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Briatore fordert: Ferrari braucht Fabrik in England

Weniger Personalwechsel, mehr technisches Know-How aus dem Mutterland der Formel 1: So lautet Flavio Briatores Erfolgsrezept für Ferrari

(Motorsport-Total.com) - Der ehemalige Formel-1-Teamchef Flavio Briatore glaubt, dass Ferrari als rein italienisches Team auf Dauer nicht in der Formel 1 erfolgreich sein kann und fordert seine Landsleute auf, sich nach einer Fabrik im Formel-1-Mutterland England umzusehen. Das sei wichtiger als Diskussionen über den Teamchef zu führen. "Ferrari musst nicht das Führungspersonal auswechseln, das haben sie schon ein paar Mal gemacht. Sie müssen internationaler werden und brauchen eine technische Basis in England", so Briatore im Interview mit 'Radio Rai'.

Sebastian Vettel

Ferrari sollte nicht nur in Italien arbeiten, findet Flavio Briatore Zoom

Ein Standort im sogenannten 'motorsport valley' im Herzen Englands, wo auf engem Raum die Fabriken von sieben der zwölf Formel-1-Teams beheimatet sind, sei eine Voraussetzung für dauerhafte Erfolge, wie Briatore mit einem Beispiel veranschaulicht: "Wenn sie Champagner produzieren, dann am besten in Frankreich. Wenn sie Parmaschinken herstellen, sollte ihr Standort Parma sein. Und in der Formel 1 muss man in England sein."

Darüber hinaus empfiehlt Briatore Ferrari, weniger durch große Worte als durch Leistung zu überzeugen. "Meisterschaften gewinnt man nicht mit Ankündigungen, sondern indem man arbeitet wie Mercedes." Und da hapert es nach Ansicht von Briatore, weshalb Ferrari vor Red Bull auf der Hut sein müsse. "Ferrari muss sich jetzt darauf konzentrieren, den zweiten Platz nicht zu verlieren. Glücklicherweise hat Hamilton die falschen Knöpfe gedrückt, sonst wäre er Zweiter geworden", sagt er mit Blick auf die Probleme des Weltmeisters beim Rennen in Baku.

FIAT-Präsident Sergio Marchionne attestiert Briatore zwar große Begeisterung für die Formel 1, aber das alleine reiche nicht. "Er glaubt, dass alle besser arbeiten, wenn sie seinen Einsatz sehen, motiviert durch die Worte des Präsidenten. Er ist aber kein Experte für die Formel 1."

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