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  • 21.05.2004 · 14:29

Mosley: Werbung für Sparkurs und Lob für Schumacher

FIA-Präsident Max Mosley sieht die Schumacher-Dominanz nicht nur negativ und warb erneut für die vorgeschlagenen Regeländerungen

(Motorsport-Total.com/sid) - FIA-Präsident Max Mosley wirbt weiter für seinen Sparkurs in der Formel 1 und rechnet mit einer baldigen Einigung mit den Renställen. "Wir können so nicht mehr weiter machen, sonst bedeutet die Entwicklung das Ende für einige Teams. Aber ich bin optimistisch, dass wir alle zusammen die nötige Reduzierung der Ausgaben hinbekommen", sagte der Chef des Automobil-Weltverbandes FIA am Freitag in Monte Carlo. Zugleich machte sich der Engländer für eine Änderung des von allen Seiten kritisierten Qualifikations-Modus stark und zollte dem souveränen Weltmeister Michael Schumacher seine Anerkennung.

Max Mosley

Max Mosley forderte eindringlich die Umsetzung des Sparkurses

Mosley schwebt durch die radikalste Regelreform in der Geschichte der Königsklasse eine Kostenreduzierung um 50 Prozent vor. Der FIA-Chef setzt dabei vor allem auf langlebigere Motoren und die Verwendung von günstigeren Materialien. Geht es nach Mosley, sollen erste Änderungen bereits 2006 in Kraft treten. Zudem plädiert der FIA-Boss unter anderem für Einheitsreifen und das Verbot aller elektronischen Fahrhilfen spätestens ab 2008. Bei den Rennstall-Bossen und Motorenherstellern stoßen die Vorschläge aber zumindest in einigen Punkten noch auf Widerstand.#w1#

Abgerückt ist Mosley vom zu Saisonbeginn modifizierten Qualifikations-Modus mit zwei Einzelzeitfahrten nacheinander am Samstag. "Keine Frage, in dieser Form ist das Qualifying nicht interessant genug. Wir brauchen ein leichteres und verständlicheres Prozedere", forderte Mosley. Ähnliche Gedanken hatte zuletzt mehrfach auch Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone gefordert, um wieder für mehr Spannung zu sorgen.

Die Dominanz von Rekordweltmeister Michael Schumacher hält Mosley unterdessen nicht für schädlich. "Man muss anerkennen, dass er ein brillanter Sportler ist. Solche Typen hat es in jeder Sportart gegeben und machen doch auch einen gewissen Reiz aus", sagte Mosley und fügte hinzu: "Das generelle Problem ist, dass die Rennen durch die fehlenden Überholmanöver nicht mehr spannend genug sind. Daran müssen und werden wir arbeiten."

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