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Ferrari chancenlos: Die Achilles-Ferse tut weh

Fernando Alonso und Felipe Massa konnten nur am Anfang auf den weichen Reifen mithalten, auf den härteren fiel man wie so oft weit zurück

(Motorsport-Total.com) - Um ein Haar hätte es Fernando Alonso beim Großen Preis von Belgien auf das Podium geschafft. Doch am Ende musste er sich doch noch von Jenson Button überholen lassen und belegte damit Position vier. Teamkollege Felipe Massa beendete das Rennen in den Ardennen auf der achten Position.

Fernando Alonso

Fernando Alonso hatte nur kurz das Vergnügen, in Führung zu liegen Zoom

"Es wäre heute schwierig geworden, besser abzuschneiden als dieser vierte Platz", so Alonso. "Besonders angesichts der Tatsache, wie sehr wir auf dem Medium-Reifen unter diesen Bedingungen zu leiden hatten. Wir waren anderthalb Sekunden langsamer als die Besten."

"Um ehrlich zu sein, ich denke nicht, dass ich eine echte Chance hatte, das Rennen zu gewinnen. Aber ein Podium war zum Greifen nahe. Die Strategie führte dazu, dass ich in der Anfangsphase in Führung lag. Aber dann wussten wir, dass wir in der Schlussphase des Rennens mehr zu kämpfen haben dürften."

"Im ersten Abschnitt des Rennens hatte ich Spaß. Der Start war gut, und ich hatte dann ein paar nette Duelle. Es ist schade, dass wir das Podium verpasst haben. Das war unser Ziel, und es war auch möglich, obwohl ich mich gestern auf dem achten Rang qualifiziert hatte."

"Im Vergleich zum Abstand, den wir gestern im Qualifying gesehen haben, war die Situation heute völlig anders. Aber wir sind uns der Tatsache absolut bewusst, dass wir bei diesen Temperaturen, die definitiv nicht für eine sehr heiße Sommerzeit sprechen, auch den hohen Preis bezahlen müssen."

"Im Moment müssen wir unseren Gegnern gratulieren, welche fantastische Arbeit leisten. Aber wir werden nicht aufgeben, zumindest bis uns das Rechnen etwas anderes sagt. Wir werden immer versuchen zu gewinnen, geben unser Bestes. Damit werden wir schon in Monza beginnen, einem für Ferrari und die Fans sehr speziellen Event. Dies gilt dann auch für alle verbleibenden Rennen der Saison."

"Das war für mich ein ziemlich seltsames Rennen", so Massa. "In der Anfangsphase befand ich mich absolut im Kampf um die Top-Platzierungen, aber dann begann ich Reifenprobleme zu bekommen. Das Auto war nicht mehr länger so gut ausbalanciert."

"Mit den Medium-Reifen verbesserte sich die Situation, vielleicht auch dank einer Anpassung des Frontflügels, welche wir bei dem Boxenstopp vorgenommen haben. Aber wir waren nicht schnell genug. Das war klar offensichtlich, und dann war es auch schon zu spät."

"Hinzu kommt, dass ich auch hinten rechts einen Plattfuß hatte, was bedeutete, dass ich einen weiteren Stopp einlegen musste. Als ich mich hinter Rosberg befand, konnte ich ihn trotz des DRS nicht überholen, da ihre Höchstgeschwindigkeit sehr gut ist."

"Des Weiteren kämpfte ich besonders in den langsamsten Kurven - der letzten Schikane und in der La Source -, und das hinderte mich daran, einen guten Windschatten zu bekommen. Die kommende Veranstaltung ist das Heimrennen für das Team, es ist für mich aber auch sehr wichtig, und ich möchte dort wirklich ein gutes Ergebnis erzielen."

"Wir können definitiv nicht sagen, dass wir über dieses Ergebnis glücklich sind", so Chefingenieur Stefano Domenicali. "Wir müssen das jedoch objektiv bewerten, ohne dass wir die Emotionen die Oberhand gewinnen lassen."

"Wir haben unsere Leistung auf zwei verschiedenen Pfaden gesehen, abhängig davon, auf welchem Reifen wir fuhren: sehr gut auf dem weichen, besonders mit Fernando, aber definitiv hat es uns auf dem Medium gemangelt."

"Dies erklärt auch wie Fernando, der eine außergewöhnliche Leistung gezeigt hat, die Führung übernahm und im ersten Rennabschnitt um den Sieg kämpfte, wir dann jedoch stetig sahen, wie uns ein wohlverdientes Podium durch die Finger glitt."

"Felipe begann sein Rennen in sehr aggressiver Manier, aber dann musste er für unsere chronischen Schwierigkeiten auf dem härteren Reifen einen noch härteren Preis bezahlen."


Fotos: Ferrari, Großer Preis von Belgien, Sonntag


"Das Safety-Car hat uns definitiv nicht geholfen. Es kam genau dann auf die Strecke, als unsere Hauptgegner am meisten zu kämpfen hatten, was bedeutete, dass sie ihre anfänglichen Probleme wieder gutmachen konnten. Wir wissen, was unsere Achilles-Ferse ist, und wir müssen weiter daran arbeiten. Wir haben auf einigen Gebieten Boden gutgemacht, aber auf diesem hier liegen wir immer noch zurück - ich beziehe mich dabei auf das ideale Arbeitsfenster für die Reifen."

"Nun gehen wir nach Monza, unserem Heimrennen. Unser Ziel hat sich nicht verändert, was bedeutet, dass wir versuchen zu gewinnen. Ich bin überzeugt, dass wir bei der Musik sein können, während wir uns der Tatsache bewusst sind, dass wir es mit sehr starken Gegnern zu tun haben."

"Wir sind nicht glücklich", so Chefingenieur Pat Fry. "Unglücklicherweise sehen wir auf den harten Reifen immer noch einen Leistungsverlust, der zu groß ist, wenn es gegen unsere Hauptgegner geht. Es ist ein Problem, das wir noch nicht beheben konnten, und das sogar noch mehr hervorgehoben wird, wenn die Temperaturen ziemlich niedrig sind."

"Das ist für unsere Fahrer enttäuschend, da wir nicht in der Lage sind, sie in eine Position zu bringen, in der sie unter allen Bedingungen kämpfen können. Aus strategischer Sicht hat das Safety Car nicht zu unserem Vorteil pensioniert. Ich denke nicht, dass wir irgendwelche anderen Entscheidungen im Vergleich zu jenen, die wir gefällt haben, hätten treffen können."

"Wenn Fernando Vettel kopiert hätte, dann wäre er hinten auf der Strecke in Verkehr zurückgekommen, und wir hätten die Chance verloren, an der Spitze anzugreifen. Danach gab es keinen Grund, den zweiten Teil von Fernandes Rennen in zwei aufzuteilen."

"Aus diesem Grund verwendeten wir einen dritten und letzten Satz weicher Reifen. Denn wir hätten definitiv den vierten Rang belegt, ohne die Hoffnung zu haben, etwas Besseres zu schaffen. Nun müssen wir uns so gut wie möglich auf Monza vorbereiten, das Heimrennen der Scuderia."

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