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FIA-Präsident übt sanfte Kritik an Sebastian Vettel und Lewis Hamilton

Er pocht auf den Sport: FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem reagiert auf die meinungsstarken Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel und Lewis Hamilton

(Motorsport-Total.com) - Mohammed bin Sulayem gibt nicht viel auf meinungsstarke Formel-1-Fahrer. Das deutete der Präsident des Automobil-Weltverbands (FIA) im Gespräch mit 'GrandPrix247.com' an, indem er sagte: "Niki Lauda und Alain Prost ging es einzig um das Fahren."

Titel-Bild zur News: FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem mit Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel

FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem mit Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel Zoom

"Jetzt fährt [Sebastian] Vettel mit einem Regenbogen-Fahrrad herum. Lewis [Hamilton] engagiert sich leidenschaftlich für Menschenrechte. Und [Lando] Norris spricht über mentale Gesundheit."

Das sei nicht grundsätzlich falsch, meint bin Sulayem. Er sagt: "Jeder hat das Recht zu denken. Ich glaube aber, wir müssen entscheiden, ob wir unsere Haltung ständig über den Sport stellen sollten."

Wie sich bin Sulayem Glaubwürdigkeit vorstellt

Er selbst zum Beispiel gebe sich in diesem Punkt sehr zurückhaltend. O-Ton: "Ich komme aus einer arabischen Kultur. Ich bezeichne mich als international und als ein Muslim. Aber halte ich meine Meinung anderen Menschen vor? Niemals, nein!"

Bin Sulayem verweist an dieser Stelle auf die Motorsport-Funktionäre in den Vereinigten Arabischen Emiraten und sagt: "Ich beschäftige dort [Personen mit] 16 Nationalitäten. Man nenne mir einen Verband, der auf mehr kommt."

"Außerdem finden sich darunter 34 Prozent Frauen und sieben Religionen. Es sind sogar mehr Christen als Muslime vertreten. Darauf bin ich stolz, denn das schafft Glaubwürdigkeit und Wertigkeit. Aber zwinge ich ihnen meine Haltung auf? Nein."

Er lasse sich auch nicht für aktuelle Regeldebatten in der Formel 1 verantwortlich machen, meint bin Sulayem weiter: "Die Regeln sind da. Selbst jetzt kommt es zu Problemen, zum Beispiel bei Schmuck. Aber ich habe [die Regeln] nicht geschrieben."

Bin Sulayem rudert zurück

Doch Tage nach dem genannten Interview meldete sich bin Sulayem in den sozialen Netzwerken zu Wort, und zwar mit Äußerungen, die etwas anders klingen.

Denn der FIA-Präsident schreibt nun: "Als ein Rennfahrer habe ich immer an den Sport als einen Katalysator für Fortschritt in der Gesellschaft geglaubt. Deshalb mache ich Nachhaltigkeit, Diversität und Inklusion zu den Prioritäten in meiner Präsidentschaft."

"Auf die gleiche Weise schätze ich die Entschlossenheit aller Fahrer und Champions für eine bessere Zukunft."

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