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Test in Sotschi: So sieht der neue Red-Bull-Cockpitschutz aus

Red Bull bestätigt, dass am Freitag in Sotschi erste Streckentests mit dem eigenen Cockpitschutz mit Windschutzscheibe stattfinden werden - Es gibt bereits erste Fotos

(Motorsport-Total.com) - Wie bereits am Rande des Grand Prix von China angekündigt wird Red Bull am kommenden Wochenende in Sotschi erstmals die hauseigene Interpretation des Cockpitschutzes auf der Rennstrecke testen. Das bestätigt das österreichisch-britische Team einen Tag vor Trainingsbeginn in Russland. Inzwischen gibt es auch erste Fotos, die Daniel Ricciardo bei der Sitzprobe im mit dem Red-Bull-Cockpitschutz versehenen RB12 zeigen.

Der Test ist für das erste Freie Training vorgesehen. Allerdings steht noch nicht fest, wie viele Runden Red Bull damit absolvieren wird und welcher Fahrer das System ausprobieren darf. Ferrari hatte bei den Wintertests in Barcelona mit dem sogenannten Halo-System erste Streckentests unternommen, aber jeweils nur für ein paar Schnupperrunden.

Vom Ferrari-Halo unterscheidet sich das Red-Bull-System insofern, als es zusätzlich zu einem schützenden Gestänge auch noch eine Windschutzscheibe beinhaltet. Das findet Red-Bull-Teamchef Christian Horner optisch eleganter. Felipe Massa, der 2009 in Ungarn einen Unfall überlebte, der durch den Cockpitschutz verhindert werden soll, ist gespannt, wie sich das Red-Bull-System "für den Fahrer anfühlen wird".

Lob gibt es für die Bemühungen von Red Bull: "Es ist schön, dass Teams mit eigenen Ideen kommen. Wir müssen die beste Lösung für die Zukunft finden, um die Sicherheit zu verbessern. Davor müssen wir alles genau überprüfen - ob das System angenehm ist, wie sich der Luftstrom für den Fahrer anfühlt."

Zum Red-Bull-System hat der Brasilianer noch keine konkrete Meinung: "Das werden wir uns morgen ansehen." Die FIA, die einen Cockpitschutz 2017 verbindlich einführen möchte, soll bisher das offene Halo-System favorisieren.