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Ersatzfahrer Palmer: Bei Lotus-Engpässen wirklich erste Wahl?

Jolyon Palmer legte am Freitag in Barcelona in solides Testdebüt für Lotus hin, sieht sich neben seiner Aufgabe in Enstone aber nach Alternativen um

(Motorsport-Total.com) - Im vergangenen Jahr gewann Jolyon Palmer den Titel in der GP2-Serie. Im Januar dieses Jahres wurde der Brite als Ersatzfahrer im Formel-1-Team Lotus vorgestellt. Sein Debüt im E23 gab der Sohn von Ex-Formel-1-Pilot Jonathan Palmer am Freitag in Barcelona. Mit 77 zurückgelegten Runden war es ein solider Einstand. Am heutigen Samstag sitzt wieder Stammfahrer Pastor Maldonado im Lotus. Dessen Teamkollege Romain Grosjean wird die Testwoche am Sonntag beschließen.

Jolyon Palmer

Steht Jolyon Palmer bei Lotus ein Dasein à la Davide Valsecchi bevor? Zoom

Doch auch für Palmer sind schon weitere Einsätze vorgesehen. "Ich werde bei jedem Rennen vor Ort sein und habe einen Vertrag als Ersatzfahrer für die komplette Saison. Ich werde auch einige Male im ersten Training zum Einsatz kommen", sagt der amtierende GP2-Champion. Bei welchen Grands Prix er als Freitagsfahrer auftreten wird, stehe allerdings noch nicht fest.

Wichtig ist dem 24-jährigen Briten in seinem ersten Jahr im Formel-1-Umfeld vor allem das Sammeln von Erfahrung. Mit Auftritten wie am Freitag in Barcelona will Palmer "das Team beeindrucken, damit sie mich gerne ins Auto setzen". Auch im Falle einer Verhinderung Maldonados oder Grosjeans? "Soweit ich weiß, bin ich der Test- und Ersatzfahrer", sagt Palmer.


Fotos: Lotus, Testfahrten in Barcelona


Doch dass Lotus im Falle eines Ausfalls eines der beiden Stammfahrer nicht zwangsläufig auf den Ersatzfahrer zurückgreift, ist bekannt. Als Kimi Räikkönen im Herbst 2013 am Rücken operiert wurde und für die letzten beiden Saisonrennen in den USA und Brasilien ausfiel, nominierte man nicht etwa Ersatzfahrer Davide Valsecchi (GP2-Champion 2012) als Vertretung, sondern holte stattdessen den Formel-1-erfahrenen Heikki Kovalainen aus dem Ruhestand zurück.

So sieht sich Palmer schon einmal nach Alternativen um. "Ich würde gerne in einer anderen Serie Rennen fahren, aber mein Fokus ist definitiv die Rolle als Ersatzfahrer. Das ist für mich eine große Chance, in der Formel 1 zu arbeiten und Kilometer abzuspulen. Wenn ich aber ein gutes Angebot erhalte und es keine Überschneidungen mit Formel-1-Rennen gibt, dann würde mich das interessieren. Ob das jetzt im Langstreckenbereich ist oder etwas anderes - ich bin flexibel", bemerkt der junge Brite.

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