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Ferrari: Max Verstappen für 2017 auf der Watchlist

Max Verstappen ist die erste heiße Aktie auf dem Transfermarkt für 2017: Für Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene gehört er zu den "interessanten" Kandidaten

(Motorsport-Total.com) - Toro-Rosso-Junior Max Verstappen gilt mit seinen erst 18 Jahren als eine der heißesten Zukunftsaktien in der Formel 1. Nun zeigt sogar das Ferrari Interesse: "Es gibt mehrere interessante Jungs. Er ist einer davon", bestätigt Teamchef Maurizio Arrivabene im Interview mit dem 'Corriere della Sera'.

Max Verstappen

Max Verstappen befindet sich für 2017 in einer sehr guten Ausgangsposition Zoom

Kimi Räikkönens Ferrari-Vertrag läuft am Jahresende aus, und wenn er 2016 nicht besser mit Sebastian Vettel mithalten kann als 2015, gilt es als wahrscheinlich, dass sein millionenschwerer Deal nicht verlängert wird. Als potenzielle Nachfolger wurden medial auch schon Daniel Ricciardo und Valtteri Bottas gehandelt. Verstappen könnte sich mit einer starken Saison 2016 ebenfalls ins Spiel bringen.

Allerdings wirft Arrivabene ein: "Wir sind bereit, jungen Talenten die Tür zu öffnen, aber wenn man überhastete oder falsche Entscheidung trifft, läuft man Gefahr, Karrieren zu verbrennen." Daher war es bisher stets Ferrari-Philosophie, auf etablierte Fahrer zu setzen und nicht auf junge Nachwuchstalente - auch, weil der Druck in Maranello größer ist als bei jedem anderen Team.

Verstappen gilt jedoch als Ausnahmeerscheinung, weshalb Mercedes bekanntermaßen schon vor dem Red-Bull-Vertragsabschluss am damaligen Formel-3-Fahrer dran war. Doch im Gegensatz zu Red Bull konnte man Verstappen für 2015 noch kein Renncockpit bieten, weshalb Toto Wolff in den Verhandlungen gegen Helmut Marko den Kürzeren zog.


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Sollte sich für Verstappen schon 2017 eine Chance bei Ferrari bieten, muss Red Bull aktiv werden - und ihn fast zwangsläufig ins A-Team befördern. Denkbar wäre beispielsweise, dass er dort den Platz von Daniil Kwjat einnimmt, der wieder zu Toro Rosso rückversetzt werden könnte. Für einen kompletten Rausschmiss aus dem Red-Bull-Kader performt nämlich auch der Russe zu gut.

Das Interesse von Mercedes an Verstappen ist jedenfalls nach wie vor vorhanden. Akut setzt man aber eher auf den eigenen Junior Pascal Wehrlein, der bei Manor geparkt ist. "Es ist klar, dass Max eine große Zukunft in der Formel 1 hat", hatte Wolff kürzlich gesagt. "Es wäre dumm, ihn nicht zu berücksichtigen, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Aber momentan ist das kein Thema."