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  • 03.05.2016 · 16:52

  • von Dieter Rencken und Benjamin Horbelt

Bernie Ecclestone: Monza für "dieses Jahr" gerettet

Das Monza-Rennen 2016 ist laut Bernie Ecclestone gesichert - politische Unstimmigkeiten verzögern einen neuen Italien-Deal

(Motorsport-Total.com) - Im September gastiert die Formel 1 2016 im traditionsreichen Monza. Die Zukunft des Grand Prix steht dabei weiter auf der Kippe, da eine Vertragsverlängerung auf sich warten lässt. Laut Bernie Ecclestone sei das Monza-Rennen für "dieses Jahr" gesichert. Ob der Rennzirkus ab 2017 im königlichen Park Halt mache, sei selbst für den Briten weiter offen. "Ich weiß es nicht", sagt der Formel-1-Boss und ergänzt dazu spöttisch: "Wir haben versucht, etwas zu tun. Aber es sind Italiener!"

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Roberto Maroni, der Präsident der Lombardei und damit Heimat des Monza-Rennens, äußerte sich unterdessen "besorgt", da immer mehr Zeit ohne einen neuen Formel-1-Deal verstreiche. Neben den Lizenzgebühren in Millionenhöhe verhindern auch politische Streitigkeiten einen erfolgreichen Vertragsabschluss. Unter den Streithähnen sind neben Formel-1-Boss Bernie Ecclestone auch der italienische Automobilclub ACI, der Veranstalter Sias sowie Vertreter der Lombardei.

Lombardei-Präsident Maroni machte zuletzt im italienischen Regionalfernsehen allen Ferrari-Fans Hoffnung: "Wir als Region sind sehr aktiv. Wir haben 70 Millionen Euro auf die Seite gelegt - nicht für den Grand Prix, aber für die Stärkung des Parco di Monza und um diesen auf der ganzen Welt berühmt zu machen. Diese Mittel könnten auch für den Grand Prix verwendet werden, um den Vertrag zu verlängern. Aber nur unter der Bedingung, dass die Region die Firma Sias als Veranstalter mit einbezieht."

Sowohl Bernie Ecclestone als auch der verantwortliche Präsident des italienischen Autoclubs ACI, Sticchi Damiani, sollen von Maronis Plan bereits in Kenntnis gesetzt worden sein. "So hätten wir das Problem gelöst", hofft der Italiener. "Ich möchte nicht sehen, dass Monza verschwindet und vielleicht Imola oder Rom den Zuschlag bekommen."