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Alonso: "Ein unterhaltsamer Tag"

Ferrari-Star Fernando Alonso hatte nach eigener Aussage keine Chance gegen Jenson Button im Kampf um den Podestplatz: "Er war deutlich schneller"

(Motorsport-Total.com) - Von Startplatz acht losgefahren, dann zwischenzeitlich in Führung, am Ende als Vierter knapp das Podium verfehlt - Fernando Alonso erlebte in den Ardennen eine echte Achterbahnfahrt. Der spanische Ferrari-Star musste sich kurz vor dem Ende Jenson Button beugen und verlor somit den Podiumsplatz denkbar knapp. Dennoch zeigt sich Alonso nach dem Rennen nicht enttäuscht. "Ein unterhaltsamer Tag", schumzelt er angesichts der vielen wilden Aktionen im Rennen am Sonntag.

Fernando Alonso

Fernando Alonso übernahm während der Safety-Car-Phase die Führung Zoom

"Mein Start war gut, ich konnte eine Position gutmachen. In der ersten Kurve gab es einen Kontakt, aber das Auto war in Ordnung. Es gab ein paar schöne Überholmanöver, eine Safety-Car-Phase - also insgesamt viel Action. Danach habe ich geführt", fasst Alonso das Geschehen kurz zusammen. Der Spanier verzichtete in der Gelbphase auf einen Reifenwechsel, wurde so nach vorne gespült. Ferrari konnte sich diese Taktik leisten, weil man kaum Probleme mit Blasenbildung auf den Pneus hatte.

"Uns war vorher klar, dass die Reifen abbauen würden. Aber wir sind mit zwei Stopps durchgekommen, was weniger als der Schnitt des bisherigen Jahres ist. So gesehen waren die Reifen völlig okay", erklärt der zweimalige Champion. Auch die Niederlage im Kampf um Platz drei nimmt er gelassen. "Es war mir klar, dass ein Podestplatz nicht realistisch sein dürfte. Das Podium hole ich mir beim nächsten Mal."

"Natürlich ist es etwas enttäuschend, wenn du drei Runden vor Schluss den Podestplatz verlierst. Jenson war aber viel schneller", sagt Alonso. "So gesehen muss man mit Platz vier zufrieden sein. Das war heute das Maximum. Jenson war eine bis 1,5 Sekunden schneller als ich. Dann kommt DRS hinzu. Da kannst du dich kaum wehren."


Fotos: Fernando Alonso, Großer Preis von Belgien


Auch gegen Mark Webber hatte Alonso in der Frühphase keine Chance. Der Spanier musste den Australier in einem spektakulären Kampf durch Eau Rouge ziehen lassen. "Das war schon okay. Bei Mark ist immer gegenseitiger Respekt vorhanden, es ist ein fairer Kampf. Er ist ein guter Fahrer und ein guter Freund, daher gibt es kein Problem", lacht er. "Die Eau Rouge ist natürlich eine ganz besondere Kurve. Wenn man dort kämpft, dann ist das für die Fans noch mehr Spektakel. Das war schon okay."

Die Ambitionen von Ferrari und deren Toppiloten erhielten allerdings durch den Red-Bull-Doppesieg einen weiteren Dämpfer. "Ein Rennen weniger, 25 Punkte weniger zu vergeben, der Abstand noch größer", sagt der Fahrer aus Oviedo. "Wir werden alles tun, solange es mathematisch noch möglich ist. Gleichzeitig sind wir realistisch und wissen, dass es extrem schwierig wird." In Richtung Red Bull fügt Alonso an: "Wenn ein Team so etwas leistet, dann kann man nur sagen: toll gemacht!"

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