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Ferrari: Haushalten mit den Reifen entscheidend

Die Ferrari-Piloten sahen sich in Spa den alten Problemen gegenübergestellt: Kein Speed mit dem Prime von Pirelli - Ingenieure arbeiten fieberhaft

(Motorsport-Total.com) - Im Vorfeld des Grand Prix von Belgien hatte sich die Scuderia Ferrari mehr erhofft als die Plätze vier (Fernando Alonso) und acht (Felipe Massa) am Sonntag. Wenngleich vor allem Alonso in der Schlussphase auf den weichen Reifen vielversprechende Rundenzeiten fahren konnte, so sahen sich beide Piloten während eines Großteils des Rennens wieder den alten Problemen gegenübergestellt: Mit der härteren Reifenmischung von Pirelli (in Spa der Medium) verloren sie deutlich an Boden im Vergleich zur Konkurrenz.

Felipe Massa, Fernando Alonso

Massa und Alonso kämpften in Spa erneut mit dem Prime von Pirelli

Am Ferrari-Firmensitz in Maranello lässt man nichts unversucht, der Ursache auf den Grund zu gehen, um so schnell wie möglich eine Lösung zu finden. Anderenfalls sind die Roten auch künftig nicht davor gefeit, im Qualifying und Rennen einem Rückstand hinterher zu fahren. "Die Ingenieure analysieren gerade, warum der Wechsel auf die Reifen mit den weißen Streifen nicht die erhoffte Geschwindigkeit brachte", lässt das Team verlauten.


Fotos: Ferrari, Großer Preis von Belgien


Während die Probleme in der ersten Saisonhälfte, als hin und wieder noch die Hard-Reifen zum Einsatz kamen, am größten waren, lief der Sommer für Ferrari deutlich besser, wie Alonsos vier Podestplätze in Folge in Valencia, Silverstone, am Nürburgring und in Budapest gezeigt haben. Der plötzliche Aufschwung war mit Ausnahme des Grand Prix von Europa allerdings vordergründig auf die niedrigeren Temperaturen und damit die seltenere Verwendung der härteren Reifen zurückzuführen.

"Es liegt nun an den Ingenieuren, das Fenster der härteren Reifenmischung optimal zu nutzen, sonst sind wir nicht in der Lage, das volle Potenzial des Autos auszuschöpfen", heißt es auf der offiziellen Internetseite der Scuderia.

Den Fokus richtet das Team nun voll und ganz auf das bevorstehende Heimspiel im Königlichen Park von Monza. "Auf der schnellsten Strecke im Kalender werden wir wieder mit einem speziellen Aerodynamikpaket ausrücken, das auf die Charakteristik des Kurses zugeschnitten ist." Eine Wiederholung der Leistung aus dem Vorjahr - als Alonso ein vielumjubelten Sieg feierte und Teamkollege Massa auf Platz drei ins Ziel kam - hält man bei Ferrari für "möglich, aber das würde bedeuten, einige sehr starke Gegner schlagen zu müssen".