Horner: Red Bull nach Krisenjahr noch stärker

Christian Horner glaubt nicht, dass die zwei schwachen Formel-1-Saisons seit Einführung der Hybridregeln seinem Rennstall schaden: Das Gegenteil sei der Fall

(Motorsport-Total.com) - Das Red-Bull-Team eilte in der Formel-1-Saison 2015 von einer Negativschlage zur nächsten. Neben den sportlichen Resultaten, die den eigenen Ansprüchen bei weitem nicht genügten, beherrschte vor allem der Rosenkrieg zwischen den Bullen und Motorenlieferant Renault die Schlagzeilen, später die Motoren-Odyssee. Wer glaubt, dass dies dem Team geschadet habe, liege aber falsch, behauptet Teamchef Christian Horner. Im Gegenteil: Die Mannschaft sei enger zusammengewachsen.

Titel-Bild zur News: Christian Horner

Christian Horner glaubt, dass Red Bull als Team einen guten Job gemacht hat Zoom

"Um ehrlich zu sein, war es ein hartes Jahr, aber Feindseligkeiten schweißen Gruppen oftmals enger zusammen", wird Teamchef Christian Horner von 'Motorsport.com' zitiert. Das erfolgsverwöhnte Team war 2015 erstmals ohne Sieg geblieben und sogar noch weniger konkurrenzfähig als in der ihrerseits schon nicht zufriedenstellenden Saison 2014, als immerhin noch drei Abstauber-Siege erzielt werden konnten. "Ich habe das Gefühl, dass das Team enger zusammensteht als je zuvor, deshalb glaube ich nicht, dass dies aus einer Teamperspektive heraus ein schlechtes Jahr gewesen ist", gibt er sich kämpferisch.

Natürlich dürfen die üblichen Nadelstiche des 42-Jährigen gegen Renault nicht fehlen: "Wir waren stark in der Strategie. Unsere Boxenstopps waren die besten in der gesamten Boxengasse. Wir haben alle anderen in der Chassisentwicklung hinter uns gelassen und haben die drei Gelegenheiten in Monaco, Ungarn und Singapur genutzt. Wenn man sich anschaut, wie wir als Team uns geschlagen haben, dann haben wir starke Arbeit geleistet. Gewisse Dinge außerhalb unseres Einflussbereichs können wir nicht kontrollieren, aber man kann sich halt nur darum sorgen, was man selbst in der Hand hat."