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Domenicali lobt Fry: "Er ist sehr effektiv"

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali erklärt, wie sich Technikchef Pat Fry in Maranello eingefunden hat und welche Vorteile sich aus seiner Beförderung ergeben

(Motorsport-Total.com) - Ferrari befand sich 2011 im Umbruch. Die Roten aus Maranello hatten Technikchef Aldo Costa nach dem enttäuschenden Saisonauftakt geschasst und den ehemaligen McLaren-Mann Pat Fry zu seinem Nachfolger auserkoren. Der Brite sollte in Zukunft einen weitaus innovativeren Weg gehen als sein Vorgänger und das Schlachtschiff Ferrari nach einer Durststrecke von vier Jahren ohne WM-Titel endlich wieder auf Kurs bringen.

Pat Fry trägt erstmals die technische Verantwortung für den neuen Ferrari

Doch obwohl Fry bei den Wintertests Mitte Februar erstmals auf dem Prüfstand steht, hatte er noch nicht ausreichend Zeit, um sich zur Gänze mit der italienischen Truppe vertraut zu machen. "Für ihn ist es eine neue Herausforderung in einer neuen Umgebung", sagt Teamchef Stefano Domenicali beim Wrooom-Event in Madonna di Campiglio auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com', wie sich Fry in seinem neuen Arbeitsumfeld eingefunden hat.


Fotos: Ferrari-Wrooom in Madonna di Campiglio


"Er ist sehr motiviert, er ist sehr effektiv und ändert Dinge, von denen er glaubt, dass sie geändert werden müssen", lobt der Italiener die aktive Arbeitsweise seines neuen Technikchefs. "Er respektiert die interne Belegschaft. Bei uns wachsen Leute intern heran und übernehmen neue Positionen und Verantwortung. Das ist ein fundamentaler Aspekt des Umfelds in Maranello."

Auch die Ferrari-Belegschaft hat Fry laut Angaben von Domenicali längst akzeptiert. "Er versucht, die Leute in der technischen Abteilung in die richtige Richtung zu leiten und ihre aktuelle Position zu verstehen", meint der Teamchef. "Wenn man aus einer anderen Umgebung kommt und dann zu Ferrari geht, dann muss man manchmal direkt ins Feuer blicken, damit man versteht, was Sache ist. Ich bin zuversichtlich, dass er gute Arbeit leisten wird."

Auch der Beförderung Frys ergeben sich aber auch andere Vorteile. "Ich denke, dass seine pragmatische Herangehensweise die technische Struktur beeinflusst", sagt Domenicali. "Wie man weiß, hat er stets eine enge Verbindung zur Umgebung an der Rennstrecke. Das war eine gute Gelegenheit, die Verbindung und den Input von der Rennstrecke zum Technikbüro zu verbessern."