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EU-Untersuchung: FIA-Boss erwartet "nur Positives"

Die Formel 1 erwartet eine Entscheidung der Wettbewerbshüter aus Brüssel: FIA-Präsident Jean Todt hat keine Angst vor negativen Einflüssen auf den Verband

(Motorsport-Total.com) - Sauber und Force India haben einen Stein ins Rollen gebracht, der womöglich einige Säulen der aktuellen Formel 1 regelrecht ins Wanken bringen könnte. Die beiden Privatteams, die seit Jahren um eine aus ihrer Sicht gerechtere Verteilung der Einnahmen kämpfen, haben sich an die Wettbewerbshüter der EU in Brüssel gewandt. Dort soll entschieden werden, ob die Prozesse zur Regelfindung und Geldverteilung dem gültigen Wettbewerbsrecht der Europäischen Union entsprechen.

Jean Todt

Zumindest bei der Formulierung der Formel-1-Regeln hat Jean Todt den Hut auf Zoom

Während die Kommission in Brüssel prüft, ob die aktuellen Regelungen Teams wie Ferrari oder Mercedes im Vergleich zu Sauber und Force India unrechtmäßige Vorteile im Wettbewerb sichert, wird im Fahrerlager über die möglichen Konsequenzen diskutiert. "Ich sehe das unabhängig vom Ergebnis sehr entspannt", sagt FIA-Präsident Jean Todt. "Was auch immer dabei herauskommen wird, es kann nur im Sinne der FIA sein", so der Franzose.

Sollte die EU eine rechtswidrige Situation feststellen und entsprechende Veränderungen fordern, so könnten diese Maßnahmen an zwei Fronten für Veränderungen sorgen. Erstens könnte die Geldverteilung neu organisiert werden. Die Traditionsteams wie Ferrari und Co. bekommen aus dem Einnahmentopf von Bernie Ecclestone jährliche Sonderleistungen in zwei- bis dreistelliger Millionenhöhe. Sauber bekommt solche Zuwendungen nicht. Zweitens könnte der Prozess zur Regelfindung verändert werden.

Die neuen Regularien werden über die Strategiegruppe definiert, anschließend über die Formel-1-Kommission zur endgültigen Abstimmung in den FIA-Weltrat eingebracht. Auf diesem Weg hat beispielsweise Sauber kaum Mitspracherecht, weil man keinen Sitz in der Strategiegruppe hat. "Unfair ist es, dass man den kleinen Teams auf Grundlage der aktuellen Geldverteilung nicht zumuten kann, dass sie derart teure Antriebe kaufen müssen", meint Todt.

Der FIA-Boss hatte genau aus diesem Grund eine Kostendeckelung durchgesetzt. "Ich habe zusammen mit meinen Leuten geschaut, welche Möglichkeiten es gibt. An den Einnahmen können wir nichts ändern, denn das ist Sache des Inhabers der kommerziellen Rechte. Wir haben allerdings Einfluss auf die Regeln", sagt Todt. "In diesem Fall gab es nur die Chance, einen günstigeren Motor anzubieten, damit die kleineren Teams immer noch konkurrenzfähig agieren können."

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