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Falsch investiert: Renault holt wieder gegen Red Bull aus

Laut Renaults Cyril Abiteboul habe die Partnerschaft mit Red Bull keine Zukunft mehr gehabt, weil Uneinigkeit über die Investitionen geherrscht habe

(Motorsport-Total.com) - Lange Verhandlungen, wilde Spekulationen und öffentliche Giftpfeile: Die Trennung von Red Bull und Renault war ein schleichender Prozess, dessen Ende abzusehen war. Mittlerweile ist der französische Motoren-Hersteller nur noch stiller Partner und fängt nach der Übernahme von Lotus noch einmal als Werksteam neu an. Warum das gerade unter den heutigen Voraussetzungen in der Formel 1 Sinn ergibt, erklärt der für die Formel-1-Geschäfte zuständige Renault-Mann Cyril Abiteboul.

Christian Horner, Cyril Abiteboul

Cyril Abiteboul freut sich darauf, zukünftig mehr Mitbestimmungsrecht zu haben Zoom

Für das Ende der vier Jahre andauernden Dominanz und den Fehlstart in die neue Turbo-Ära wurde bei Red Bull schnell ein Schuldiger gefunden: Renault. Zeitweise Bemühungen der Franzosen, die Schuld auf mehrere Schultern zu verteilen, gingen im Kritikschwall aus Milton Keynes unter. Nach der schrittweisen Trennung und vor Renaults Werksteam-Comeback setzt es aber noch einen Versuch, das gemeinsame Versagen zu erklären.

"Als Motorenlieferant hat man es heutzutage schwer, wenn man nicht das ganze Paket bestimmen kann", verteidigt Abiteboul gegenüber 'F1 Racing' die Schwächen der französischen Antriebseinheit. "Wegen der neuen Regeln braucht es einen ganzheitlichen Zugang zum Auto. Als Zulieferer ist es frustrierend, vor allem bei Red Bull. Sie haben ein Vermögen in das Chassis investiert, als die Regel es eigentlich notwendig gemacht hätten viel mehr in die Motoren-Technologie zu stecken, um die Performance zu gewährleisten."


Fotostrecke: Renault-Meilensteine in der Formel 1

Red Bull und deren Chassis-Stärke sind bei der Konkurrenz immerhin so gefürchtet, dass sich kein anderes Werksteam mit ihnen einen Motor teilen wollte. Das bringt die viermalige Weltmeister-Mannschaft aber auch nicht voran. Renault will hingegen aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben und in Enstone ganz neue Strukturen aufbauen.

"Wir werden mit unserem Budget jetzt flexibler sein", so Abiteboul über die Vorteile der Selbstbestimmung. "Wir haben zweimal, fast dreimal so viel Budget zur Verfügung als vorher. Es wird organisatorische Änderungen und neue Rollenverteilungen geben, um die Chassis- und Motoren-Angelegenheiten besser unter einen Hut zu bringen."

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