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Ex-Manor-Sportchef: "Neuanfang muss enttäuschend sein"

Die Geschicke seines früheren Rennstalls bewertet Graeme Lowdon kritisch: Warum er glaubt, dass Manor in der Formel-1-Saison 2016 trotzdem noch Punkte holen kann

(Motorsport-Total.com) - Null Punkte in der WM-Tabelle und ein 13. Rang als beste Platzierung: Von seinem Neuanfang in der Formel 1 2016 hatte sich Manor sicher mehr erhofft. Das zumindest glaubt sein früherer Sportdirektor Graeme Lowdon. "Ich könnte mir vorstellen, dass sie ein wenig enttäuscht sind. Ich weiß, dass sie gegen Sauber fahren, aber dort waren wir schon 2014 mit Jules (Bianchi) und Max (Chilton; Anm. d. R.) und ich nehme mal an, sie haben sich viel weiter vorn erwartet", sagt er zu 'JAonF1'.

Graeme Lowdon

Graeme Lowdon ist noch immer für Manor tätig, aber nicht mehr in der Formel 1 Zoom

Auch in China, wo Pascal Wehrlein und Rio Haryanto von den Positionen 20 und 21 aus ins Rennen gehen, könnten die Voraussetzungen für erste Punkte besser sein. "Das zeigt vor allem eine Sache über die Formel 1: Keiner steht still. Du kannst zwar einen großen Schritt nach vorn machen, aber der Schritt der anderen Teams kann noch größer sein", so Lowdon. Der Brite hatte den Rennstall Ende 2015 gemeinsam mit dem damaligen Teamchef John Booth nach Unstimmigkeiten mit Eigentümer Stephen Fitzpatrick verlassen.

Während Booth und Lowdon mit Manor in diesem Jahr ihr Debüt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft feiern, hat sich ihr einstiges Formel-1-Team für die Saison 2016 mit Berater Pat Fry und Chefdesigner Nikolas Tombazis zwei ehemalige Ferrari-Hochkaräter an Bord geholt. McLaren-Urgestein Dave Ryan, der sich dort in über 30 Jahren vom Mechaniker zum Teamchef hochgearbeitet hatte, fungiert als Renndirektor bei Manor.

Graeme Lowdon: Manor muss früh Punkte holen

Auch aus technischer Sicht hat sich bei dem Team mit Basis im britischen Dinnington einiges verändert: Wurde im Vorjahr mit dem 2014er-Chassis und dem 2014er-Ferrari-Motor gefahren, geht Manor 2016 mit neuem Chassis und Mercedes-Motor an den Start. Damit ist der MRT05 auf einer Runde rund zwei Sekunden schneller als zuvor. Dennoch konnten Manors Rookies Wehrlein und Haryanto bisher keine Punkte einfahren.


Fotos: Manor, Großer Preis von China


"Bei der Performance haben sie große Fortschritte gemacht, insbesondere was die Antriebseinheit angeht. Dort haben sie sicher einen Zwei-Jahres-Sprung gemacht", weiß Lowdon. Daher glaubt er auch, dass Manor in der aktuellen Saison in die Punkteränge fahren kann. Dazu müsse der Rennstall vor allem den Saisonbeginn nutzen: "Die besten Gelegenheiten für kleinere Teams bieten sich in den ersten drei oder vier Rennen und dort, wo das Wetter verrückt spielt oder das Streckenlayout etwas anders ist, wie in Monaco."

Hier holte Jules Bianchi mit einem neunten Platz im Jahr 2014 die bisher einzigen WM-Punkte in der Teamgeschichte von Manor. Um diesen Rekord einzustellen, müssen sich Wehrlein und Haryanto laut Lowdon sputen. Denn je weiter die Saison voranschreitet und die Teams in die Entwicklung gehen, desto schwerer werde es für Manor: "Du musst diese früheren Gelegenheiten nutzen, denn sobald die Weiterentwicklung losgeht, wird es brutal, wirklich brutal."

Auch hier sieht Lowdon Sauber als direkten Konkurrenten von Manor: "Es sieht so aus, als hätten sie etwas zu kämpfen. Ich denke, es wird darum gehen, wer das Entwicklungsrennen für sich entscheidet." Sauber landete mit Marcus Ericsson in Bahrain zuletzt auf Rang zwölf und damit einen Platz vor Wehrlein im Manor. Ein Ergebnis, mit dem Sauber nicht glücklich sein dürfte, mutmaßt Lowdon: "Einige Teams, nicht nur Manor, haben sicher auf etwas mehr Performance gehofft." Seinem alten Team halte er die Daumen.

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