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  • 25.03.2009 · 14:26

  • von Roman Wittemeier

BMW Sauber F1 Team: KERS-Entscheidung kurzfristig?

Laut Christian Klien wird sich das BMW Sauber F1 Team erst am Freitag oder Samstag endgültig für oder gegen den Einsatz von KERS entscheiden

(Motorsport-Total.com) - Das BMW Sauber F1 Team hat sich im Winter mit einem Hybridauto einen Vorsprung verschafft. Mit dem umgerüsteten Boliden konnte man die Auswirkungen der neuen Aerodynamik ebenso erforschen wie die neuen Slicks. Und man konnte viele Fahrten mit dem Hybridsystem KERS unternehmen. Die deutsch-schweizerische Mannschaft war von vielen als sicherer Kandidat gesehen worden, wenn es um den KERS-Einsatz in Melbourne ging.

Christian KlienMelbourne, Albert Park Melbourne

Christian Klien wird 2009 mit Peugeot bei den 24 Stunden in Le Mans starten

Zwar machte BMW Motorsport Direktor Mario Theissen in den vergangenen Tagen noch einmal unmissverständlich klar, was er von der neuen Technik hält: "Wer Weltmeister werden will, muss KERS im Auto haben." Trotzdem hielt man sich mit einer endgültigen Aussage über den Einsatz in Melbourne noch zurück. Testpilot Christian Klien brachte nun etwas mehr Klarheit.#w1#

"Für Australien werden wir erst am Freitag oder vielleicht sogar am Samstag entscheiden", sagte der Österreicher in der 'Kleinen Zeitung'. KERS scheint im aktuellen Entwicklungsstadium nur auf schnellen Strecken Vorteile zu bringen. Ob der Kurs im Albert Park schnell genug ist, wird sich am Wochenende zeigen. Vor allem wird man den Reifenverschleiß genau beobachten. Das KERS im BMW Sauber F1.09 soll angeblich innerhalb von nur zwei Stunden komplett ein- oder ausgebaut sein.

Klien wird beim Saisonauftakt zwar im Dress der Mannschaft in der Boxengasse sein, vermutlich aber nur eine Beobachterrolle einnehmen. Für Test- und Ersatzfahrer gibt es wenig zu tun, seit dem neuen Testverbot fast weniger als wenig. "Ersatzfahrer zu sein, wird immer schwieriger", so Klien. "Am Ende der Saison bin ich ein halbes Jahr nicht im Auto gesessen. Daher sollte man das System überdenken und früher oder später wieder Testfahrten für Testfahrer zulassen."