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Drängt China in die Formel 1?

Geht es nach Bernie Ecclestone, so soll bereits 2005 ein chinesisches oder ein von China unterstütztes Team in der Formel 1 antreten

(Motorsport-Total.com) - Dass China einer der größten Wachstumsmärkte der Welt ist, geht auch an der Formel 1 nicht spurlos vorbei. Mit dem ersten Großen Preis von China im kommenden September in Schanghai soll jedoch nur die erste Hürde genommen werden. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone weiß, dass nur ein chinesisches Team und ein chinesischer Fahrer für genug Aufmerksamkeit sorgen können. Diesen Plan möchte der Engländer am liebsten schon 2005 in die Tat umgesetzt sehen.

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone möchte die Formel 1 in China etablieren

"Aus 1,3 Milliarden Leuten sollten wir doch jemanden finden", so Ecclestone gegenüber 'AP'. Während die Fahrerfrage noch recht einfach lösbar wäre, würde ein chinesisches Team weit mehr Probleme mit sich bringen. "Es ist etwas schwierig, ein Team in China zu etablieren. Sie müssten zu diesem Wochenende hierher reisen, dann zurück nach China, dann wieder nach Deutschland. Das ist nicht möglich."#w1#

Die Basis eines chinesischen Teams müsste also in Europa stationiert sein. Dabei muss es kein aus China gelenktes Team sein, wichtig sei, dass die Chinesen sich damit identifizieren können. "Wenn sie mit dem einverstanden sind, was ich mir denke, dann kann das schon im nächsten Jahr passieren", so Ecclestone.

Wie der chinesische Einfluss aussehen soll, darüber gibt es bereits Gedanken. Das chinesische Chemieunternehmen 'Sinopec' soll im großen Stil in die Formel 1 einsteigen. "Asien ist ein wichtiger Markt für die Welt, nicht nur für die Formel 1", fuhr der Engländer fort. "Ich möchte in Asien mehr Monoposto-Sport sehen. Wenn wir dort eine gute Serie etablieren können, dann werden wir auch einen Fahrer finden." Mit der Formel BMW Asia wird bereits eine wichtige Nachwuchsrennserie im asiatischen Raum ausgetragen.