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Button verspricht: "KERS ist unser Vorteil"

Warum Jenson Button sein Team gegen Ferrari und Red Bull im Vorteil wähnt und wieso er enorme Balance-Probleme prognostiziert

(Motorsport-Total.com) - 2010 waren die McLaren-Piloten vor allem auf den Geraden gefürchtet. Der MP4-25 war durch das raffinierte F-Schacht-System über weite Strecken der Saison mit Sicherheit das überholfreundlichste Auto, da man durch einen Kanal im Chassis die Wirkung des Heckflügels entschärfen konnte und somit eine bessere Höchstgeschwindigkeit als die Konkurrenz erreichte. Dass dieser Vorteil in der kommenden Saison durch das Verbot des Systems verschwindet, ist keinesfalls gesagt.

Jenson Button, Michael Schumacher

Neben Button dürfte der KERS-Vorteil auch Schumacher zugute kommen

2011 wird das Energie-Rückgewinnungssystem KERS wieder eingeführt - durch einen Knopf am Lenkrad kann der Pilot die gespeicherte Bremsenergie abrufen und erreicht somit - ähnlich wie beim F-Schacht-System - eine bessere Höchstgeschwindigkeit. Zur Erinnerung: Das KERS von McLaren galt schon 2009 als Referenz - kein anderes Team konnte mit den Silberpfeilen in diesem Bereich mithalten.

Das weiß auch Weltmeister Jenson Button, der bei Brawn in seiner Weltmeistersaison nicht in den Genuss von KERS kam. "Ich bin damit noch nie gefahren", bestätigt er. "Doch dieses Team verwendete KERS im Vorjahr - und sie nutzten es gut. Das weiß ich, denn beim Start sind sie oft an mir vorbei geschossen."

Button rechnet mit KERS-Vorteil

Button geht davon aus, dass man in puncto KERS auch in der kommenden Saison überlegen sein wird: "Sie haben so viel Erfahrung in diesem Bereich, dass wir sicher einen Vorteil haben werden - das gleiche gilt für Mercedes und Force India, die ebenfalls Mercedes-Motoren benutzen. Wir werden gegenüber Red Bull und Ferrari einen Vorteil haben, was großartig ist. Wir nehmen jeden Vorteil, den wir kriegen können."

"Wir werden gegenüber Ferrari und Red Bull einen Vorteil haben." Jenson Button

Einige Teams werden 2011 ähnlich wie Button 2009 im Vorjahr ohne KERS in die Saison gehen. Sie werden aber diesmal gleich doppelt bestraft, da nächstes Jahr auch erstmals der verstellbare Heckflügel zum Einsatz kommen wird. Dieser Flügel darf aber nur dann flacher gestellt werden, wenn man innerhalb einer Sekunde zum Vordermann fährt - ohne den KERS-Boost könnte dies ein schwieriges Unterfangen werden.

Der verstellbare Frontflügel, der im Vorjahr eingeführt wurde, verschwindet hingegen aus der Formel 1, weil er die Überholproblematik nicht entscheidend verbessert hat. Button rechnet dennoch mit Schwierigkeiten: "Leider verlieren wir den verstellbaren Frontflügel, das wird es sehr schwierig machen, die richtige Balance zu finden." Der entthronte Weltmeister geht ins Detail: "Beim Start haben wir 150 Kilogramm Sprit an Bord, am Ende nur noch 5. Dadurch wird sich die Balance stark verändern, was hart wird. Wir werden viele übersteuernde und untersteuernde Boliden sehen und die Fahrer werden nichts daran ändern können."

Keine Reglementrevolution

Als Reglementrevolution, wie sie 2009 Red Bull und Brawn an die Spitze der Formel 1 gespült hatte, würde Button die neuen Regeln allerdings nicht bezeichnen. Abgesehen von den eben genannten Änderungen "wird der Rest des Autos ziemlich gleich sein", verrät er. "Wenn es keine großen Regeländerungen gibt, dann werden viele der Entwicklungen auch in der nächsten Saison benützt." Button sieht dies als Vorteil: "Das ist gut für uns, denn wir haben die Saison mit einem starken Paket beendet, auch wenn es immer Spielraum für Verbesserungen gibt."

"Ich genieße es, in die Entwicklung eingebunden zu sein." Jenson Button

Was er für die kommende Saison erwartet? "Wir wollen Red Bull und Ferrari nächste Saison wirklich besiegen, doch dafür müssen wir im Winter hart pushen - das ist genau das, was wir auch tun." Für Button bietet sich nun im Gegensatz zum Vorjahr die Chance, auch seine eigene Handschrift beim neuen Boliden zu hinterlassen. "Ich genieße es, in die Entwicklung eingebunden zu sein", bestätigt er. "Vor allem, wenn man am Ende dafür belohnt wird. Es wird ein langer Winter, doch ich freue mich schon auf nächstes Jahr."

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