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Ferrari-Insider Gutierrez: Vettel gewinnt 2016 den Titel

Die Einschätzungen des ehemaliger Ferrari-Ersatzpiloten Esteban Gutierrez über die Machtverhältnisse der kommenden Saison und seine eigenen Chancen bei Haas F1

(Motorsport-Total.com) - Esteban Gutierrez steht vor seinem Comeback als Stammfahrer in der Formel 1. Der Mexikaner verbrachte nach zwei Jahren als Sauber-Pilot eine Saison als Ersatzpilot bei Ferrari. Mit der Erfahrung aus dem Topteam zieht er nun zum Neueinsteiger-Team Haas F1. Als Scuderia-Insider schätz er die Verhältnisse der kommenden Saison ein. Dabei sieht er auch an der Spitze eine Comeback: das des viermaligen Champions in Rot.

Sebastian Vettel, Esteban Gutierrez

Esteban Gutierrez sieht seinen ehemaligen Teamkollegen Vettel 2016 ganz vorne Zoom

Auf die Frage der spanischen Sportzeitung 'AS', wer im kommenden Jahr den Titel gewinnen wird, kennt Gutierrez nur eine Antwort: Sebastian Vettel. Hinter dem Deutschen und dessen Teamkollegen Kimi Räikkönen war er 2015 der dritte Mann bei Ferrari und spricht daher aus seinen Beobachtungen. Für den selbstbewussten 24-Jährigen ist aber auch klar: "Wenn ich in seiner Position wäre, würde ich mich als Favorit nennen."

Doch für ein Spitzencockpit hat es bei Gutierrez noch nicht gereicht. Der Mexikaner darf 2016 dafür seine dritte Formel-1-Saison als Stammpilot angehen. Er wurde neben Romain Grosjean als Fahrer für das neue Team im Feld aufgestellt. "Es war ein langer Entscheidungsprozess", berichtet er, "und es ist natürlich auch ein riskantes Wagnis, genau wie die Rolle als Ersatzfahrer anzunehmen."

Glückliche Umwege

Gutierrez hatte 2010 die GP3-Serie gewonnen und war mit zwei Jahren GP2-Erfahrung 2013 mit Sauber in die Formel 1 eingestiegen. Dort erlebte er schwierige Zeiten und sammelte im ersten Jahr lediglich sechs, im zweiten überhaupt keinen WM-Punkt. Ende 2014 entschied er sich für die Ersatzbank bei Ferrari - und damit offensichtlich für den richtigen Karriereweg.

Denn die Scuderia tritt auch als Motorpartner von Haas F1 auf und konnte Gutierrez somit nicht nur Türen öffnen, sondern auch eigene Interessen verfolgen. "Ferrari hat mich aufgenommen und mir damit eine zweite Chance gegeben", so Gutierrez. "In die Formel 1 einzusteigen ist schon kompliziert, es ein zweites Mal zu schaffen umso mehr. Für mich persönlich war es ein sehr wichtiges Jahr, weil ich viel lernen konnte. Auch bei Sauber hat es ein paar sehr gute Leute gegeben, aber die Situation war schwierig und es war nicht der Weg, den ich gehen wollte. Also bin ich das Risiko für etwas Neues eingegangen."

"Ich musste Opfer bringen", gesteht er die Aufgabe seines Stammcockpits ein, "doch im Nachhinein war es ein Schritt nach vorne. Als dritter Fahrer bei Ferrari hatte ich das beste Training und damit das beste Jahr meiner Karriere. Und was jetzt kommt, wird noch interessanter."

Als ausgebildeter Ferrari-Spezialist will Gutierrez bei Haas seine Erfahrung einbringen. "Die größte Herausforderung wird sein, als neues Team Fuß zu fassen. Wir werden viel damit zu tun haben, so dynamisch und effizient wie möglich zu arbeiten, um das Auto so hinzubekommen, wie wir es wollen. Als neues Team werden wir selbstverständlich Fehler machen und Chancen liegen lassen. Aber das Wichtigste ist, dass wir da sein werden und eine Basis für die Zukunft aufbauen können."

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