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  • 21.05.2011 · 21:48

  • von Stefan Ziegler & Dieter Rencken

Fahrer warnen: Status als "Königsklasse" in Gefahr?

Laut den Fahrern läuft die Formel 1 aufgrund der Reifensituation vielleicht Gefahr, ihren Status als "Königsklasse" des Motorsports einzubüßen

(Motorsport-Total.com) - Die jüngsten Entwicklungen in der Formel 1 stoßen nicht durch die Bank auf große Gegenliebe bei den Fahrern, denn durch die neuen Pirelli-Reifen hat sich einiges verändert. Die Action auf der Strecke mag nun zwar größer sein, gleichzeitig schwanken die Rundenzeiten ungeheuer stark. Und genau darin liegt laut einigen Formel-1-Piloten das große Problem: Das Tempo wurde geringer.

Mark Webber

Licht und Schatten: 2011 gibt es mehr Action, doch auch die Konfusion ist groß

So sehr, dass sich die Königsklasse des Motorsports auf manchen Strecken auf dem Niveau der Nachwuchsserien bewegt. Das schmeckt nicht allen Beteiligten. "Wir fahren nur einige Sekunden schneller als die GP2 und die Unterschiede beim Budget sind in diesen beiden Rennklassen einfach eklatant. Da muss man schon aufpassen", gibt Lewis Hamilton (McLaren) in Spanien zu Protokoll.

"Wichtig ist, dass die Formel 1 auch weiterhin die Königsklasse darstellt", meint der Brite. Eine Aussage, die Mark Webber (Red Bull) ebenfalls unterschreiben würde. "Die Longruns am Freitag von Barcelona waren nicht sonderlich beeindruckend für Formel-1-Fahrzeuge", sagt der Australier. "In der GP3 fuhren die Autos in 1:38 Minuten um den Kurs, ich brauchte zum Teil knapp 1:30 Minuten."

"Wichtig ist, dass die Formel 1 auch weiterhin die Königsklasse darstellt." Lewis Hamilton

"Das sind acht Sekunden, obwohl es doch einen gewissen Unterschied beim Budget gibt", erläutert der Formel-1-Routinier und pflichtet seinem McLaren-Konkurrenten bei. "Darauf sollten wir unbedingt Acht geben. Pirelli arbeitet hart daran, dass Tempo und Verschleiß in einem akzeptablen Rahmen liegen, sodass wir die Fahrzeuge ans Limit kriegen und dass es nicht zu sehr in eine Show ausartet."

"Die Formel 1 muss die Königsklasse sein", findet Webber und merkt an: "Wir müssen unsere Autos ans Limit bringen - und das während des gesamten Rennens. Dafür braucht es starke Rundenzeiten, den Kampf zwischen Mensch und Maschine. Solange wir das umsetzen können, ist es okay", hält der Red-Bull-Pilot fest. Ohnehin befinde man sich in diesem Jahr auf einer gefährlichen Gratwanderung.

"Es braucht starke Rundenzeiten, den Kampf zwischen Mensch und Maschine." Mark Webber

"Wenn McLaren oder Red Bull in Q1 mit der weichen Mischung hinausfahren würden, würden wir vielleicht zwei bis drei Teams auf die Heimreise schicken. Das wäre für manche Leute nicht gerade ideal. Das müssen wir im Auge behalten", sagt Webber im Hinblick auf die 107-Prozent-Hürde, die nach wie vor für Sorgenfalten bei den Hinterbänklern um Marussia-Virgin und Hispania sorgt.

Hamilton will aber nicht nur schwarz sehen und fügt ergänzend hinzu: "Ich denke, wie hatten zuletzt einige gute Rennen, oder nicht? In vergangenen Jahren hatte man nach dem letzten Boxenstopp keine Chance mehr, jemanden zu überholen. Das war langweilig. Ich denke, es ist jetzt deutlich interessanter, wo die Leute doch unterschiedliche Strategien an den Tag legen. Das funktioniert gut."

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