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Dyer: Nur auf Slicks zeigt sich der Speed des F60

Bei Ferrari will man so bald wie möglich auf Trockenreifen zum Test ausrücken - KER-System nach wie vor in der Erprobungsphase

(Motorsport-Total.com) - Das italienische Ferrari-Team ist angesichts der Wettervorhersage für Portugal von seinem ursprünglichen Testplan abgewichen und hat die Probefahrten in dieser Woche kurzfristig nach Mugello verlegt. Dort waren die Roten zwar als Solisten unterwegs, doch dem Regen entkam Ferrari durch den Standortwechsel trotzdem nicht. So warten die Ingenieure weiterhin darauf, den neuen F60 erstmals mit Slicks auf die Strecke schicken zu können, um die wahre Leistung des Wagens ermitteln zu können.

Felipe Massa

Felipe Massa in Mugello: Momentan kommen keine Slicks zum Einsatz... Zoom

Weil derzeit zumeist im Nassen und somit unter erschwerten Bedingungen gefahren wird, lassen sich logischerweise nur bedingt Rückschlüsse auf die Performance des neuen Rennwagens ziehen. "Momentan kann man nur schwer einschätzen, wie es sein wird", sagte Ferrari-Ingenieur Chris Dyer. "Man muss immer bedenken, dass sich in diesem Jahr im Prinzip alles um drei große Bereiche dreht: Aerodynamik, KERS und Slicks."#w1#

"Was die ersten beiden Elemente betrifft, so laufen die Vorbereitungen derzeit so gut wie möglich - aber leider konnten wir bislang noch keine Erfahrungsdaten mit den Slicks sammeln. Daher können wir es kaum erwarten, endlich die neuen Reifen aufzuziehen. Denn erst damit werden wir wissen, wie schnell wir sein können", gab der ehemalige Renningenieur von Kimi Räikkönen und Michael Schumacher in der 'Gazzetta dello Sport' zu Protokoll.

Im Gegensatz zu den Slicks befindet sich das neue KER-System schon seit Beginn der Testfahrten mit dem neuen Auto in der Erprobungsphase. "Ich sage nicht, dass es in jeder Runde zum Einsatz kommt - so wie es die Fahrer vielleicht gerne hätten", erläuterte Dyer. "Wir benutzen es zurzeit allerdings häufig, um die Sicherheit des Systems zu überprüfen. Das ist eine sehr interessante Sache und aus technischer Sicht eine große Herausforderung."

Zusammenfassend meinte Dyer abschließend, dass die Entwicklungsarbeiten bei Ferrari gut voran schreiten würden. "Zweifelsohne", so der Australier. "Wir haben am dritten Tag über 500 Kilometer zurückgelegt und alles lief prima. Es gab nichts, worüber wir uns hätten Sorgen machen müssen" - außer vielleicht über das nach wie vor regnerische Wetter über der Teststrecke im italienischen Mugello...

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