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  • 02.01.2015 · 10:30

  • von Dominik Sharaf

Neuer Mercedes-Bolide feiert Streckendebüt im Januar

Motorsportchef Toto Wolff schließt eine Präsentation des W06 Hybrid am Vorabend des Jerez-Test nicht aus und warnt: "Die Konkurrenz weiß um unsere Stärken"

(Motorsport-Total.com) - Die Formel-1-Welt geht davon aus, dass Mercedes in der Saison 2015 wieder die bestimmende Kraft der Szene sein wird. So sicher sind sich die Silberpfeile ihrer Sache allerdings nicht, wie ein vorsichtiger Toto Wolff in der 'Gazzetta dello Sport' durchblicken lässt: "Das erste Ziel ist es, das Auto Mitte Januar pünktlich fertigzustellen", sagt der Motorsportchef und verweist auf den ersten offiziellen Testtermin: "Allerdings werden wir erst in Jerez sehen, wo wir uns im Vergleich mit der Konkurrenz befinden."

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Wie im vergangenen Jahr soll das Rollout zuvor auf dem britischen Traditionskurs in Silverstone erfolgen. Mit der bisher in Brackley und Brixworth geleisteten Arbeit ist Wolff zufrieden: "Wir befinden uns im Zeitplan und haben eine klare Idee, wo wir in Sachen Chassis und Motor stehen." Gut möglich, dass die Öffentlichkeit den W06 Hybrid erst kurz vor seinem ersten Auftritt zu Gesicht bekommt. Bezüglich eines Präsentationstermins bemerkt Wolff: "Ich schließe nicht aus, dass es unmittelbar vor dem Test in Spanien passiert."

Auch das ist ein von 2014 bekanntes Prozedere. Trotzdem macht der Österreicher Red Bull, Ferrari und Co. nicht die Hoffnung, dass Mercedes auf dem Stand von vor einem Jahren verharrt hätte: "Wenn man sich zurücklehnt, fängt man an, zu verlieren", zeigt sich Wolff motiviert und trotz des Entwicklungsfortschritts bei den neuen Antrieben gewarnt. "Verglichen mit der vergangenen Saison sind Fortschritte kleiner. Die Kontrahenten kennen unsere Stärken und wissen, worauf sie sich konzentrieren müssen, um uns zu schlagen."

Mit dem Ausgang des Politikums um die Homologationsregeln scheint Wolff zufrieden und setzt darauf, dass der Automobil-Weltverband sein Regiment durchsetzt: "Alles hängt von der Interpretation der Regeln ab. Die FIA hat ihre Version präsentiert und ich sehe keine Probleme." Mercedes scheut sich nicht, in einer zweiten Runde gegen Renault und Ferrari anzutreten: "Sicher ist ein 'Freeze' immer das Beste für diejenigen, die vorne liegen, aber auch wir sind in der Lage zu entwickeln", so Wolff.