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Force India 2015: Neues Auto erst beim zweiten Wintertest

Force India wird das neue Auto erst beim zweiten Wintertest 2015 in Barcelona enthüllen: Die Gründe für die Verzögerung bei Nico Hülkenbergs Truppe

(Motorsport-Total.com) - Jedes Jahr gibt es die Debatte, ob es clever ist, das neue Auto sofort zu präsentieren und dadurch Erfahrung zu sammeln, oder auf Risiko zu setzen und so lange wie möglich im Windkanal zu feilen. Während auch dieses Jahr die meisten Teams den Testauftakt am 1. Februar in Jerez (alle Testtermine im Überblick in unserem Testcenter) mit dem neuen Boliden bestreiten werden, tanzt Force India aus der Reihe.

Sergio Perez, Nico Hülkenberg

Perez und Hülkenberg werden den neuen Boliden erst in Barcelona enthüllen Zoom

Die Truppe aus Silverstone hat bekanntgegeben, mit dem alten VJM07 in Jerez anzutreten und den neuen VJM08 erst beim zweiten Testblock in Barcelona einzusetzen. Das bedeutet: Der neue Bolide wird seine ersten ernsthaften Kilometer vermutlich nicht vor dem 19. Februar abspulen.

Warum sich Force India Zeit lässt

"Es gibt das Argument, dass man viel mehr davon hat, wenn man diese drei Wochen nutzt, um die Entwicklung voranzutreiben, und dann ein Rollout in Barcelona macht", erklärt Force-India-Technikchef Andy Green gegenüber 'Autosport' die Hintergründe der Entscheidung. "Es gibt Vorteile und Nachteile. Es ist also nicht so klar wie 2014."

Da entschied sich Lotus trotz des völlig neuen Reglements, das neue Auto erst beim zweiten Test auf die Strecke zu schicken, und bezahlte dafür mit einem völlig verpatzten Saisonauftakt. Dazu kamen die großen Probleme von Antriebspartner Renault, die die Situation des Teams aus Enstone zusätzlich verschlimmerten.


Fotostrecke: Force-India-Präsentationen seit 2008

"Man musste den ersten Test mit der neuen Antriebseinheit und dem neuen Chassis absolvieren, musste unbedingt Kilometer abspulen", vergleicht Green 2014 mit 2015. "Dieses Jahr ist das nicht so heikel." Zudem bleibt das Team von Nico Hülkenberg Antriebspartner Mercedes treu - in Silverstone weiß das Team, das dieses Jahr den TMG-Windkanal in Köln nutzt, also genau, worauf man sich in Sachen Motor einstellen muss.

Kurskorrektur im letzten Moment

Außerdem nennt Green die spezifische Situation von Force India als Ursache für die Verzögerung: Seine Technikertruppe verirrte sich im Vorjahr in der zweiten Saisonhälfte bei der Weiterentwicklung des Boliden und erkannte erst spät, dass man einen falschen Weg eingeschlagen hatte. Die Erkenntnisse, die man bei den letzten Saisonrennen und dem Test in Abu Dhabi gewann, und deren Konsequenzen verursachten schließlich eine Verzögerung bei der Entwicklung des neuen Boliden.

"Je mehr Zeit man hat, desto besser", sagt er. Bei den letzten Saisonrennen war die Lernkurve "ziemlich steil, weshalb wir uns dachten, besser noch etwas zu warten." Dafür spricht auch die Tatsache, dass Pirelli beim Jerez-Test noch nicht die Reifen liefern wird, die dann auch während der Saison zum Einsatz kommen werden. "Die Entscheidung wäre sonst viel schwieriger", gibt der Technikchef zu. "Da sie es aber nicht sind, handelt es sich eher um einen Shakedown-Test."

Trotz der Verzögerung wird Force India allerdings am morgigen Donnerstag in Mexiko eine Präsentation abhalten - dort wird allerdings nicht der neue Bolide enthüllt, sondern die Lackierung für die kommende Formel-1-Saison.

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