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  • 30.08.2016 · 13:42

  • von Dieter Rencken & Roman Wittemeier

Button: Selbst Regeländerung kann Mercedes nicht stoppen

Jenson Button erwartet Mercedes auch in der Formel-1-Saison 2017 ganz vorn: Vergleiche mit dem dominanten Weltmeisterjahr 2009 mit Brawn nicht zulässig

(Motorsport-Total.com) - Viele Teams in der Formel 1 stellen die Entwicklungen an den aktuellen Fahrzeugen so langsam ein, um sich voll auf das Design und den Bau der Boliden für die Saison 2017 zu konzentrieren. Im kommenden Jahr treten veränderte Regeln in Kraft, die die Fahrzeuge dank breiterer Reifen und mehr Abtrieb um rund fünf Sekunden pro Runde schneller machen sollen. Red Bull, Ferrari und Co. wittern die große Chance: Ist bei diesem Regelumbruch das bislang so dominante Mercedes-Team endlich zu packen?

Jenson Button

Jenson Button ist sicher: Mercedes wird auch in der Saison 2017 vorne fahren Zoom

Der erfahrene McLaren-Honda-Haudegen Jenson Button glaubt nicht ganz daran. "Es braucht eine Regeländerung, um ihnen überhaupt gefährlich werden zu können", sagt er, schränkt aber ein: "Auch wenn sich die Regeln zur Saison 2017 ändern, wird es schwierig. Man sagt zwar immer, dass jene Teams, die vor einer Regeländerung Seriensieger waren, anschließend nicht mehr gewinnen konnten, aber dieses Mal wird es erstmals anders sein. Ich bin ganz sicher, dass sie auch unter den neuen Regeln sehr konkurrenzfähig sein werden."

"Mercedes macht einen tollen Job. Sie haben die richtigen Leute zusammen, sind bestens finanziert und haben auch starke Fahrer", nennt Button die Vorzüge des Werksteams aus Stuttgart, Brixworth und Brackley. Die britische Chassisfabrik nahe Silverstone ist genau jener Ort, an dem Ende 2008 der von Honda entwickelte Brawn BGP 001 entstanden war. Also das Auto, mit dem Jenson Button in der Formel-1-Saison 2009 in phasenweise ähnlich dominanter Manier Weltmeister geworden war.


Fotostrecke: F1 Backstage: Spa-Francorchamps

"Ich weiß, dass die Leute da immer gern Vergleiche ziehen. Aber diese Vergleiche kann man einfach nicht anstellen", sagt er. "Mercedes ist super finanziert, sie gewinnen jedes Rennen - wir damals nicht. Wir haben zum Jahresstart 2009 einige Rennen gewonnen, aber nie mit riesigem Vorsprung. Ab dem sechsten Saisonlauf hatten wir nicht mehr das schnellste Auto im Feld. Mercedes hat aber schon seit drei Jahren das beste Fahrzeug - mit großem Abstand sogar."