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  • 26.07.2001 · 14:24

Coulthard glaubt an seine WM-Chance

Coulthard und Haug über den WM-Kampf, Häkkinen über die Vertragsverlängerung und die Angst vor einem Highspeed-Unfall

(Motorsport-Total.com/dpa) - McLaren-Mercedes-Pilot David Coulthard betrachtet den Großen Preis von Deutschland an diesem Wochenende nicht als seine letzte Chance im Titelrennen. "Es ist noch ein langer Weg", sagte der bereits deutlich hinter WM- Spitzenreiter Michael Schumacher rangierende Schotte am Donnerstag in Stuttgart: "Hockenheim ist nicht meine letzte WM- Chance." Sein Teamkollege Mika Häkkinen, nach seinem souveränen Sieg in Silverstone einer der Favoriten für den 12. Saisonlauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft, hält die Schumacher-Brüder und Coulthard für seine Hauptrivalen am Sonntag.

David Coulthard (McLaren-Mercedes)

David Coulthard ist entschlossen an den Hockenheimring gereist Zoom

Coulthard wirkte beim traditionellen Auftritt vor der Mercedes-Belegschaft äußerst motiviert und zugleich locker. "Ich bin hundertprozentig fit", versicherte der "Schumi"- Verfolger nach einer überstandenen Thunfisch-Allergie. "Ferrari ist der Hauptkonkurrent im Titelrennen. Auf sie müssen wir uns konzentrieren", kündigte er den "Roten" und speziell Michael Schumacher entschiedenen Widerstand an. "Mein erstes Ziel ist es, in Hockenheim zu gewinnen, um im WM-Kampf zurückzukommen." Es sei noch ein langer Weg. Allerdings weist Coulthard (47 Punkte) bei sechs noch ausstehenden Rennen bereits 37 Punkte Rückstand auf Schumacher (84) auf.

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug pflichtete der letzten Silberpfeil-Hoffnung bei: "Wir sind stark genug für den WM-Kampf. Wie in Silverstone gezeigt, haben wir die Geschwindigkeit", verwies er auf den jüngsten Erfolg durch Häkkinen. Die Ursachen für den großen Rückstand im Gesamtklassement sind laut Haug auf eigene Fehler zurückzuführen: "Wir haben uns zu oft selbst geschlagen."

Nichts Neues gibt es im Vertrags-Hickhack mit Häkkinen. "Es sieht sehr gut aus", versicherte der zweifache finnische Champion: "Man muss aber abwarten, bis wir so weit sind. Ich weiß nicht, wie lange es noch dauert." Fragen, ob die Vertragsdauer ein Problem sei - Häkkinen will angeblich einen Zwei-Jahres-Kontrakt, McLaren dagegen nur über eine Saison abschließen - ließ er unbeantwortet.

Auf dem Hockenheimring rechnet Häkkinen mit einem sehr harten Wettkampf. Angesichts der zu erwartenden Hitze seien Konkurrenten mit Michelin-Reifen in einer stärkeren Position als zuletzt in Silverstone. Es könne sehr schwierig werden, auf den langen Geraden die dort sehr schnellen BMW-Williams zu überholen. "Deshalb wird das Qualifying sehr wichtig - und wahrscheinlich auch sehr knapp enden", prognostizierte er.

"Keine Sorgen" macht sich Häkkinen wegen der vorhergesagten Geschwindigkeitsrekorde von bis zu 370 Stundenkilometern. "Ich glaube nicht, dass wir 370 Km/h erreichen", meinte der 19-malige Grand-Prix- Sieger. Bridgestone achte darauf und biete einen sehr zuverlässigen Reifen an. "Wenn man bei einem solchen Top-Speed abfliegt, ist es allerdings eine Katastrophe", sagte Häkkinen.

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