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McLaren-Rennleiter lobt Honda: "Kommunikation jetzt besser"

McLaren-Rennleiter Eric Boullier erklärt, wieso Hondas neuer Motorsportchef Yusuke Hasegawa ein Fortschritt und McLaren-Neuling Jost Capito keine Gefahr für ihn ist

(Motorsport-Total.com) - McLaren-Honda steht unter enormem Druck. Nach dem katastrophalen Comeback der einstigen Erfolgsehe gab es bereits eine Personaländerung: Seit 1. März fungiert nicht mehr Yasuhisa Arai als Hondas Motorsportchef, sondern Yusuke Hasegawa. McLaren-Rennleiter Eric Boullier hält dies für eine Verbesserung. "Er hat mehr Motorsporterfahrung, und er ist es gewohnt, in einem englischen System zu arbeiten, also ist die Kommunikation mit ihm in gewisser Weise besser", sagt der Franzose.

Eric Boullier, Yasuke Hasegawa

Bessere Kommunikation: Boullier und Hasegawa stellen sich den Medien Zoom

Boullier hält seinen neuen Partner, der sich selbst als konservativer als Arai bezeichnet, für einen "sehr netten Kerl, einen exzellenten Techniker und einen Mann, mit dem man gut zusammenarbeiten kann. Dass er hier ist, ist gut für unser gemeinsames Projekt".

Neuer Honda-Motorsportleiter Formel-1-erfahrener als Vorgänger

Hasegawa kennt die Königsklasse des Motorsports bereits von Hondas vergangenen Formel-1-Abenteuern: Er war bereits an Bord, als die Japaner vor über zehn Jahren Jordan und das BAR-Team mit Motoren ausrüsteten.

Yasuke Hasegawa

Das neue alte Honda-Gesicht: Yasuke Hasegawa kennt die Formel 1 Zoom

Unter Vorgänger Arai lief es nicht nur technisch nicht rund, sondern auch die Außenwirkung war ausbaufähig. Der Japaner setzte für das erste Jahr teilweise unrealistische Ziele und sorgte mit seinem brüchigen Englisch für Verwirrung.

Dieses Jahr ist die Zielsetzung beider Mannschaften nach der Ohrfeige im Vorjahr vorsichtiger. "Ich nenne keine Zahlen, was Podestplätze oder Siege angeht, denn das wäre falsch", erklärt Rennleiter Boullier. Wir müssen sehr vorsichtig sein."

Ändert die Ankunft Capitos Boulliers Rolle?

Doch sitzt der Franzose überhaupt fest im Sattel? Im Vorjahr geisterte bereits das Gerücht durch das Fahrerlager, zwischen Boullier und Boss Ron Dennis würde es kriseln und die Trennung stünde bevor. Und erst im Januar wurde der ehemalige Volkswagen-Motorsportleiter Jost Capito von McLaren als Geschäftsführer bekanntgegeben.

"Für mich wird sich deswegen aber nichts ändern", verneint Boullier, dass Capito bereits als möglicher Nachfolger ins Team geholten wurde. "Jost wird als Geschäftsführer etwas mehr Verantwortung haben, was den Betrieb der Fabrik angeht. Was die Rennaktivitäten aber angeht, werde ich nach wie vor wie in der Vergangenheit die Verantwortung tragen."