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  • 13.11.2014 · 13:41

  • von Dominik Sharaf

Folgen des Teamsterbens: Wieder kein Formel-1-Börsengang?

Negativschlagzeilen bereiten dem Mehrheitseigner CVC fast drei Jahre nach dem ersten Versuch erneut ein ungünstiges Umfeld für den Schritt auf das Parkett

(Motorsport-Total.com) - Bernie Ecclestone nahm den vorläufigen Verlust Caterhams und Marussias bisher sehr gelassen hin und blickte sogar einer Königsklasse mit nur 18 Autos scheinbar entspannt entgegen. Das könnte sich jedoch ändern, schließlich soll die Sache laut 'Bloomberg' zur Folge haben, dass der geplante Börsengang der Formel 1 ein zweites Mal verschoben wird - und damit auch der große Zahltag für den Mehrheitseigner CVC Capital Partners. Der TV-Sender beruft sich auf Oliver Weingarten.

Formel-1-Flagge

Die Formel 1 befindet sich einmal mehr in stürmischen Zeiten

Der ehemalige Generalsekretär der nicht mehr existierenden Teamvereinigung FOTA wittert, dass sich das Private-Equity-Unternehmen für den Schritt auf das Parkett eine Zeit mit weniger negativen Schlagzeilen wünscht. Ecclestones Ziel muss es sein, die Interessen CVCs zu bedienen, schließlich baut seine Position auch auf der Unterstützung der Firma mit Sitz in London - das machte seine formale Entmachtung im Zuge des Münchener Bestechungsprozesses deutlich.

Der in Singapur geplante Börsengang der Formel 1 war bereits 2012 verschoben worden. Offiziell hieß es damals, die schlechte Wirtschaftslage und der Misserfolg Facebooks an der Börse seien verantwortlich. Offenbar spielten aber die juristischen Probleme Ecclestones bei der Entscheidung eine tragende Rolle. Zuletzt kursierten Berichte, CVC wolle 2015 einen zweiten Versuch starten.