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Einfach, aber identifizierbar: Haas' Suche nach der Farbe X

Gene Haas möchte ein unverwechselbares, aber einfaches Design für seine Autos: Schwarz steht fest, doch Rot, Weiß oder Blau fallen aus diversen Gründen durch

(Motorsport-Total.com) - Auffallen möchte Teambesitzer Gene Haas mit seinem neuen Team Haas Formula, wenn er 2016 in die Formel 1 aufsteigt. Bereits vor einigen Wochen hatte der Amerikaner erklärt, welche Farbkombinationen er bei seinem neuen Team für möglich hält, selbst von einem Flammendesign schien er begeistert zu sein. Mittlerweile ist er allerdings von ganz verrückten Ideen abgekommen.

Gene Haas

Gene Haas möchte, dass seine Boliden nicht im Einheitsfarbmatsch untergehen Zoom

"Wir möchten, dass es wirklich simpel ist", erklärt Haas gegenüber 'Motorsport-Total.com', was sein Design angeht. "Es sollten keine Regenbogenfarben sein. Ich mag etwas, das an sich einfach ist." Stattdessen sollen es ein oder zwei Grundfarben sein, die das Auto dominieren. "Eine davon wird schwarz sein", verrät er, "und die andere wird etwas anderes sein." Die Suche nach Farbe zwei läuft.

Wie wäre es denn beispielsweise mit Rot, um die Verbindung zu Ferrari zu betonen? Schließlich sind die Farben von Haas Rot und Weiß. Doch genau da liegt das Problem: "Wir haben eine Vereinbarung, dass wir nicht Rot als Grundfarbe benutzen, das wird also nicht eintreten", sagt Haas, dass Ferrari wohl darauf bestanden hat, weiterhin durch ihre rote Farbe ein Alleinstellungsmerkmal zu haben - na ja, wäre da nicht Manor-Marussia.


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Und wie schaut es dann stattdessen mit Weiß aus? "Weiß klingt mehr nach Williams oder so. Wir suchen nach unserer eigenen Identität", so Haas, der damit auch Blau als nächste Möglichkeit ausschließt: "Sauber trägt diese Farben, und auch sie sind mit einem sehr simplen Design aufgetreten, was sie einfach zu identifizieren macht. Wir möchten aber keinem anderen Team ihre Farbe wegnehmen, denn das steht auch unserer Absicht entgegen, uns individuell von anderen Autos abzuheben."

Damit blieben also wohl nur Farben übrig, die derzeit von keinem Team verwendet werden: Grün? Orange? Violett? Rosa? Gene Haas hat schon seinen Favoriten gefunden: "In den vergangenen Jahren wurde immer wieder Gelb benutzt, aber aktuell nutzt es glaube ich keiner. Wir müssen abwarten", so der Amerikaner, der schon vor einigen Wochen die Möglichkeiten eines gelben Boliden erörtert hatte.

Robert Kubica

Die Farbe Gelb verschwand nach der Saison 2010 (Renault) aus der Formel 1 Zoom

Gelb war in den vergangenen Jahren vor allem durch das Jordan-Team bekannt. Die Boliden von Eddie Jordan zählten in jedem Jahr zu den Hinguckern im Feld und waren dadurch unverwechselbar. Zuletzt nutzte Renault in der Saison 2010 mit Robert Kubica und Witali Petrow ein schwarz-gelbes Design, und auch in anderen Serien stechen gelbe Boliden optisch heraus, wie das Team DAMS in den vergangenen Jahren in der GP2. Einen ähnlichen Effekt würde sich Haas bei sich versprechen.

"Wir haben Gelb gesagt, weil man die Autos so im TV sehen kann, denn das Schwierigste bei einem Grand Prix ist herauszufinden, wer wer ist." Die roten Ferrari könne man hingegen erkennen, genau wie die blauen Red Bull. "Wir benötigen also eine einfache, identifizierbare Farbe für uns", sagt Haas, will sich aber noch nicht festlegen lassen: "Es gibt viele Leute da draußen, die besser wissen, wie man ein Farbschema für ein Auto gestaltet. Wir werden schauen müssen."

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