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  • 04.07.2002 · 17:30

Brawn: Keine Teamorder bei Ferrari

Eine Stallorder wird es nicht mehr geben ? sehr wohl aber einen "Nichtsangriffspakt" wie zuletzt auf dem Nürburgring

(Motorsport-Total.com/sid) - Ferrari wird auch nach dem Freispruch von Paris vorerst keine Teamorder zugunsten von Weltmeister Michael Schumacher ausgeben. "Es ist in Silverstone keine Teamorder geplant. Wenn es beispielsweise so wie zuletzt am Nürburgring laufen sollte, wird die Entscheidung hier genauso sein", erklärte der Technische Direktor Ross Brawn vor dem Großen Preis von England am Sonntag (14.00 Uhr MESZ/live bei Premiere und RTL). Vor knapp zwei Wochen durfte der Brasilianer Rubens Barrichello in der Eifel vor Schumacher gewinnen.

Schumacher und Brawn

Geschenkt bekommt Michael Schumacher keine Siege mehr

In der vorigen Woche sprach der Automobil-Weltverband FIA Ferrari in der Teamorder-Affäre frei. Die beim Großen Preis von Österreich in Zeltweg erfolgte Stallregie, wonach der führende Barrichello seinen Teamkollegen Schumacher nach einem Funk-Befehl noch auf der Zielgerade passieren lassen musste, könne nicht bestraft werden, stellte das World Council der FIA fest. Teamorder sei nicht verboten und habe eine lange Tradition. Lediglich für die Missachtung der Siegerzeremonie bekamen Ferrari, Schumacher und Barrichello gemeinsam eine Strafe von einer Million Dollar aufgebrummt, die Hälfte davon auf Bewährung.

Trotz des positiven Richterspruchs hat das Weltmeisterteam offensichtlich umgedacht. "Die Zeit nach Österreich war schwierig, so hatten wir das nicht erwartet. Aber wir haben daraus gelernt, dass wir die Fans in Zukunft in unsere Überlegungen einbeziehen müssen", sagte Brawn. Positionskämpfe oder gar Kollisionen zwischen Schumacher und Barrichello soll es allerdings auch in Zukunft nicht geben. Brawn: "Es würde sehr dumm aussehen, wenn sich die beiden im Kampf um die Spitze in den letzten fünf Runden gegenseitig von der Strecke schießen."

In der Formel-1-Weltmeisterschaft führt Michael Schumacher nach 9 von 17 Läufen mit 76 Punkten klar vor seinem Bruder Ralf (Williams-BMW/30). Dritter ist der Kolumbianer Juan Montoya im zweiten Williams-BMW (27) vor Barrichello und dem Schotten David Coulthard (McLaren-Mercedes/je 26).

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