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  • 19.02.2007 · 14:26

  • von Britta Weddige

Kristensen: "Ein halbes Dutzend Favoriten"

Audi-Star Tom Kristensen will in der Endabrechnung besser sein als Dritter, weiß aber, dass die Konkurrenz stark ist

(Motorsport-Total.com) - 2004 kam die Le-Mans-Legende Tom Kristensen für Audi in die DTM, in seiner Debütsaison für der Däne auf Rang vier, 2005 und 2006 war es jeweils der dritte Platz. Für dieses Jahr hat sich der Blondschopf vorgenommen, in der Endabrechnung noch weiter vorne zu landen.

Tom Kristensen

Tom Kristensen will in seiner vierten DTM-Saison noch weiter nach vorn

"Ich will wie immer das Beste geben, Nach zuletzt zwei dritten Plätzen hoffe ich in diesem Jahr auf einen noch besseren Ausgang", sagte Kristensen im Interview mit dem EUROSPORT MotorMagazin. Der Däne weiß allerdings, dass die Konkurrenz in den Cockpits von Mercedes-Benz und Audi stark ist: "Für den Titelgewinn kommen sicher ein halbes Dutzend Fahrer in Frage."#w1#

Wichtig sei es, nicht auszufallen, fuhr Kristensen fort. Wegen des Punktesystems in der DTM müsse man immer ins Ziel kommen und Zähler sammeln, sonst habe man keine Chance. Das habe die vergangene Saison gezeigt, in der ihn der Ausfall in Brands Hatch möglicherweise die Meisterschaft gekostet habe. Champion Bernd Schneider habe eben in den entscheidenden Läufen immer gepunktet.

Lange Durststrecke in der DTM

Seit dem Jahr 2000 holte Kristensen für Audi im Sportwagen einen Erfolg nach dem anderen, darunter sechs Siege bei den 24 Stunden von Le Mans. Auch in der DTM konnte er gleich einen Triumph aufweisen und gewann in seiner ersten Saison 2004 das Rennen in Oschersleben. Dann musste er allerdings bis Mai 2006 warten, bis ihm der nächste DTM-Sieg, wieder in Oschersleben, gelang.

"In der DTM muss einfach alles passen." Tom Kristensen

Im Interview erklärte der Däne diese lange Durststrecke so: "In der DTM muss einfach alles passen. Das Training, in dem man das Auto abstimmt. Dann vor allem das Qualifying, denn nur mit einem guten Startplatz hat man eine Chance, ganz weit vorn zu landen. Im Rennen spielen dann der Start, die Boxenstopps und die Rennstrategie eine entscheidende Rolle." Eigene Fehler seien schuld daran gewesen, dass er so lange ohne Sieg blieb.

Schwer gefallen sei ihm der Umstieg vom Sport- in den Tourenwagen allerdings nicht, auch wenn es sich um zwei ganz unterschiedliche Dinge handle. Und es werde ihm sehr leicht gemacht, lobt Kristensen seinen Arbeitgeber: "Wenn man das Lenkrad in die Hand nimmt und den Fuß aufs Gaspedal drückt, dann weiß man in beiden Autos, dass man in einem Audi sitzt."