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Antriebsentwicklung: McLaren-Honda fordert gleiches Recht

Die freie Antriebsentwicklung der etablierten Hersteller stößt McLaren-Honda sauer auf: Gespräche über Kompromiss mit der FIA laufen - Drohen 2015 Proteste?

(Motorsport-Total.com) - Der Automobilweltverband FIA bekommt für seine Entscheidung, dass sich Honda beim Antriebsstrang an die Homologationsbestimmungen vor dem Saisonstart halten muss, Druck, denn der Konkurrenz werden mehr Freiheiten eingeräumt.

Stoffel Vandoorne

Beim Test in Abu Dhabi kam der Interimsbolide mit Honda-Motor nicht weit Zoom

Ein Schlupfloch im Technischen Reglement bedeutet, dass Mercedes, Ferrari und Renault Updates für ihre Antriebe von 2014 im Laufe des Jahres bringen dürfen. Ursprünglich war angedacht, dass die Hersteller die endgültige Version ihrer modifizierten Antriebe vor dem Saisonstart homologieren müssen.

Das Schlupfloch wurde von Ferrari gefunden, nachdem erfolgreich argumentiert werden konnte, dass aus dem Reglement nicht explizit hervorgeht, wann die Antriebe für 2015 bei der FIA vorgelegt werden müssen. Im Anschluss an die Gespräche Ende 2014 schrieb die FIA über Weihnachten den Teams, dass die "logische und stabile" Interpretation des Reglements heißt, dass die Entwicklung während der Saison erlaubt ist.

Die FIA stellte in diesem Schreiben auch klar, dass im Interesse der Fairness und Gleichbehandlung neuen Herstellern keine Freiräume eingeräumt werden. Sie müssen sich den gleichen Restriktionen wie Mercedes, Renault und Ferrari 2014 unterwerfen. Das bedeutet in der Praxis, dass Honda bisher den Antrieb frei entwickeln durfte, aber sie müssen anschließend an jenem Design festhalten, das am 28. Februar bei der FIA hinterlegt werden muss.


Fotostrecke: Weiß, Orange, Chrom: McLaren F1-Designs

Der japanische Hersteller sieht sich somit einer Situation konfrontiert, bei der die Gegner im Laufe der Saison 2015 Fortschritte machen können, während Honda bis 2016 mit Updates warten muss. Aufgrund dieser Situation begannen Gespräche zwischen McLaren-Honda und der FIA. McLaren hält sich diesbezüglich bedeckt, aber das Team hat die Gespräche mit dem Automobilweltverband bestätigt. "McLaren-Honda steht bezüglich dieser Sache mit der FIA in Kontakt. Wir wollen zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr dazu sagen", kommentiert ein McLaren-Sprecher.

Drohen Proteste?

Sollten die McLaren-Versuche, einen Kompromiss mit der FIA auszuhandeln, fehlschlagen, dann würde es noch die Möglichkeit geben, Protest gegen einen Konkurrenten einzulegen, wenn er im Laufe der Saison 2015 Veränderungen am Antrieb vornimmt. McLaren könnte argumentieren, dass der Tausch von Motorteilen ein Bruch von Anhang 4 des Sportlichen Reglements ist: "Ein Hersteller darf nicht mehr als eine Spezifikation seines Antriebes homologieren."

Sollte ein Hersteller zwei unterschiedliche Motorvarianten im Laufe einer Saison verwenden, könnte argumentiert werden, dass es sich um zwei homologierte Antriebsstränge handelt. Eine endgültige Entscheidung müssten dann die FIA Rennkommissare treffen.

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