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Domenicali: Wieder einmal die härteren Reifen...

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali spricht in seiner Medienrunde über den Großen Preis von Belgien und den vierten Platz von Fernando Alonso

(Motorsport-Total.com) - Das italienische Ferrari-Team platzierte sich beim Großen Preis von Belgien mit beiden Autos in den Punkten, doch insgeheim hatten sich die Roten in Spa-Francorchamps etwas mehr ausgerechnet. Fernando Alonso und Felipe Massa wurde auf der "Ardennen-Achterbahn" allerdings unter anderem die härtere Reifenmischung zum Verhängnis, mit der sich Ferrari schon seit geraumer Zeit schwer tut. In seiner Medienrunde nimmt Teamchef Stefano Domenicali Stellung zum zwölften Saisonlauf.

Stefano Domenicali (Teamchef)

Stefano Domenicali sah Fernando Alonso in Belgien als Vierter ins Ziel kommen Zoom

Frage: "Stefano, Red Bull reagierte während der Safety-Car-Phase und holte seine Fahrer in die Box, wohingegen Ferrari darauf verzichtete, Fernando Alonso ebenfalls zum Boxenstopp zu bitten. Welche Überlegung steckte dahinter?"
Stefano Domenicali: "Wir glauben nach wie vor, dass es die richtige Entscheidung war. Wir hatten unsere Reifen nach Sebastian gewechselt und unsere Pneus waren demnach noch etwas frischer. Hätten wir gestoppt, wären unsere Fahrer im Verkehr herausgekommen und sie hätten deshalb ein deutlich schwierigeres Rennen gehabt."

"Wir analysierten diese Situation im Rückblick und kamen für uns zum Ergebnis, dass es die richtige Entscheidung war. Leider wurde unser Rennen in gewisser Weise durch die Leistung der harten Reifen vernichtet. Kein Zweifel. Unsere Konkurrenten konnten dies zu ihrem Vorteil nutzen und Positionen gutmachen."

"Jenson Button war nämlich zum Beispiel auf den harten Reifen ins Rennen gegangen und konnte zum Schluss noch einmal auf die weiche Mischung setzen, welche die bevorzugte Variante war. Sogar Sebastian hatte gewisse Probleme mit den weichen Reifen. Red Bull kam aber auch mit den harten Reifen gut zurecht. Aus diesem Grund konzentrierten wir uns auf unsere direkten Konkurrenten."

"Fernando fuhr ein großartiges Rennen." Stefano Domenicali

"Fernando fuhr ein großartiges Rennen. Er attackierte ständig. Leider reichte es nicht, um Sebastian die Stirn zu bieten. Wir dürfen nicht damit zufrieden sein, dass wir die harten Reifen nicht gut genug zum arbeiten bringen. So konnten wir nicht mithalten. Daran müssen wir arbeiten. Es ist unsere Hauptaufgabe für den Rest dieser Saison."

Frage: "Woher wisst ihr, dass die harten Reifen das große Problem sind?"
Domenicali: "Dafür muss man sich die Temperaturen am jeweiligen Rennplatz zu Gemüte führen. Wir haben gewisse Informationen darüber, unter welchen Umständen die Reifen für uns funktionieren."

Frage: "Wie intensiv war Ferrari am Sonntagmorgen in die Gespräche um die Reifensituation eingebunden?"
Domenicali: "Wir befolgen stets die Ratschläge von Pirelli. Wenn du das tust, dann wirst du deine Reifen sicherlich auf die beste und zugleich sicherste Art und Weise einsetzen. Es wurde viel über die Blasen diskutiert, die in der Qualifikation auftraten. Wenn du die Reifen entsprechend einsetzt, sollte es okay sein und deine Strategie prima aufgehen."¿pbvin|512|4000||0|1pb¿

Zu viel Flügeleinsatz in Spa?

Frage: "Bei kühleren Bedingungen schien Ferrari in den vergangenen Rennen immer etwas Probleme zu haben. Das Team brachte hier die ältere Hinterrad-Aufhängung zum Einsatz. Wäre es rückblickend besser gewesen, die neuere Variante zu montieren?"
Domenicali: "Das weiß ich nicht zu sagen."


Fotos: Ferrari, Großer Preis von Belgien


"Ich denke nicht, dass es da ein Problem gab. Ich denke, die größte Schwierigkeit ist das Aufwärmen der Pneus im Rennen, so wie uns das bei der weicheren Mischung gelingt. Das ist das Problem. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle und es wäre klasse, wenn wir alle davon kennen würden."

"Hier in Spa war Überholen mit dem verstellbaren Heckflügel sehr einfach." Stefano Domenicali

Frage: "Dank dem verstellbaren Heckflügel war Überholen auf der Geraden überhaupt kein Problem. Ist es nun ein bisschen zu viel des Guten?"
Domenicali: "Die Erfahrungen, die wir am Sonntag mit dem verstellbaren Heckflügel gemacht haben, waren so, wie wir das erwartet hatten, um ehrlich zu sein."

"Ich sah viele Fahrzeuge, die bereits in der Eau Rouge den Windschatten des Vordermanns erwischt hatten und aufschließen konnten. Ich denke, wir hatten nicht damit gerechnet, dass die Leute schon in der Eau Rouge so viel an Boden gutmachen würden. Hier in Spa war Überholen mit dem verstellbaren Heckflügel sehr einfach, doch auf anderen Strecken war es zum Teil sehr schwierig."

Frage: "2012 soll es einen Wintertest weniger geben, dafür aber eine Testwoche während der Saison. Was würde sich dadurch verändern?"
Domenicali: "Die Planung verändert sich. Du kannst deine Entwicklungsarbeit entsprechend darauf ausrichten, weil es etwa im Mai ja noch einmal eine Testgelegenheit geben soll."

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