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  • 22.05.2011 · 12:51

  • von Christian Nimmervoll & Dieter Rencken

D'Ambrosio-Gerüchte politisch motiviert?

Marussia-Virgin-Teamchef John Booth distanziert sich von den Gerüchten über Jerome D'Ambrosio und behauptet, diese nicht selbst geschürt zu haben

(Motorsport-Total.com) - Im Vorfeld des Rennwochenendes in Barcelona tauchten Gerüchte auf, wonach Jerome D'Ambrosio sein Cockpit bei Marussia-Virgin schon bald verlieren könnte. Ausgerechnet Renault-Teamchef Eric Boullier, als Leiter der Managementfirma Gravity de facto D'Ambrosios Manager, brachte die Medienberichte in Belgien ins Rollen.

Jerome D'Ambrosio

Um Jerome D'Ambrosios Zukunft gibt es derzeit verschiedene Gerüchte

Angeblich sollen Sponsoren nicht rechtzeitig bezahlt haben, doch inzwischen scheinen die Probleme ausgeräumt zu sein. "Ich weiß, dass es alle möglichen Gerüchte und Zeitungsartikel in Belgien gegeben hat. Soweit ich weiß, wurden die Zahlungen nur umgeplant", winkt Marussia-Virgin-Teamchef John Booth ab und vermutet: "Ich kann mir vorstellen, dass diese Gerüchte aus politischen Gründen geschürt wurden, aber sicher nicht von uns."

Dem Vernehmen nach sollen D'Ambrosios Sponsoren nur die ersten drei Millionen Euro ihrer Vereinbarung mit dem Team rechtzeitig überwiesen haben. Noch offen war bis vor kurzem ein Betrag von über einer Million Euro, durch den die Gerüchte ins Rollen kamen. Wenn Booth sagt, dass dies politisch motiviert gewesen sein soll, dann kann er damit eigentlich nur den Auslöser der Medienberichte meinen, also Boullier.


Fotos: Jerome D'Ambrosio, Großer Preis von Spanien


Das ist gut möglich, denn Boullier hat ein Interesse daran, dass die Sponsoren pünktlich zahlen. Eher zweitrangig dürfte dabei gewesen sein, dass Marussia-Virgin Druck gemacht hat, sondern der Druck ging wohl in erster Linie von Gravity aus. Das Tochterunternehmen von Genii Capital (Gerard Lopez) versteht sich nicht als Talentförderung im klassischen Sinn, sondern als im Idealfall profitable Agentur. Als solche verdient sie an Sponsorenverträgen mit.

Doch auch wenn D'Ambrosio (nicht zuletzt dank hervorragender fahrerischer Leistungen) bleibt, wird es bei Marussia-Virgin wohl bald einen Personalwechsel geben. Chefkonstrukteur Nick Wirth ist dieses Wochenende nicht in Barcelona und soll demnächst rausgeschmissen werden. Die Lücke seiner Firma Wirth Research könnte die Firma von Pat Symonds füllen. Der soll sich seinerseits kürzlich die ehemalige Arrows-Fabrik in Leafield angesehen haben...

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