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Boullier stolz auf McLaren-Umbau: "Keine Politik, kein Bullshit"

Eric Boulliers Erfolgsbilanz als McLaren-Rennleiter fällt dürftig aus, doch der Franzose erklärt, wie er aus der einstigen Weltmeistertruppe eine Einheit geformt hat

(Motorsport-Total.com) - Die Zahlen sprechen nicht für Eric Boullier. In seinen zwei Saisons als McLaren-Rennleiter stand einmal ein fünfter und einmal ein neunter Platz in der Konstrukteurs-WM zu Buche. Und derzeit liegt die einstige Startruppe aus Woking, die auch unter dem schwachen Honda-Antrieb leidet, auf Platz sieben - auch keine Offenbarung. Dennoch meint der Franzose, dass er aus McLaren ein besseres Team gemacht hat. "Es gibt keine Politik, keinen Bullshit", meint Boullier gegenüber 'Autosport'. "Obwohl alles sehr politisch sein könnte."

Eric Boullier

McLaren-Rennleiter Eric Boullier kann kaum Erfolge vorweisen Zoom

Eine Anspielung auf seinen Vorgänger Martin Whitmarsh, der Gerüchten zufolge zu viel Fokus auf die Automobilsparte legte und sogar Formel-1-Ingenieure dafür abstellte. Das soll einer der Gründe für den Rückfall des Rennstalls gewesen sein. Nun gebe es hingegen keine Ablenkungen mehr: "Die Leute, die ich um mich herum habe und die das Team aus technischer Sicht leiten, arbeiten sehr gut zusammen - von Peter Prodromou über Tim Goss zu Matt Morris und anderen."

Während die Resultate dies nur bedingt widerspiegeln, nennt er einen anderen Aspekt, der das sichtbar mache: "Ich bin sicher, dass man merkt, wie ruhig wir sind. Es gibt keine Storys um uns. Und grundsätzlich kann man sagen: Wenn es keine Storys gibt, dann läuft es gut." Boullier beschreibt die Arbeitsweise, die er bei McLaren eingeführt hat, als sehr "teamorientiert". Dennoch habe er den genetischen Code des Teams nicht geändert.

Jost Capito

Konkurrenz für Boullier? Capito wird bei McLaren ab sofort nach dem rechten sehen Zoom

Das Team sei nun "schlank. Und damit meine ich nicht kleiner, aber wir tragen weniger Gewicht mit uns herum. Es ist flexibel und kreativ, und ich vertraue der Mannschaft. Für nächstes Jahr sieht gut aus." Eine interessante Aussage, da Honda-Sportchef Yasuke Hasegawa erst kürzlich meinte, dass man derzeit zu viel Rückstand habe, um 2017 Mercedes herausfordern zu können.

Wie kann also Boullier unter diesen Umständen glücklich sein? "Ich fahre Rennen um zu gewinnen", gibt er selbst zu. "Wir haben offensichtlich noch nicht das Paket, um das zu erreichen. Solange das der Fall ist, werde ich nie glücklich sein."

Zumal er sich demnächst auch noch mit einem neuen Mann in der McLaren-Führungsebene herumschlagen wird müssen: Ex-Volkswagen-Sportchef Jost Capito. Der wird dieser Tage seine Arbeit als Geschäftsführer in der Fabrik in Woking aufnehmen und dort auch seinen Stempel hinterlassen. Der Frage, wer von beiden in der Hierarchie höhergestellt ist, wich Boullier aus.

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