gemacht", so der Finne, der in seiner Freizeit gerne die ein oder andere Rallye fährt. Trotzdem räumt auch er ein: "Es war ziemlich weit weg von dem Standard, den wir in der Formel 1 gewohnt sind." Die Bedingungen heute seien "ziemlich extrem" gewesen, weshalb er am Samstag auf Besserung hofft. "Die Strecke wird sich im Laufe des Wochenende noch deutlich verbessern", prophezeit er.


15:51 Uhr

Hamilton: "Der harte Reifen ist nutzlos"

Der Brite glaubt, dass es geholfen hätte, wenn Pirelli nicht die drei härtesten Mischungen mitgebracht hätte. Zur Erinnerung: Dort wusste man bei der Nominierung noch nichts vom neuen Asphalt. "Der harte Reifen ist nutzlos, der Medium geht so, und der weiche ist etwas besser", erklärt Hamilton. Seiner Meinung nach wäre es am besten gewesen, die drei weichsten Mischungen einzusetzen. Dafür ist es nun zu spät.

"Ich habe heute am Auto keine einzige Sache geändert", verrät Hamilton im Hinblick auf das Set-up und erklärt: "Wenn die Reifen nicht funktionieren, dann weiß man nicht, wo das Problem mit der Balance liegt. Es sind einfach nur die Reifen." Red Bull komme damit offenbar etwas besser klar. "Wir haben heute Abend auf jeden Fall einige Arbeit vor uns", so Hamilton.


15:41 Uhr

Hamilton: Ganzer Tag ein "kleines Desaster"

"Es war heute ehrlich gesagt ein kleines Desaster", ärgert sich der Weltmeister. Eigentlich sei Istanbul eine großartige Strecke, aber das Geld für den neuen Asphalt sei "verschwendet" gewesen. "Vielleicht hätten sie ihn einfach nur saubermachen sollen", zuckt er die Schultern. Die Folge sei letztendlich, dass die Reifen nicht funktionieren und man wie auf Eis fahre. "Es ist entsetzlich", so Hamilton. Es fühle sich an, als seien überall auf der Strecke nasse Stellen. Er rechne auch nicht damit, dass sich das am Samstag ändere.

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