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Button: "Werde kämpfen wie im Vorjahr"

Wie sich Button nach Startplatz 14 im Vorjahr wieder aufrichtete und Weltmeister wurde und warum diese Erfahrung jetzt seine Titelträume am Leben erhält

(Motorsport-Total.com) - McLaren-Star Jenson Button kehrt an die Städte seines größten Triumphes zurück: Vor einem Jahr krönte er sich in Interlagos zum Weltmeister. Diesmal sieht es nicht danach aus, als könnte der Brite dieses Kunststück wiederholen - zu groß ist der Abstand in der Fahrer-WM bereits und zu viele Konkurrenten liegen vor ihm: Button ist nur Fünfter, 42 Punkte fehlen auf WM-Leader Fernando Alonso. Dennoch stellte Teamchef Martin Whitmarsh klar, dass er von seinem Piloten "zutiefst enttäuscht" wäre, wenn dieser den Titel bereits abschreiben würde.

Jenson Button

Jenson Button hat den Traum von der Titelverteidigung weiterhin im Visier Zoom

Dass man auch in scheinbar ausweglosen Situationen nicht aufgeben sollte, weiß Button ohnedies seit dem Vorjahr, als das Wochenende von Hochs und Tiefs gezeichnet war. Vor allem nach dem Qualifying schien die Lage düster: Der damalige Brawn-Pilot musste sich mit Startplatz 14 begnügen, während sein Teamkollege und Titelrivale Rubens Barrichello zuhause die Pole-Position holte.

"Ich habe damals eine Lektion gelernt", erinnert sich der 30-Järhige. "Nach Platz 14 im Qualifying und meinem Teamkollegen auf der Pole war ich gebrochen, ich fühlte mich krank. Ich erlebte eine schwere Zeit, denn wen man um etwas wirklich kämpft und es wirklich will und dann Dinge derartig schief laufen, dann beginnt man, über die negativen Seiten nachzudenken."

Buttons Titelgeheimnis

Wie es Button gelang, aus diesem Tal emporzusteigen? "Ich setzte mich also mit den Leuten zusammen, die auf mich schauen und mir in schwierigen Situationen helfen", erzählt er. "Wir haben darüber gesprochen, wie schwierig die Situation war, aber auch wo ich in meinem Leben stand und in meiner Karriere." Dieses Gespräch richtete ihn wieder auf: "Ich ging mit einem guten Gefühl ins Bett, habe gut geschlafen. Und als ich am Sonntagmorgen aufwachte, dachte ich mir: 'Das wird mein Tag'."

"Als ich am Sonntagmorgen aufwachte, dachte ich mir: 'Das wird mein Tag'." Jenson Button

Der Brite hat gelernt, das vieles im Leben eine Frage der Einstellung ist: "Ich wusste, dass es nicht einfach wird, aber ich entschied mich, dafür zu kämpfen. Ich würde nicht zusehen und hoffen, dass alles einen glücklichen Lauf nimmt. Als die Lichter der Ampel ausgingen, schoss ich los und kämpfte um jede Platzierung. Ich war aggressiv, aber kontrolliert. Als ich dachte, dass alles vorbei ist, nahm ich mich zusammen und fuhr eines meiner besten, aggressivsten Rennen meiner Formel-1-Karriere." Am Ende reichte es für Platz fünf - Barrichello wurde Achter und der Brite erreichte damit sein Ziel, Weltmeister zu werden.

Aus dieser großartigen Erfahrung will Button auch dieses Jahr Kraft schöpfen, zumal die Situation ähnlich schwierig ist: "Das ist etwas, das ich in dieses Wochenende mitnehmen werde. Denn ich weiß, dass ich nicht nur ein starkes Resultat benötige, sondern mich auch darauf verlassen muss, dass andere keine Punkte machen, damit ich im Titelrennen bleibe."

Button sucht den Kampf

Eines ist für Button klar: An ihm soll es nicht liegen, dass er seinen Titel dieses Jahr nicht verteidigen kann. "In Anbetracht des Punktestandes weiß ich, dass ich gegen Windmühlen kämpfe, wenn ich noch Weltmeister werden will, doch ich werde an diesem Wochenende alles geben, um weiterhin im Rennen zu bleiben. Ich habe im Vorjahr hart gekämpft, um der Weltmeister 2009 zu werden und ich werde auch diesen Titel nicht kampflos aufgeben."

"Ich werde auch diesen Titel nicht kampflos aufgeben." Jenson Button

Und auch wenn es Button dieses Jahr nicht schafft, Weltmeister zu werden, so wird der Kurs in Interlagos für ihn immer ein besonderer Ort sein. "Es war ein ganz spezielles Rennen", frohlockt er und lässt die einzigartigen Momente noch einmal Revue passieren. "Als ich die Ziellinie passierte und damit Weltmeister war, brach alles über mich herein. Mein Körper gab den Emotionen nach, die sich aufgestaut hatten. Ich fühlte mich so erschöpft."

Der nunmehrige McLaren-Pilot feierte in der Stunde des Triumphes nicht wie viele glaubten bis in die frühen Morgenstunden, sondern freute sich im Stillen: "Am Abend, als alle feierten, lag ich im Bett und dachte über meinen Weg nach. Ich dachte an die schlechten und an die guten Zeiten, die aus mir den Menschen gemacht hat, der an diesem Tag den Titel geholt hat." Und das kann ihm niemand mehr wegnehmen...

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