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Force India sagt Jerez-Test komplett ab: Kreist der Pleitegeier?

Nico Hülkenbergs Force-India-Team sagt den Testauftakt in Jerez komplett ab und ist angeblich zahlungsunfähig - Steht die Pleite bevor oder kratzt man erneut die Kurve?

(Motorsport-Total.com) - Seit vielen Jahren sind die Unkenrufe Begleiter des Teams - und jetzt ist es wieder mal so weit: Force India soll vor der Pleite stehen. Das Team von Deutschlands Formel-1-Hoffnung Nico Hülkenberg wollte ursprünglich den Wintertest-Auftakt in Jerez mit dem alten Auto bestreiten, weil der neue bereits präsentierte VJM08 noch nicht einsatzbereit sei und man noch mehr Zeit im Windkanal verbringen wolle. Nun hat man aber bekanntgegeben, die vier Tage komplett abzusagen.

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Offizielles Argument: "Die Möglichkeiten, daraus etwas zu lernen, wären begrenzt gewesen, daher liegt der Fokus nun auf Barcelona." Man intensiviere aber die Bemühungen, "für die Saison 2015 bereit zu sein". Eine zweideutige Ansage, wenn man den neuesten Gerüchten Glauben schenkt. Denn laut 'f1-insider.com' wurde im Umfeld eines Treffens der Formel-1-Strategiegruppe am Dienstag in London bekannt, dass das Team momentan zahlungsunfähig sei. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone sei darüber bereits informiert worden.

Und diese Zahlungsunfähigkeit soll auch der Grund für die Streichung des ersten Tests sein: Dem Team fehlen angeblich noch wichtige Teile von Zulieferern, die auf die Begleichung der Schulden pochen. Das stimmt mit den Informationen von 'Motorsport-Total.com' überein, wonach man bei TMG in Köln, wo Force India den Windkanal nutzt, mit den Zahlungen im Rückstand ist. Der Februar gilt für das Team als Schlüsselmonat, sonst soll sogar der Saisonauftakt wackeln. Teamboss Vijay Mallya schaut sich angeblich bereits nach einem Käufer um.

Tatsächlich gab es in den vergangenen Monaten immer wieder besorgniserregende Signale aus dem Umfeld von Force India: Mallyas Partner Subrata Roy sitzt seit Februar im Gefängnis, weil er Firmeninvestoren Gelder unterschlagen hat. Mallya selbst darf nach der Pleite seiner Fluglinie selbst nur noch noch unter Auflagen seine Heimat Indien verlassen. Ausbleibende Zahlungen an den Flughafen in Hyderabbad hatten sogar zu einem Haftbefehl geführt. Das hindert ihn allerdings nicht, sein Luxusleben weiterzuführen.

Für die gebeutelten Mitarbeiter des Rennstalls ist all das nichts Neues: Es gilt im Fahrerlager seit Jahren als offenes Geheimnis, dass die Gehälter bei Force India oft erst mit Verzögerung überwiesen werden. Gleichzeitig hat man sich den Ruf als effizientestes Team der Formel 1 erworben: Regelmäßig ärgert man mit einem Bruchteil des Budgets die Top-Teams, schaffte es im Vorjahr sogar aufs Podest.


Fotos: Der neue Force India VJM08


Und kämpft gegen die hohen Kosten in der Formel 1: Ende 2014 drohte man gemeinsam mit Sauber und Lotus mit einem Streik, sollte es nicht bald eine gerechtere Verteilung der Einnahmen aus den TV-Geldern kommen. Obwohl es von Ecclestone bislang kein offizielles Einlenken gibt, hat man die Drohung dann doch nicht in die Tat umgesetzt. Es ist aber nicht auszuschließen, dass der Formel-1-Boss alle Hebel in Bewegung setzen wird, um nach dem zumindest vorübergehenden Aus für Marussia und Caterham einen Flächenbrand zu verhindern und damit einmal mehr der drohende Untergang von Force India verhindert werden kann.

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